70-Jährige prallt mit Auto gegen Güllefass und wird schwer verletzt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Oberhaid. Ein schwerer Verkehrsunfall im Landkreis Bamberg hat am Donnerstagabend, 15. Oktober 2026, einen größeren Rettungseinsatz ausgelöst. Eine 70-jährige Autofahrerin ist auf einer Staatsstraße mit einem landwirtschaftlichen Gespann zusammengestoßen und dabei schwer verletzt worden. Ihr Wagen prallte gegen einen Gülleanhänger, der von einem Traktor gezogen wurde. Die Feuerwehr musste Teile des Autos entfernen, um die Frau zu befreien. Die betroffene Straße blieb für rund zwei Stunden gesperrt.

Anzeige

Unfall in Oberhaid: Traktor wollte auf Feldweg abbiegen

Der Unfall in Oberhaid ereignete sich auf der Staatsstraße 2262 zwischen Unterhaid und Viereth-Trunstadt. Gegen 19.40 Uhr war ein 19-Jähriger mit einem Traktor und einem voll beladenen Gülleanhänger in Richtung Viereth-Trunstadt unterwegs. Hinter dem landwirtschaftlichen Fahrzeug fuhr die 70-jährige Autofahrerin.

Nach bisherigen Erkenntnissen wollte der Traktorfahrer nach links auf einen Feldweg abbiegen. Er hatte dafür den Blinker gesetzt und musste wegen entgegenkommender Fahrzeuge auf der Straße anhalten.

Ihr Wagen prallte von hinten gegen den Gülleanhänger. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der vordere Bereich des Autos unter den Anhänger geschoben. Die Fahrerin erlitt dabei schwere Verletzungen. Der 19-jährige Fahrer des Traktors blieb unverletzt.

Anzeige

Feuerwehr muss Auto aufschneiden, um Fahrerin zu retten

Nach der Kollision wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zur Unfallstelle gerufen. Die Bergung der verletzten Autofahrerin gestaltete sich aufwendig, weil der vordere Teil ihres Wagens durch den Aufprall erheblich beschädigt worden war.

Die Feuerwehr musste die sogenannte B-Säule, einen tragenden Bestandteil der Fahrzeugkarosserie zwischen Vorder- und Hintertür, entfernen. Erst dadurch konnte die Frau schonend aus dem Unfallfahrzeug befreit werden. Eine solche technische Rettung soll verhindern, dass sich bereits vorhandene Verletzungen durch unnötige Bewegungen verschlimmern.

Anschließend übernahm der Rettungsdienst die medizinische Versorgung und brachte die 70-Jährige in ein Krankenhaus. Nach Angaben eines Polizeisprechers bestand für die Frau trotz ihrer schweren Verletzungen keine Lebensgefahr. Welche Verletzungen sie im Einzelnen erlitt, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Staatsstraße 2262 nach schwerem Unfall rund zwei Stunden gesperrt

Der Zusammenstoß hatte auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr zwischen Unterhaid und Viereth-Trunstadt. Die Staatsstraße 2262 musste für die Rettungsarbeiten, die polizeiliche Unfallaufnahme und die anschließende Bergung zeitweise vollständig gesperrt werden.

Die Sperrung dauerte nach den vorliegenden Angaben ungefähr zwei Stunden. Währenddessen konnten Fahrzeuge den betroffenen Straßenabschnitt nicht passieren. Neben der Versorgung der Verletzten mussten die Einsatzkräfte die beschädigten Fahrzeuge sichern und die Voraussetzungen für eine gefahrlose Wiederfreigabe der Fahrbahn schaffen.

Über die Länge möglicher Rückstaus oder die Zahl betroffener Verkehrsteilnehmer lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Auch zu weiteren Verkehrsbehinderungen nach Abschluss der Bergungsarbeiten wurden keine Einzelheiten bekannt.

Rund 20.000 Euro Sachschaden an Auto und Gülleanhänger

Der Unfall verursachte erhebliche Beschädigungen an beiden beteiligten Fahrzeugen. Die Polizei schätzte den Schaden am Auto der 70-Jährigen auf etwa 10.000 Euro. An dem landwirtschaftlichen Anhänger entstand ebenfalls ein Schaden von ungefähr 10.000 Euro.

Damit beläuft sich der vorläufig geschätzte Gesamtschaden auf rund 20.000 Euro. Am Pkw wurde ein wirtschaftlicher Totalschaden festgestellt. Auch der Gülleanhänger wurde durch den Aufprall erheblich beschädigt.

Ob das voll beladene Güllefass durch die Kollision undicht wurde oder landwirtschaftliche Flüssigkeit austrat, ging aus den zunächst verfügbaren Angaben nicht hervor. Informationen über mögliche Schäden an der Fahrbahn lagen ebenfalls nicht vor.

Polizei rekonstruiert Unfallhergang bei Oberhaid

Im Mittelpunkt der bisherigen Erkenntnisse steht die Situation unmittelbar vor dem Zusammenstoß. Der 19-jährige Traktorfahrer wollte von der Staatsstraße auf einen Feldweg abbiegen, konnte dieses Manöver wegen des Gegenverkehrs jedoch nicht unmittelbar ausführen. Die 70-Jährige fuhr anschließend auf den Anhänger auf.

Welche Faktoren dazu beitrugen, war zunächst nicht abschließend geklärt. Gesicherte Angaben zu den Sichtverhältnissen, zur gefahrenen Geschwindigkeit oder zu möglichen weiteren Einflüssen auf den Unfall lagen nicht vor.

Der Vorfall ereignete sich auf einer Strecke, die sowohl von gewöhnlichen Kraftfahrzeugen als auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird. Anders als auf Autobahnen können dort Abbiegevorgänge in Feldwege dazu führen, dass landwirtschaftliche Gespanne auf der Fahrbahn abbremsen oder vollständig anhalten müssen.

Bei dem Unfall in Oberhaid blieb der Traktorfahrer unverletzt. Die 70-jährige Autofahrerin musste dagegen mit schweren Verletzungen stationär medizinisch versorgt werden. Der Zusammenstoß und die anschließenden Rettungsarbeiten führten zu einer mehrstündigen Beeinträchtigung des Verkehrs auf der Staatsstraße.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu