
Der schwedische Modekonzern H&M hat seine laufenden Aktienrückkäufe fortgesetzt. Zwischen dem 18. und 22. Mai 2026 kaufte H & M Hennes & Mauritz AB insgesamt 509.551 eigene B-Aktien zurück. Der gesamte Transaktionswert für die Woche lag bei rund 83,1 Millionen schwedischen Kronen. Seit Beginn des Programms wurden damit 874.551 B-Aktien für insgesamt rund 141,9 Millionen schwedische Kronen zurückgekauft.
Der H&M Aktienrückkauf 2026 ist Teil eines Programms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 280 Millionen schwedischen Kronen, das seit dem 11. Mai läuft und spätestens am 29. Mai endet. H&M begründet den Rückkauf mit der Absicherung von B-Aktien für Teilnehmer des langfristigen Anreizprogramms des Konzerns. Die Käufe erfolgten über die Nasdaq Stockholm.
Parallel dazu setzt H&M einen wichtigen Wechsel im Management um. Diego Teijeiro Ruiz übernimmt mit Wirkung zum 25. Mai die Funktion des Chief Information Officer. Er gehört damit zur Konzernleitung und berichtet direkt an CEO Daniel Ervér. Teijeiro Ruiz kommt von Inditex, dem Mutterkonzern von Zara, und bringt Erfahrung in Technologie, Daten, Produkt, Lieferkette, Filialbetrieb und Nachhaltigkeit mit.
Der Wechsel ist für H&M strategisch relevant, weil der Konzern seine digitalen Vertriebskanäle, die Warensteuerung und die Verbindung zwischen Onlinehandel und stationärem Geschäft ausbaut. H&M steht im internationalen Modehandel unter Druck durch schnelle Wettbewerber, verändertes Konsumverhalten und hohe Anforderungen an Preis, Sortiment und Verfügbarkeit.
H&M arbeitet 2026 weiter an einer Neuordnung seines Filialnetzes. Für das Geschäftsjahr plant der Konzern rund 80 Neueröffnungen und etwa 160 Schließungen. Zugleich werden bestehende Standorte umgebaut und technisch aufgewertet. Im ersten Quartal hatte die Optimierung des Filialportfolios noch einen leicht negativen Effekt auf den Umsatz, für das Gesamtjahr erwartet H&M jedoch einen leicht positiven Effekt.
Ende Februar 2026 betrieb die H&M Group weltweit 4.050 Stores. Ein Jahr zuvor waren es 4.213. Das entspricht einem Rückgang um 163 Standorte oder rund vier Prozent. Im ersten Quartal wurden 17 neue Geschäfte eröffnet und 68 geschlossen. Der Konzern verweist zugleich auf den weiteren Ausbau digitaler Angebote.
Bei den Neueröffnungen setzt H&M vor allem auf Wachstumsmärkte. In Brasilien sind für 2026 sieben neue Stores vertraglich vorgesehen, darunter der erste Standort in Rio de Janeiro. Paraguay soll im selben Jahr ein neuer H&M-Markt werden. Auch in Malta ist der erste Store über ein Franchise-Modell geplant. In der Ukraine startete H&M im ersten Quartal 2026 zudem wieder mit dem Onlinegeschäft.
Damit verschiebt der Konzern seine Schwerpunkte nicht einfach weg vom stationären Handel. Vielmehr wird das Netz stärker selektiert: H&M schließt Standorte, eröffnet aber neue Geschäfte in Regionen mit Wachstumspotenzial und verzahnt Filialen stärker mit digitalen Vertriebskanälen.
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der operative Gewinn von H&M um 26 Prozent auf 1,512 Milliarden schwedische Kronen. Die operative Marge lag bei 3,0 Prozent nach 2,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Konzern führte die Entwicklung vor allem auf eine stärkere Bruttomarge und Kostenkontrolle zurück.
Die Umsatzentwicklung blieb dagegen verhaltener. In lokalen Währungen sanken die Erlöse um ein Prozent. Mehr als 30 Prozent des Umsatzes erzielt H&M inzwischen online.
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