Kultur, Markt und Musik: Afrika Festival 2026 startet in Münster

Das Afrika Festival Münster 2026 bietet Kunst aus Tansania, Musik, Markt, Lesungen, Film und Familienprogramm an mehreren Orten der Stadt.

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Das Afrika Festival Münster 2026 bringt Kunst, Musik, Literatur, Film und Begegnung an verschiedene Orte der Stadt. Vom 8. bis 14. Juni steht Münster im Zeichen afrikanischer Gegenwartskultur. Ergänzt wird das Programm durch Lesungen am 1. und 16. Juni sowie eine große Ausstellung, die bis Ende Juli zu sehen ist.

Veranstaltet wird das 26. Afrika Festival von der Afrika Kooperative Münster e.V. Im Zentrum stehen der Afrikanische Markt im Rathausinnenhof, die Ausstellung „Weltkunst aus Tansania – Mehr als Tingatinga!“, Konzerte, Tanz, Kinderprogramm, Lesungen und eine Afro-Caribbean Night.

Ausstellung zeigt die Vielfalt tansanischer Kunst

Ein zentraler Bestandteil des Afrika Festivals ist die Ausstellung „Weltkunst aus Tansania – Mehr als Tingatinga!“. Sie wird am Montag, 8. Juni 2026, um 18 Uhr im Foyer der Deutschen Rentenversicherung Westfalen an der Gartenstraße 194 eröffnet. Zugleich bildet die Vernissage den offiziellen Auftakt des Festivals. Gezeigt werden mehr als 50 Werke zeitgenössischer tansanischer Malerei. Damit richtet die Ausstellung den Blick auf eine Kunstszene, die international oft auf den bekannten Tingatinga-Stil reduziert wird, tatsächlich aber deutlich breiter und vielfältiger ist.

Kurator Fritz Gleiß von tanzaniart.de führt zur Eröffnung in die moderne Malerei Tansanias ein. Erwartet werden unter anderem Seidou Karidio von der Afrika Kooperative Münster, Thomas Keck von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, Münsters Bürgermeisterin Angela Stähler, Honorarkonsulin Petra Hammelmann sowie Natalia Vaas. Musikalisch und künstlerisch begleiten Saxophonist Greg Oji, das Projekt „WüstenWorte“, der afrikanische Gospelchor Njabulo und die Martin Luther Kantorei aus Südafrika den Abend. Die Ausstellung bleibt vom 8. Juni bis zum 31. Juli 2026 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Afrikanischer Markt wird zum Treffpunkt im Rathausinnenhof

Am Samstag, 13. Juni, und Sonntag, 14. Juni 2026, wird der Rathausinnenhof an der Syndikatgasse zum zentralen Treffpunkt des Festivals. Beim Afrikanischen Markt erwartet Besucherinnen und Besucher ein Programm mit Musik, Tanz, Infoständen, kulinarischen Angeboten und Begegnungen mit verschiedenen Initiativen. Am Samstag beginnt der Markt um 11 Uhr und läuft bis 22 Uhr. Das Bühnenprogramm startet um 12 Uhr mit einer Begrüßung durch Seidou Karidio, Klaus Rosenau und Natalia Vaas.

Anschließend treten unter anderem die Trommelgruppe KPANLOGO, das Wakukaya Theater aus Tansania, Ya Ya Nène, Mama Marten, das Ensemble artistique GRAND-Z, Edgar Muzah und Papa Africa auf. Die musikalische Bandbreite reicht von westafrikanischen Rhythmen über Afro-Jazz bis Reggae. Ergänzt wird das Programm durch Infostände verschiedener Vereine. Auch die Kimbanguistische Gemeinde ist vertreten und informiert über ihre Glaubensgemeinschaft.

Familienprogramm am Sonntag mit Musik und Geschichten

Der zweite Markttag am Sonntag, 14. Juni, richtet sich besonders an Familien. Der Afrikanische Markt ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, das Familienprogramm läuft von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Auf der Bühne stehen unter anderem Burkina Azza aus Burkina Faso, Djembe Fo Dia, Mama Marten, Adesa aus Ghana sowie Meïmouna und Jones aus Deutschland und Senegal.

Für Kinder gibt es Geschichten „Unter dem Palaverbaum“ mit Ibrahima „Ibo“ Ndiaye aus dem Senegal. Zum Abschluss spielen Jeannot Akono & Friends ein Programm zwischen afrikanischer Folklore, Blues, Reggae und Afrobeat. Damit wird der Sonntag zu einem offenen Festtag für Familien, Musikinteressierte und alle, die afrikanische Kultur in Münster erleben möchten.

Afro-Caribbean Night bringt Festivalstimmung in den Club

Nach dem Markttag am Samstag geht das Festival am Abend weiter. Um 22 Uhr beginnt im Salsomania an der Mauritzstraße 30 die Afro-Caribbean Night. Einlass ist ab 21 Uhr. DJ Maura V und DJ Nathalie Cijntje aus Holland legen Musik aus verschiedenen Stilrichtungen auf.

Geplant sind unter anderem Dancehall, Reggae, Soca, Afrobeats, Kizomba, R&B, Hip-Hop, Disco und Soul. Die Party ergänzt das Tagesprogramm um einen Clubabend, der afrikanische und karibische Sounds miteinander verbindet.

Literaturprogramm mit Stimmen aus Afrika und der Diaspora

Auch Literatur nimmt beim Afrika Festival Münster 2026 eine wichtige Rolle ein. Bereits am 1. Juni liest Lutz van Dijk um 19 Uhr im Forum der Volkshochschule Münster aus „Die weite Welt – New York bis Kapstadt“. Das Gespräch führt Dr. Moustapha Diallo. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Am Sonntag, 14. Juni, folgt um 12 Uhr ebenfalls im Forum der Volkshochschule die Lesung „Der Rabe, der mich liebte“ mit Abdelaziz Baraka Sakin aus dem Sudan. Der Schauspieler Stefan Nászay liest aus dem Roman, Larissa Bender führt das Gespräch mit dem Autor auf Arabisch und Deutsch. Für Kinderbetreuung ist von 12 bis 14 Uhr gesorgt, eine Anmeldung ist bis zum 8. Juni möglich. Am Dienstag, 16. Juni, stellt Edson Incopté um 19 Uhr in der Stadtbücherei Münster „Der Pitangabaum der Nachbarin“ vor. Die Anthologie gibt Einblicke in Literatur aus Guinea-Bissau.

Filmabend im Cinema Münster ergänzt das Programm

Zum Rahmenprogramm gehört außerdem eine Filmvorführung im Cinema Münster. Am Dienstag, 16. Juni, wird um 18 Uhr der Film „Borga“ gezeigt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der MISSIO-Diözesanstelle im Bistum Münster statt.

Der Film erzählt von den Brüdern Kojo und Kofi, die auf der Elektroschrott-Müllhalde Agbogbloshie in Accra aufwachsen. Später geht Kojo nach Deutschland. Dort zeigt sich, dass die Hoffnungen auf ein besseres Leben schwieriger einzulösen sind, als es aus der Ferne erscheint.

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