Berlin-Wahl 2026: Was der neue Wahl-O-Mat bietet

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Symbolbild mit KI erstellt

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Knapp vier Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus startet am Montag, 24. August 2026, der neue Wahl-O-Mat. Die Bundeszentrale für politische Bildung kündigt die Freischaltung für 11:30 Uhr an. Mit dem Online-Angebot können Wählerinnen und Wähler ihre eigenen politischen Positionen anhand von 38 Thesen mit den Antworten der Parteien vergleichen. Gewählt wird am 20. September.

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Der Wahl-O-Mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung angeboten. Nach Angaben aus dem Umfeld des Projekts haben sich alle 17 Parteien beteiligt, die bei der Abgeordnetenhauswahl mit einer Landesliste oder mindestens einer Bezirksliste um Zweitstimmen antreten.

So funktioniert der Wahl-O-Mat zur Berlin-Wahl

Das Prinzip bleibt gegenüber früheren Ausgaben unverändert. Nutzerinnen und Nutzer bekommen 38 politische Aussagen vorgelegt. Zu jeder Aussage können sie angeben, ob sie zustimmen, nicht zustimmen oder eine neutrale Position einnehmen. Eine These kann außerdem übersprungen werden. Anschließend werden die persönlichen Antworten mit den von den Parteien selbst angegebenen Positionen abgeglichen.

Wer einzelne Themen für besonders wichtig hält, kann Thesen stärker gewichten. In der Auswertung lässt sich anschließend erkennen, bei welchen Parteien die größten inhaltlichen Übereinstimmungen bestehen. Zusätzlich können die Begründungen der Parteien zu ihren Antworten eingesehen werden. Diese Erläuterungen stammen von den Parteien selbst und werden von ihnen autorisiert. Die Parteien sind dagegen nicht an der Auswahl der 38 endgültigen Thesen beteiligt.

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Die Bundeszentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass das Ergebnis keine Wahlempfehlung darstellt. Der Wahl-O-Mat ist als Informationsangebot gedacht, das Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen eigenen Positionen und Parteiprogrammen sichtbar machen soll. Seit seiner Einführung im Jahr 2002 wurde das Format nach Angaben der bpb insgesamt rund 160 Millionen Mal genutzt.

Diese 17 Parteien treten bei der Abgeordnetenhauswahl an

Für die Berliner Abgeordnetenhauswahl sind insgesamt 17 Parteien mit Landeslisten oder Bezirkslisten zugelassen. Zwölf davon treten mit einer berlinweiten Landesliste an: AfD, Bündnis 90/Die Grünen, BSW, DKP, Die Urbane, FDP, ÖDP, Partei des Fortschritts, Die PARTEI, Tierschutzpartei, Sozialistische Gleichheitspartei und Volt.

SPD, CDU und Die Linke treten berlinweit mit Bezirkslisten an. Die Parteien Die Heimat und bergpartei, die überpartei, kurz B*, kandidieren lediglich in einzelnen Bezirken mit Bezirkslisten. Zusammen ergibt sich damit die Zahl von 17 Parteien, die bei der Abgeordnetenhauswahl um Zweitstimmen antreten.

Die Zahl liegt deutlich unter derjenigen der Berliner Wiederholungswahl von 2023. Damals kandidierten 33 Parteien mit Landes- oder Bezirkslisten. Für 2026 hatten zunächst deutlich mehr politische Vereinigungen eine Beteiligung geplant oder Wahlvorschläge eingereicht. Nach Prüfung der formalen Voraussetzungen wurden schließlich die 17 genannten Parteien mit entsprechenden Listen zur Wahl zugelassen.

Wie die 38 Thesen zustande kommen

Der Wahl-O-Mat zur Berlin-Wahl umfasst 38 Thesen. Der vollständige offizielle Thesenkatalog ist vor der für 11:30 Uhr angekündigten Freischaltung am 24. August noch nicht öffentlich einsehbar.

Fest steht, wie die Auswahl zustande kommt. Für die Berliner Ausgabe wurde eine Redaktion aus jungen Wahlberechtigten sowie Fachleuten aus Wissenschaft, Journalismus und politischer Bildung zusammengestellt. Auch Verantwortliche der Bundeszentrale und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung wirken an dem Verfahren mit. Bereits im Juni hatte die Berliner Landeszentrale für die Redaktion junge Berlinerinnen und Berliner zwischen 16 und 26 Jahren gesucht.

Grundlage der Arbeit sind unter anderem die Wahlprogramme und programmatischen Aussagen der Parteien. Üblicherweise wird zunächst eine deutlich größere Zahl möglicher Thesen entwickelt. Daraus werden schließlich 38 Aussagen ausgewählt, die wichtige Themen der jeweiligen Wahl abbilden und zugleich Unterschiede zwischen den Parteien sichtbar machen sollen. Die Parteien beantworten anschließend die ausgewählten Thesen und können ihre jeweiligen Positionen begründen.

Wann findet die Berlin-Wahl 2026 statt?

Gewählt wird am Sonntag, 20. September 2026. An diesem Tag werden sowohl das 20. Berliner Abgeordnetenhaus als auch die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen neu gewählt. Den Termin hatte der Berliner Senat bereits am 3. Juni 2025 festgelegt.

Bei der Abgeordnetenhauswahl verfügt jede wahlberechtigte Person über zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird eine Kandidatin oder ein Kandidat im jeweiligen Wahlkreis gewählt. Die Zweitstimme gilt einer Landes- oder Bezirksliste und ist maßgeblich für die Sitzverteilung zwischen den Parteien im Abgeordnetenhaus. Berlin ist dafür in 78 Wahlkreise eingeteilt.

Eine weitere Neuerung betrifft das Wahlalter. Bei der Abgeordnetenhauswahl dürfen 2026 erstmals auch 16- und 17-Jährige abstimmen. Für die Bezirksverordnetenversammlungen galt das Wahlalter von 16 Jahren bereits zuvor. Wahlberechtigt für das Abgeordnetenhaus sind unter anderem deutsche Staatsangehörige, die mindestens 16 Jahre alt sind und die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

Die Briefwahl läuft bereits. Nach Angaben des Landeswahlleiters begann der Briefwahlzeitraum am 10. August. Damit können Wahlberechtigte ihre Stimme schon mehrere Wochen vor dem eigentlichen Wahltag abgeben.

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