
Mit „VisionQuest“ ist am Mittwoch, 14. Oktober 2026, eine neue Marvel-Serie bei Disney+ in Deutschland gestartet. Paul Bettany übernimmt erneut die Rolle des Androiden Vision, der nach den Ereignissen aus „WandaVision“ seinen Platz in der Welt sucht. Die achtteilige Produktion bildet den Abschluss einer Seriengeschichte, die 2021 begann. Zum Auftakt stehen zwei Episoden bereit, weitere Folgen erscheinen in den kommenden Wochen.
Anders als bei manchen Streamingproduktionen stellt Disney+ nicht sofort die komplette Staffel zur Verfügung. Die erste Staffel von „VisionQuest“ umfasst acht Episoden, die auf insgesamt fünf Veröffentlichungstermine verteilt sind. Zunächst erscheinen drei Wochen lang jeweils zwei Folgen. Anschließend folgen die beiden abschließenden Episoden einzeln.
Der offizielle Veröffentlichungsplan sieht folgende Termine vor:
Damit ist die gesamte erste Staffel bereits am 11. November verfügbar. Der amerikanische Streamingstart erfolgte aufgrund der unterschiedlichen Zeitzonen bereits am Dienstagabend, 13. Oktober. In Deutschland ist die Serie seit Mittwoch unter dem international verwendeten Titel „VisionQuest“ abrufbar.
Im Mittelpunkt steht Vision, ein künstlich erschaffenes Wesen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und einer komplizierten Vergangenheit. Nach seiner Wiederherstellung versucht er, seine Identität neu zu bestimmen. Er besitzt Erinnerungen an ein früheres Leben, kann die damit verbundenen Gefühle jedoch nicht ohne Weiteres einordnen.
Um Antworten zu finden, lebt Vision zunächst zurückgezogen in Edinburgh. Dort arbeitet er in einem Pub und versucht, möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Gleichzeitig beschäftigt er sich mit unterschiedlichen künstlichen Intelligenzen, die in seiner Programmierung vorhanden sind.
Zu ihnen gehören bekannte Systeme aus dem Marvel-Universum wie J.A.R.V.I.S., F.R.I.D.A.Y. und E.D.I.T.H. Auch Ultron, der bereits im Kinofilm „Avengers: Age of Ultron“ eine zentrale Rolle spielte, wird wieder Teil der Geschichte.
Visions Rückzug endet, als ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird. Auf seiner Flucht begegnet er dem Jugendlichen Thomas Shepherd. Zwischen beiden könnte eine familiäre Verbindung bestehen. Ob der Junge tatsächlich Visions wiedergeborener Sohn ist, gehört zu den zentralen Fragen der Handlung.
Die Geschichte verbindet damit Science-Fiction und Superheldenaction mit Themen wie Erinnerung, Identität und Familie.
Für die Hauptrolle konnte Marvel erneut Paul Bettany gewinnen. Der britische Schauspieler verkörpert Vision bereits seit dem Kinofilm „Avengers: Age of Ultron“ aus dem Jahr 2015. Zuvor hatte er im Marvel Cinematic Universe der künstlichen Intelligenz J.A.R.V.I.S. seine Stimme geliehen.
Eine weitere wichtige Rückkehr ist James Spader als Ultron. Der Schauspieler spielte den Gegenspieler ebenfalls bereits 2015. In „VisionQuest“ tritt die Figur innerhalb von Visions künstlicher Gedankenwelt in Erscheinung.
Zur weiteren Besetzung gehören Ruaridh Mollica als Thomas Shepherd und Todd Stashwick als Kopfgeldjäger Paladin. James D’Arcy übernimmt J.A.R.V.I.S., Orla Brady spielt F.R.I.D.A.Y. und Emily Hampshire verkörpert E.D.I.T.H.
Außerdem sind T’Nia Miller, Diane Morgan, Henry Lewis und Jonathan Sayer an der Produktion beteiligt. Die unterschiedlichen künstlichen Intelligenzen erhalten innerhalb der Serie eigene Persönlichkeiten und werden zu wichtigen Gesprächspartnern für Vision.
