
Klaus Gjasula verlässt Rot-Weiss Essen. Der Drittligist bestätigte am Mittwoch, 10. Juni 2026, die vorzeitige Auflösung des noch laufenden Vertrags. Der Schritt erfolgte nach Vereinsangaben auf Wunsch des Spielers und im beiderseitigen Einvernehmen. Als Hintergrund nannte RWE familiäre Angelegenheiten.
Sportlich verliert Rot-Weiss Essen damit einen erfahrenen zentralen Mittelfeldspieler, der in der abgelaufenen Saison eine wichtige Rolle einnahm. Nach einem Bericht der WAZ, den liga3-online aufgriff, könnte Gjasula dennoch in der 3. Liga bleiben. Demnach soll Klaus Gjasula Hoffenheim II vor einem Wechsel stehen. Eine offizielle Bestätigung der TSG liegt bislang nicht vor.
Rot-Weiss Essen machte in seiner Mitteilung deutlich, dass die Trennung nicht aus sportlichen Gründen erfolgt sei. RWE-Direktor Profifußball Marcus Steegmann verwies auf den Wunsch des Spielers, den Vertrag wegen familiärer Angelegenheiten aufzulösen. Der Verein sei diesem Wunsch nachgekommen.
Gjasula selbst erklärte zum Abschied, dass es Themen gebe, die wichtiger und größer seien als der Fußball. Deshalb wolle er seinen Lebensmittelpunkt wieder näher in die Region verlegen, in der er aufgewachsen sei. Der 36 Jahre alte Mittelfeldspieler war im Januar 2025 vom SV Darmstadt 98 an die Hafenstraße gewechselt.
Nach Vereinsangaben kam Gjasula in anderthalb Spielzeiten auf 48 Pflichtspiele für Rot-Weiss Essen. Dabei erzielte er zwei Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. In der vergangenen Saison weist RWE für ihn 29 Einsätze, ein Tor und zwei Vorlagen aus.
Der frühere albanische Nationalspieler wurde bei RWE vor allem als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt. Seine Rolle lag weniger im offensiven Glanz als in Stabilität, Zweikampfführung und Erfahrung. Gerade im Zentrum brachte Gjasula jene Präsenz mit, die für eine Mannschaft in Drucksituationen wichtig sein kann.
Nach Informationen der WAZ soll Gjasula vor einem Wechsel zur TSG Hoffenheim II stehen. liga3-online griff den Bericht am Mittwochabend auf und formulierte den Wechsel als wahrscheinlich, aber nicht als abgeschlossen. Demnach soll Gjasula bei den Kraichgauern einen Zweijahresvertrag erhalten.
Für Hoffenheim II wäre ein solcher Transfer bemerkenswert. Die U23 der TSG spielt auch in der Saison 2026/27 in der 3. Liga. Ein Wechsel wäre deshalb kein Schritt in die Regionalliga Südwest, sondern würde Gjasula direkt zu einem Ligakonkurrenten führen. Da Hoffenheim den Transfer bislang nicht bestätigt hat, bleibt der Vorgang Berichtslage.
Gjasula bringt eine ungewöhnlich breite Laufbahn mit. Vor seiner Zeit bei Rot-Weiss Essen spielte er unter anderem für den Halleschen FC, den SC Paderborn 07, den Hamburger SV und den SV Darmstadt 98. Mit Paderborn und Darmstadt schaffte er jeweils den Aufstieg in die Bundesliga.
Seine Hauptposition ist das defensive Mittelfeld. Dort gilt er als robuster, körperlich präsenter Sechser, der Räume schließen, Duelle führen und eine Mannschaft ordnen kann. Zudem wurde er in seiner Karriere phasenweise auch defensiver eingesetzt. Seine Erfahrung aus Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und Nationalmannschaft macht ihn für eine junge U23 besonders interessant.
Für Rot-Weiss Essen ist der Abgang offiziell. Für Hoffenheim II ist der Wechsel dagegen weiterhin nicht bestätigt. Deshalb muss die Personalie sauber getrennt werden: Die Vertragsauflösung bei RWE ist Fakt, der mögliche Anschlussvertrag bei der TSG Hoffenheim II beruht bislang auf dem WAZ-Bericht.
Sollte sich der Wechsel bestätigen, würde Gjasula in der kommenden Saison direkt auf seinen bisherigen Verein treffen können. Für RWE endet damit ein kurzer, aber prägender Abschnitt mit einem erfahrenen Spieler, der in Essen vor allem als Stabilisator und Führungsspieler wahrgenommen wurde.
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