Bahnstrecke Berlin Hamburg: Was nach der Teilfreigabe wieder fährt und was weiter ausfällt

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Die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Seit dem 15. Mai 2026 fahren im nördlichen Abschnitt wieder Züge zwischen Hamburg und Hagenow Land. Die Bahnstrecke Berlin Hamburg soll nach Angaben der Deutschen Bahn vollständig am 14. Juni 2026 wieder freigegeben werden. Bis dahin bleiben im Fernverkehr und in Teilen des Regionalverkehrs Umleitungen, Ersatzverkehre und geänderte Fahrpläne bestehen.

Was seit dem 15. Mai wieder in Betrieb ist

Wieder befahrbar ist der fertiggestellte nördliche Streckenabschnitt von Hamburg bis Hagenow Land. Dadurch können Regionalzüge zwischen Hamburg und Schwerin sowie weiter Richtung Rostock und Stralsund wieder durchgehend fahren. Nach Angaben der Deutschen Bahn entfällt damit auch ein großer Teil des bisherigen Busersatzverkehrs in diesem Bereich. Fernzüge zwischen Hamburg und der Ostsee verkehren ebenfalls wieder auf ihrem Regelweg über Schwerin.

Für Reisende in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet die Teilfreigabe eine spürbare Entlastung. Verbindungen von Hamburg in Richtung Schwerin, Rostock und Stralsund sind wieder näher am normalen Fahrplan. Die Teilfreigabe betrifft jedoch nicht die gesamte Hauptachse nach Berlin.

Was bis zum 14. Juni noch fehlt

Die vollständige Freigabe der Strecke Hamburg Berlin ist für den kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni 2026 vorgesehen. Erst dann sollen Fernzüge, Regionalzüge und Güterzüge wieder auf dem regulären Weg fahren. Die Deutsche Bahn nennt als noch ausstehende Arbeiten unter anderem die Endmontage von Leit- und Sicherungstechnik, Arbeiten an Oberleitungen, ein Softwareupdate im Stellwerk Schwerin sowie weitere Arbeiten an Bahnhöfen.

Bis einschließlich 13. Juni bleibt der Ersatzverkehr für weitere Nahverkehrsverbindungen bestehen. Im VBB-Gebiet sollen die meisten von der Baustelle betroffenen Bahnlinien ab 14. Juni wieder normal fahren.

Fernverkehr fährt weiter über Umleitungsstrecken

Im Fernverkehr ändert sich bis einschließlich 13. Juni zunächst nichts am bestehenden Angebot. Zwischen Hamburg und Berlin fahren weiterhin direkte ICE-Züge auf der Umleitungsstrecke über Uelzen und Stendal. Die Fernzüge halten dabei auch in Salzwedel und Stendal, meist stündlich wechselnd zusätzlich in Lüneburg oder Uelzen. Die Fahrzeit zwischen Hamburg und Berlin verlängert sich nach Angaben des VBB um rund 45 Minuten.

Ab dem 14. Juni sollen die Züge wieder auf dem Regelweg fahren. Die Deutsche Bahn kündigt für die Zeit nach der vollständigen Freigabe ein größeres Angebot als vor der Sanierung an. Neben halbstündlichen ICE-Verbindungen soll Flixtrain im Zweistundentakt fahren.

Regionalverkehr bleibt auf mehreren Linien eingeschränkt

Besonders betroffen bleiben bis 13. Juni die Regionalverbindungen im Raum Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Im VBB-Gebiet nennt der Verkehrsverbund unter anderem Einschränkungen bei RE2, RE6, RE8, RB10, RB14, S1 und RB73. Linien fahren verkürzt, werden umgeleitet oder durch Busse ersetzt.

Für die Zeit bis 13. Juni sind die Baufahrpläne in der VBB-Fahrinfo, den VBB-Apps, auf bahn.de und im DB Navigator hinterlegt. Reisende sollten ihre Verbindung deshalb kurz vor Abfahrt prüfen. Das gilt besonders für Fahrten über Wittenberge, Nauen, Falkensee, Hennigsdorf, Neustadt an der Dosse und die Prignitz.

Ersatzbusse bleiben Teil des Angebots

Der Ersatzverkehr mit Bussen bleibt bis zur vollständigen Freigabe ein zentraler Bestandteil des Verkehrskonzepts. Im VBB-Gebiet werden nach Angaben des Verkehrsverbunds in Spitzenzeiten 27 Linien im Ersatzverkehr eingesetzt. Eine wichtige Rolle spielt die überregionale Buslinie X4, die Wittenberge über Perleberg, Kyritz, Nauen, Wustermark und Brieselang anbindet.

Für Fahrgäste bedeutet das weiterhin längere Reisezeiten und zusätzliche Umstiege. In Wustermark und Dallgow-Döberitz bestehen Anschlüsse zwischen Ersatzbussen und Bahnverkehr. Die Reiseplanung entlang der gesperrten Abschnitte bleibt bis Mitte Juni deutlich aufwendiger als im Regelbetrieb.

Warum sich die Sanierung verzögert hat

Ursprünglich sollte die Generalsanierung Ende April 2026 abgeschlossen sein. Die Deutsche Bahn verweist auf einen starken und langanhaltenden Wintereinbruch in Norddeutschland, der die eingeplanten Zeitpuffer aufgebraucht habe. Nach DB-Angaben bremsten Frost und eine geschlossene Schneedecke seit Januar den Baufortschritt.

Während der Korridorsanierung wurden nach Angaben der Bahn mehr als 165 Kilometer Gleise und fast 250 Weichen erneuert. Hinzu kamen neue Überleitstellen, neue und modernisierte Stellwerke sowie Arbeiten an 28 Stationen entlang der Strecke.

Was Reisende jetzt beachten sollten

Bis einschließlich 13. Juni bleibt für Fahrten zwischen Hamburg und Berlin mit längeren Reisezeiten zu rechnen. Im Fernverkehr fahren weiterhin direkte Züge, allerdings über die Umleitungsstrecke. Im Regionalverkehr hängen die Einschränkungen stark von der jeweiligen Linie und dem Abschnitt ab. Maßgeblich sind die aktualisierten Fahrpläne in den offiziellen Auskunftssystemen.

Ab dem 14. Juni soll der gesamte Korridor wieder regulär befahrbar sein. Damit endet nach aktuellem Stand die monatelange Vollsperrung der Hauptstrecke. Für Pendlerinnen und Pendler in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist die vollständige Freigabe die Voraussetzung dafür, dass Ersatzbusse und verkürzte Linienführungen wieder entfallen.

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