
Münster. Die geplanten Regeln für das Besucherparken in Münsters Wohnquartieren sind noch nicht endgültig beschlossen. Zwar steht das Grundprinzip bereits fest, doch Details des Systems werden weiterhin politisch diskutiert. In einer Sitzung des Verkehrsausschusses wurde deutlich, dass mehrere Punkte noch geprüft werden sollen.
Dabei geht es vor allem um die praktische Umsetzung für Anwohnerinnen und Anwohner. Die Stadt plant ein Besucherticket, mit dem Gäste länger in Bewohnerparkzonen parken können. Dieses Ticket soll 24 Stunden gültig sein und 10,20 Euro kosten. Das Modell ist Teil eines größeren Konzepts zur Parkraumbewirtschaftung in dicht bebauten Wohnquartieren. Grundlage ist eine Beschlussvorlage der Stadtverwaltung, über die in den kommenden Wochen weitere politische Gremien beraten.
Besonders relevant wird das Thema derzeit in zwei Wohngebieten Münsters. Geplant sind neue Bewohnerparkzonen rund um die Hammer Straße zwischen Ludgeriplatz und Josefskirche sowie im Quartier Klein Muffi zwischen Wolbecker Straße und Schillerstraße.
Solche Zonen sollen vor allem verhindern, dass Fahrzeuge von außerhalb dauerhaft in Wohnquartieren abgestellt werden. Stattdessen werden Anwohnerinnen und Anwohner bei der Parkplatzsuche bevorzugt. Fahrzeuge ohne entsprechenden Ausweis dürfen in diesen Bereichen meist nur begrenzte Zeit parken.
Für kurze Besuche soll weiterhin die Parkscheibe ausreichen. In der Regel sind dabei Parkzeiten von bis zu zwei Stunden möglich. Wer länger im Quartier parken möchte, müsste künftig ein Besucherticket nutzen.
Nach den Plänen der Verwaltung können ausschließlich Anwohnerinnen und Anwohner ein solches Ticket beantragen. Damit soll verhindert werden, dass Pendler oder Dauerparker das System ausnutzen. Für längere Aufenthalte könnten mehrere Tagesausweise hintereinander beantragt werden.
Während das 24-Stunden-Ticket bereits Teil der Planung ist, diskutieren Kommunalpolitiker derzeit über zusätzliche Varianten. In der Sitzung des Verkehrsausschusses wurde angeregt, neben dem Tagesausweis auch ein kürzeres Ticket zu prüfen, etwa für mehrere Stunden zu einem niedrigeren Preis.
Die Stadtverwaltung soll nun prüfen, ob ein solches Modell rechtlich möglich ist. Hintergrund ist die bundesweite Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr, die für solche Ausnahmegenehmigungen feste Gebührenrahmen vorsieht. Ob eine zusätzliche Ticketvariante tatsächlich umgesetzt werden kann, ist daher noch offen.
Die Diskussion zeigt, dass das Thema Besucherparken weiterhin politisch umstritten ist. Während einige Ratsmitglieder flexiblere Lösungen für Besuche im Alltag fordern, betonen andere die Bedeutung einer konsequenten Parkraumbewirtschaftung in Vierteln mit hohem Parkdruck.
Langfristig setzt die Stadt auf eine vollständig digitale Lösung für Besucherparkausweise. Anwohnerinnen und Anwohner sollen entsprechende Tickets online beantragen können, damit sie bei Bedarf kurzfristig ausgestellt werden können.
Allerdings befindet sich die technische Infrastruktur dafür noch im Aufbau. Deshalb plant die Stadt zunächst eine Übergangslösung. In dieser Phase soll ein Antrag über ein Onlineformular gestellt werden, der anschließend von der Verwaltung geprüft wird. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Antragsteller eine Bestätigung per E-Mail.
Die Kontrolle der Fahrzeuge soll digital erfolgen. Ein sichtbarer Parkausweis im Fahrzeug wäre damit nicht notwendig. Perspektivisch soll ein neues Verwaltungssystem eingeführt werden, das solche Verfahren vollständig digital abbilden kann.
Bevor das Besuchersystem tatsächlich eingeführt wird, müssen mehrere politische Gremien darüber beraten. Neben dem Verkehrsausschuss befassen sich weitere Ausschüsse sowie die Bezirksvertretung mit der Vorlage, bevor der Rat der Stadt Münster die endgültige Entscheidung trifft.
Die Einführung der Besucherparkregelung ist grundsätzlich im Laufe des Jahres geplant. Ziel ist es, den begrenzten Parkraum in Wohnquartieren besser zu steuern und gleichzeitig praktikable Lösungen für Besuche zu ermöglichen.
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