
Bei der Bekämpfung ausgedehnter Waldbrände im Kreis Düren erhalten die örtlichen Einsatzkräfte zusätzliche Unterstützung durch ein spezialisiertes Waldbrandmodul aus Nordrhein-Westfalen. Der Kreis Düren forderte die Einheit am Donnerstagnachmittag an. Insgesamt wurden 32 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen zu einem Sammelpunkt in der Gemeinde Hürtgenwald beordert. Von dort aus sollte das EU-Waldbrandmodul NRW unmittelbar in den Einsatz gehen. Wie lange die Unterstützung dauern wird, war am Donnerstagabend noch nicht absehbar.
Nach Angaben von Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn bat der Kreis Düren am Donnerstagnachmittag um Unterstützung bei der Bekämpfung mehrerer ausgedehnter Waldbrände im Kreisgebiet. Führungskräfte der Feuerwehr Bonn waren nach der Alarmierung bereits zur örtlichen Einsatzleitung gefahren, um die weiteren Maßnahmen vorzubereiten und mit den Verantwortlichen vor Ort abzustimmen.
Der Sammelpunkt für die zusätzlichen Kräfte wurde in Hürtgenwald eingerichtet. Von dort sollte die Einheit direkt zu den jeweiligen Einsatzstellen fahren. Konkrete Angaben zur Größe der betroffenen Waldflächen oder zu den einzelnen Brandorten enthielt die Erstmeldung zunächst nicht.
Das eingesetzte Modul besteht bei diesem Feuerwehreinsatz im Kreis Düren aus Kräften der Feuerwehren Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen. Insgesamt sind 32 Feuerwehrleute mit zwölf Fahrzeugen beteiligt. Die Spezialkräfte sind gezielt für die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden ausgebildet.
Zur Ausstattung gehören unter anderem geländegängige Tanklöschfahrzeuge sowie Handwerkzeuge, mit denen sich Feuer auch in Bereichen bekämpfen oder eindämmen lassen, die mit gewöhnlichen Einsatzfahrzeugen schwer erreichbar sind. Das Modul ist eigentlich für internationale Hilfseinsätze im Rahmen des europäischen Katastrophenschutzes vorgesehen. Nordrhein-Westfalen hält eine solche spezialisierte Einheit seit mehreren Jahren für grenzüberschreitende Waldbrandeinsätze vor.
Für die beteiligten Kräfte ist der Einsatz bei den Waldbränden im Kreis Düren nicht der erste größere Vegetationsbrandeinsatz des Jahres. Teile der Einheit waren 2026 bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und in Spanien eingesetzt. Bei früheren internationalen Einsätzen bestand das NRW-Modul ebenfalls aus spezialisierten Kräften mehrerer Feuerwehren, darunter Bonn, Düsseldorf, Königswinter und Leverkusen.
Die Erfahrungen aus solchen Einsätzen sollen nun auch im Kreis Düren genutzt werden. Besonders bei Waldbränden in schwierigem Gelände können geländegängige Fahrzeuge und speziell geschulte Einsatzteams die örtlichen Feuerwehren bei der Eindämmung größerer Brandabschnitte unterstützen.
Auf eine normalerweise zum Modul gehörende Versorgungseinheit der Johanniter wurde bei diesem Einsatz verzichtet. Grund dafür ist laut Feuerwehr die vergleichsweise kurze Entfernung zwischen den Heimatstandorten der Einsatzkräfte und dem Waldbrandgebiet im Kreis Düren. Bei internationalen Einsätzen muss die Einheit dagegen über längere Zeit weitgehend eigenständig arbeiten können.
Wie lange das Waldbrandmodul in der Region benötigt wird, blieb am Donnerstagabend offen. Auch zur Ursache der Brände, möglichen Verletzten oder gefährdeten Gebäuden machte die Erstmeldung aus Bonn keine Angaben. Bestätigt war zunächst, dass die Spezialkräfte nach ihrer Ankunft in Hürtgenwald unmittelbar in die Brandbekämpfung gehen sollten.






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