
Henning Baum heute bei RTL bedeutet einen ungewöhnlichen Blick auf die Bundeswehr. Der Schauspieler begleitet in der Dokumentation Einsatz für Henning Baum: Was es jetzt heißt, Bundeswehrsoldat zu sein Soldatinnen und Soldaten in Ausbildung, Training und Gesprächssituationen. Die Sendung läuft am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 22:30 Uhr bei RTL. Es handelt sich nicht um eine neue Produktion, sondern um eine Wiederholung der 2022 erstmals gezeigten Bundeswehr Folge der Reihe. Der Inhalt wirkt dennoch aktuell, weil Verteidigung, Sicherheit und die Rolle der Bundeswehr in Europa seit dem russischen Angriff auf die Ukraine dauerhaft im Mittelpunkt politischer Debatten stehen.
RTL zeigt die Bundeswehr Doku heute im Anschluss an Die Bachelors. Der Sendeplatz ist von 22:30 Uhr bis 00:00 Uhr vorgesehen. Die Folge gehört zur Doku Reihe Einsatz für Henning Baum, in der der Schauspieler verschiedene Berufs und Einsatzwelten aus nächster Nähe kennenlernt. Nach Stationen bei Polizei und GSG 9 widmet sich diese Ausgabe der Bundeswehr. In der Episodenübersicht ist Was es jetzt heißt, Bundeswehrsoldat zu sein als zweite Folge der Reihe gelistet. Die Sendung wurde 2022 produziert und erstmals im Umfeld der damals stark veränderten Sicherheitslage in Europa ausgestrahlt.
Im Mittelpunkt steht kein klassischer Studiobericht, sondern ein Erfahrungsformat. Henning Baum meldet sich für Teile des Dienstalltags und begleitet eine Grundausbildung der Luftwaffe im pfälzischen Germersheim. Dort erlebt er Grundregeln, körperliche Anforderungen und den engen Alltag mit Rekruten. Danach führt die Doku ihn zur flugmedizinischen Untersuchung. In einer Zentrifuge des Flugmedizinischen Instituts wird getestet, wie der Körper auf extreme Beschleunigungskräfte reagiert. Eine weitere Station ist das Überlebenstraining auf See bei der Marine in Bremerhaven. Dort geht es um Rettung nach einer simulierten Notwasserung und um Verfahren, die für fliegendes Personal im Ernstfall lebenswichtig sein können.
Ein auffälliger Teil der Dokumentation ist der Eurofighter Mitflug. Baum erlebt dabei als Passagier im Zweisitzer, welche körperlichen Belastungen beim militärischen Fliegen entstehen können. Die Folge nutzt diese Szenen nicht nur als spektakulären Höhepunkt, sondern verbindet sie mit der Frage, warum Menschen sich für einen solchen Beruf entscheiden. Baum spricht mit jungen Soldatinnen und Soldaten über Motivation, Verpflichtungszeit und Risiken. Hinzu kommen Gespräche mit Veteranen und Angehörigen. Dabei geht es um Auslandseinsätze, psychische Belastungen und die Frage, wie Gesellschaft und Politik mit den Erfahrungen von Soldaten umgehen. Der Vorschau Ton bleibt damit ernst und beobachtend.
Als die Doku entstand, fiel der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in die Dreharbeiten. Dadurch wurde aus einem Blick hinter die Kulissen der Bundeswehr auch eine Sendung über die Rückkehr von Landes und Bündnisverteidigung in die öffentliche Debatte. 2026 ist dieses Thema weiter präsent. Die Bundeswehr wurde strukturell stärker auf Abschreckung und Verteidigung ausgerichtet. Gleichzeitig baut Deutschland mit der Panzerbrigade 45 einen dauerhaft in Litauen stationierten Großverband auf, der bis Ende 2027 einsatzbereit sein soll und die NATO Ostflanke im Baltikum stärken soll. Die RTL Doku erklärt diese Entwicklungen nicht tagesaktuell im Detail, zeigt aber, was Dienst in Uniform für einzelne Menschen körperlich, beruflich und persönlich bedeuten kann.
Die Reihe lebt davon, dass Henning Baum nicht nur beobachtet, sondern selbst in ausgewählte Abläufe hineingeht. Gerade bei der Bundeswehr Folge entsteht dadurch ein direkter Zugang zu Routinen, Belastungen und Gesprächen, die in klassischen Nachrichtenbeiträgen oft nur kurz vorkommen. Die Sendung stellt keine militärpolitische Analyse im engeren Sinn dar, sondern verbindet Reportage, Selbstversuch und Begegnung. Für Zuschauerinnen und Zuschauer ist deshalb weniger die Frage entscheidend, ob Baum jede Prüfung besteht. Wichtiger ist, welche Anforderungen an Soldatinnen und Soldaten sichtbar werden und wie sich der Dienst zwischen Kameradschaft, Disziplin, Einsatzbereitschaft und persönlichem Risiko bewegt.
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