
Der Mineralwasserhersteller Rhenser Mineralbrunnen mit Sitz in Rhens in Rheinland-Pfalz hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag wurde nach Unternehmensangaben am 3. März beim Amtsgericht Koblenz eingereicht. Über den Schritt berichteten mehrere Medien am 4. März.
Trotz des Insolvenzantrags soll der Geschäftsbetrieb zunächst weitergeführt werden. Produktion, Abfüllung und Auslieferung des Mineralwassers laufen demnach weiter. Ziel des vorläufigen Insolvenzverfahrens ist es, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu stabilisieren und eine Perspektive für den Betrieb zu entwickeln.
Das Amtsgericht Koblenz hat für das Verfahren einen vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Dieser soll sich nun einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens verschaffen und prüfen, wie der Betrieb gesichert werden kann.
Zu den zentralen Aufgaben gehört es, die Liquidität zu stabilisieren und mögliche Sanierungsoptionen auszuloten. In solchen Verfahren wird häufig auch nach Investoren gesucht, die den Betrieb übernehmen oder finanziell unterstützen könnten.
Von der Insolvenz sind rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Ihre Löhne und Gehälter sind zunächst über das Insolvenzgeld abgesichert. Dieses wird in der Regel für drei Monate gezahlt und soll die Beschäftigten während der ersten Phase des Insolvenzverfahrens finanziell absichern.
Für die Belegschaft bedeutet das zunächst Planungssicherheit für die kommenden Monate, während parallel an einer Lösung für die Zukunft des Unternehmens gearbeitet wird.
Als Gründe für den Insolvenzantrag werden unter anderem wirtschaftliche Belastungen genannt. Dazu zählen steigende Kosten etwa für Transport und Energie sowie eine insgesamt zurückhaltendere Nachfrage im Markt.
Die Mineralwasserbranche steht seit einiger Zeit unter Druck. Neben gestiegenen Kosten wirken sich auch Veränderungen im Konsumverhalten sowie ein intensiver Wettbewerb im Getränkehandel auf die wirtschaftliche Lage vieler Anbieter aus.
Die Abfüllung von Mineralwasser hat in Rhens eine lange Geschichte. In der Region wird bereits seit dem 19. Jahrhundert Mineralwasser gewonnen und vermarktet. Der Rhenser Mineralbrunnen gehört damit zu den traditionsreichen Betrieben der Branche in Rheinland-Pfalz.
Wie es mit dem Unternehmen weitergeht, hängt nun maßgeblich vom Verlauf des Insolvenzverfahrens ab. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird in den kommenden Wochen prüfen, welche Optionen für eine Fortführung oder mögliche Investoren bestehen.
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