„VisionQuest“ ist keine zweite Staffel von „WandaVision“, sondern eine eigenständige Serie innerhalb des Marvel Cinematic Universe. Inhaltlich gehört sie zu einer Trilogie, die mit „WandaVision“ im Januar 2021 begann.
Damals standen Wanda Maximoff, gespielt von Elizabeth Olsen, und Vision im Mittelpunkt einer ungewöhnlichen Geschichte, die klassische amerikanische Fernsehserien mit Elementen des Superheldengenres verband. Im Verlauf der neun Episoden wurde deutlich, dass hinter dem vermeintlich harmonischen Alltag des Paares eine wesentlich komplexere Wirklichkeit steckt.
Die 2024 veröffentlichte Serie „Agatha All Along“ griff die Ereignisse aus „WandaVision“ auf und rückte die Hexe Agatha Harkness, dargestellt von Kathryn Hahn, in den Mittelpunkt. Auch diese Produktion umfasst neun Episoden.
„VisionQuest“ führt den übergreifenden Handlungsbogen nun aus der Perspektive von Vision weiter. Seine neue Ausgangssituation knüpft insbesondere an das Ende von „WandaVision“ an, in dem eine wiederhergestellte Version des Androiden eingeführt wurde.
Wer die neue Serie ohne umfangreiche Marvel-Vorkenntnisse ansehen möchte, kann der grundlegenden Handlung folgen. Die beiden Vorgängerserien liefern allerdings zusätzlichen Hintergrund zu Visions Erinnerungen und seiner Beziehung zur Familie Maximoff.
Als Showrunner und kreativer Hauptverantwortlicher fungiert Terry Matalas. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Arbeit an „Star Trek: Picard“. Für „VisionQuest“ entwickelte er die Seriengeschichte und übernahm auch Regieaufgaben.
Weitere Regiearbeiten stammen von Christopher J. Byrne, Gandja Monteiro und Vincenzo Natali. Jac Schaeffer, die bereits maßgeblich an „WandaVision“ und „Agatha All Along“ beteiligt war, gehört zu den ausführenden Produzenten.
In einem am 13. Oktober veröffentlichten Disney-Interview erklärte Bettany, Matalas habe eine Geschichte geschaffen, die an „WandaVision“ erinnere und zugleich eine eigene Identität besitze. Matalas wiederum bezeichnete Visions Identitätskrise als Ausgangspunkt der neuen Handlung.
Die Serie beschäftigt sich damit auch mit einem Thema, das über klassische Superheldengeschichten hinausgeht: Kann eine künstliche Intelligenz ihre eigene Identität entwickeln, und welche Bedeutung haben Erinnerungen für das persönliche Selbstverständnis?
Disney+ kennzeichnet „VisionQuest“ im deutschen Angebot mit einer Altersfreigabe ab zwölf Jahren. Zusätzlich weist der Streamingdienst darauf hin, dass einzelne Sequenzen Lichtblitze enthalten, die für lichtempfindliche Zuschauer problematisch sein können.
Die Produktion wird als erste Staffel mit acht Episoden geführt. Eine zweite Staffel von „VisionQuest“ ist zum Start am 14. Oktober 2026 nicht offiziell angekündigt. Marvel bezeichnet die Serie ausdrücklich als Abschluss der Trilogie aus „WandaVision“, „Agatha All Along“ und „VisionQuest“.
Ob die Figur Vision künftig noch in anderen Filmen oder Serien des Marvel Cinematic Universe auftreten wird, ist davon zu unterscheiden. Eine Fortsetzung seiner eigenständigen Serie wurde bislang nicht bestätigt.
Für Marvel-Fans ist „VisionQuest“ damit vor allem der Abschluss einer Geschichte, die vor fünf Jahren bei Disney+ begann. Die ersten beiden Folgen sind bereits verfügbar, das Finale folgt am 11. November 2026.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu