Initiative „Gemeinsam gegen Einsam“ in Münster bringt Menschen zusammen

Initiative „Gemeinsam gegen Einsam“ in Münster
Symbolbild: Toa Heftiba

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Münster. Einsamkeit ist längst kein Randthema mehr. Auch in Münster berichten vor allem junge Erwachsene davon, sich trotz Studium, Ausbildung oder Job isoliert zu fühlen. Eine Initiative aus der Stadt will genau hier ansetzen. Unter dem Namen „Gemeinsam gegen Einsam“ organisiert ein ehrenamtliches Team regelmäßige Treffen, bei denen neue Kontakte entstehen sollen – unkompliziert und ohne große Hürden.

Bekannt wurde das Projekt zuletzt durch einen Beitrag in der WDR-Sendung „Lokalzeit Münsterland“, in der die Gründerin Chayenne Hepper über Motivation und Konzept sprach. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, die Anschluss suchen – unabhängig davon, ob sie neu in Münster sind oder schon länger hier leben.

Niedrigschwellige Treffen für neue Kontakte

Im Mittelpunkt stehen persönliche Begegnungen. Organisiert werden unter anderem Spieleabende und lockere Meetups. Das Konzept ist bewusst einfach gehalten. Statt Beratungsangeboten oder therapeutischer Ansätze geht es um gemeinsames Erleben und den Aufbau von Freundschaften.

Angesprochen fühlen sollen sich insbesondere junge Erwachsene. Studien zeigen, dass sich viele Menschen zwischen 16 und 30 Jahren zumindest zeitweise einsam fühlen. Laut einer repräsentativen Erhebung der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2024 gaben 46 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe an, moderat oder stark von Einsamkeit betroffen zu sein. Auch bundespolitisch ist das Thema präsent: Die Bundesregierung hat Ende 2023 eine Strategie gegen Einsamkeit beschlossen.

Engagement aus Münster

Die Initiative ist ehrenamtlich organisiert. Über soziale Netzwerke werden Termine angekündigt und Interessierte können unkompliziert Kontakt aufnehmen. Eine feste Mitgliedschaft ist nach bisherigen Informationen nicht erforderlich. Ziel ist es, einen geschützten Rahmen zu schaffen, in dem sich Menschen kennenlernen können.

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Münster verfügt bereits über verschiedene Angebote gegen soziale Isolation, etwa kirchliche oder soziale Projekte mit Schwerpunkt auf Seniorinnen und Senioren. „Gemeinsam gegen Einsam“ richtet sich dagegen explizit auch an jüngere Zielgruppen, die häufig zwischen Studium, Berufseinstieg und Umzug in eine neue Stadt stehen.

Thema mit gesellschaftlicher Relevanz

Die öffentliche Aufmerksamkeit zeigt, wie sehr Einsamkeit inzwischen als gesellschaftliche Herausforderung wahrgenommen wird. Neben gesundheitlichen Folgen kann soziale Isolation auch Auswirkungen auf psychisches Wohlbefinden und gesellschaftliche Teilhabe haben.

Initiativen wie die aus Münster setzen daher auf Begegnung im Alltag. Ob Spieleabend, gemeinsamer Austausch oder neue Freizeitkontakte – der Ansatz ist einfach, aber wirkungsvoll: Menschen sollen wieder miteinander ins Gespräch kommen.

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