
Russland hat erstmals einen Prototyp der zweisitzigen Su-57D in die Luft gebracht. Die United Aircraft Corporation, die zum Staatskonzern Rostec gehört, erklärte am 19. Mai 2026, dass die Flugerprobung des zweisitzigen Mehrzweckkampfflugzeugs begonnen habe. Gesteuert wurde die Maschine demnach von Sergej Bogdan, dem Chefpiloten des Suchoi-Konstruktionsbüros. Der Flug verlief nach den Vorgaben des Flugprogramms.
Die Su-57D ist die zweisitzige Variante der Su-57, die Russland als Kampfflugzeug der fünften Generation einordnet. Gegenüber der einsitzigen Version besitzt der Prototyp eine verlängerte Cockpithaube und einen zweiten Arbeitsplatz hinter dem Piloten. Fachportale ordnen den Erstflug als überraschende öffentliche Enthüllung einer Variante ein, die zuvor nicht als fertiger fliegender Prototyp bekannt war.
Nach russischer Darstellung soll die Su-57D nicht nur für Kampfeinsätze, sondern auch als Schulungsflugzeug und als Plattform zur Führung von Einsätzen dienen. Rostec beschreibt die Maschine als Teil eines künftigen Verbunds aus bemannter und unbemannter Luftfahrt. Damit zielt das Konzept auf Szenarien, in denen ein zweites Besatzungsmitglied Sensoren, Waffen oder verbundene Drohnen koordinieren könnte. Unabhängig bestätigte Angaben zur konkreten Systemausstattung lagen zunächst nicht vor.
Der Erstflug kommt in einer Phase, in der Russland die Su-57 auch international stärker vermarktet. Moskau hatte Indien laut Medienberichten 2025 eine gemeinsame Produktion der Su-57 angeboten. Zugleich belasteten der anhaltende Krieg und Sanktionen die russischen Exportmöglichkeiten. Rostec erklärte im November 2025, die Verteidigungsexporte seien seit 2022 stark zurückgegangen, weil die Versorgung der eigenen Streitkräfte Vorrang habe.
Die Su-57 wird von Russland als Stealth-Kampfjet beworben. Die tatsächliche Radarsignatur, die Leistungsdaten der zweisitzigen Variante und mögliche Auswirkungen des veränderten Cockpits auf Reichweite, Gewicht oder Tarnwirkung wurden zunächst nicht unabhängig belegt. Fachliche Einordnungen verweisen darauf, dass ein zweiter Sitz in einem modernen Kampfflugzeug zusätzliche Aufgaben ermöglichen kann, aber auch konstruktive Anpassungen an Avionik, Treibstoffvolumen und Missionssystemen erforderlich macht.
Der Su-57D Erstflug markiert den Beginn der Flugerprobung eines Prototyps, nicht die Einsatzreife eines Serienflugzeugs. Ob Russland die zweisitzige Version für die eigenen Luftstreitkräfte beschafft, für Exportkunden entwickelt oder als Technologieträger nutzt, blieb zunächst offen. Klar ist: Die Su-57D erweitert das russische Programm um eine Variante, die stärker auf Ausbildung, Einsatzführung und mögliche Kooperation mit unbemannten Systemen zugeschnitten ist.
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