
Ein Schuppenbrand Bad Liebenzell-Möttlingen hat am Mittwochabend einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Calw wurden die Einsatzkräfte am 10. Juni um 20.05 Uhr zu einem Großbrand im Bad Liebenzeller Ortsteil Möttlingen alarmiert. Die Rauchsäule war weithin sichtbar. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde auch über eine Warn-App informiert. Benachbarte Wohnhäuser wurden vorsorglich evakuiert.
Der brennende Schuppen lag nach Angaben der Feuerwehr in einer schwierigen Umgebung. Das Gebäude war von Wohnbebauung, Bäumen und Sträuchern umgeben. Löschfahrzeuge konnten deshalb nicht direkt bis an den Brandort heranfahren. Im Einsatz waren Kräfte aus Möttlingen, Bad Liebenzell, Unterhaugstett, Althengstett und Calw. Auch ein Teleskopgelenkmast aus Althengstett wurde eingesetzt, um über das Dach eines Hauses hinweg löschen zu können.
Wegen der starken Rauchentwicklung Möttlingen wurde zusätzlich der Zug Messtechnik aus Sindelfingen angefordert. Die Einheit sollte die Rauchbelastung prüfen. Außerdem kam die Drohneneinheit des Landkreises zum Einsatz. Sie erkundete und überwachte das Brandgeschehen aus der Luft. Die benachbarten Wohnhäuser blieben währenddessen vorsorglich geräumt. Angaben zu verletzten Personen enthält die Mitteilung nicht.
Der Feuerwehreinsatz Bad Liebenzell zog sich über Stunden hin. Insgesamt 32 Brandschutzkräfte gingen im Wechsel unter Atemschutz vor. Sie arbeiteten in Zweier-Trupps mit fünf C-Rohren und einem B-Rohr. Frische Atemschutzgeräte wurden durch die Feuerwehr Calw mit dem Abrollbehälter Atemschutz bereitgestellt. Die massive Bauweise des Schuppens und der kompakte Lagerinhalt erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich.
Erst nach rund zwei Stunden konnte das Dach geöffnet werden, unter dem sich ein Schwerpunkt des Feuers befand. Zur Unterstützung wurde ein Teleskoplader aus Calw eingesetzt, der wegen seiner kompakten Größe nah an das Gebäude heranfahren konnte. Die Wasserversorgung wurde unter anderem durch einen nahe gelegenen Hochbehälter gesichert. Nach Angaben der Feuerwehr sollte die Brandbekämpfung bis tief in die Nacht andauern, um letzte Glutnester auszuschließen.
Bei dem Einsatz waren rund 100 Feuerwehrleute mit 22 Fahrzeugen beteiligt. Zusätzlich waren der DRK-Ortsverein Schömberg/Bad Liebenzell mit seiner Bereitschaft sowie die Polizei mit zwei Streifen und vier Beamten vor Ort. Die Abteilung Maisenbach blieb im Feuerwehrmagazin Bad Liebenzell zur Grundsicherung der Bevölkerung in Bereitschaft. Sie wurde während des laufenden Einsatzes zu einem weiteren Einsatz alarmiert.
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