Großer Solarpark in Senden-Schölling nimmt erste politische Hürde

Großer Solarpark in Senden-Schölling nimmt erste politische Hürde
Symbolfoto: Raphael Cruz

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Kreis Coesfeld/Senden. Ein großes Energieprojekt in Senden-Schölling ist politisch einen Schritt weiter. Für den geplanten Solarpark Senden des Energiekonzerns EnBW soll die Bauleitplanung starten, nachdem die Fraktionen im Bau- und Planungsausschuss dem Verfahren zugestimmt haben.

Bauleitplanung für 42 Hektar große Anlage soll beginnen

Der geplante Solarpark Schölling soll auf Flächen beiderseits der K4 an der Bulderner Straße entstehen. Nach den bisher bekannten Angaben umfasst das Vorhaben rund 42 Hektar. Vorgesehen ist nicht nur eine Photovoltaikanlage, sondern ein kombiniertes Energiekonzept mit zwei Windenergieanlagen und einem Batteriespeicher. Der erzeugte Strom könnte rechnerisch rund 18.500 Haushalte versorgen.

Mit der Entscheidung ist das Projekt noch nicht endgültig genehmigt. Die Zustimmung der Fraktionen bedeutet zunächst, dass die Gemeinde den planungsrechtlichen Weg für das Vorhaben eröffnet. Dafür muss Baurecht geschaffen werden. Wegen der Größe des Projekts ist neben der Kommune auch der Regionalrat der Bezirksregierung einzubeziehen.

Das Vorhaben hatte bereits vor der Entscheidung Aufmerksamkeit ausgelöst. Die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses war nach Medienberichten gut besucht. Für Senden ist das Projekt vor allem deshalb relevant, weil es eine erhebliche Fläche betrifft und zugleich in die kommunale Debatte über erneuerbare Energien, Flächennutzung und Landwirtschaft fällt.

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Landwirtschaftliche Fläche, Landschaftsschutz und Energieertrag

Ein zentraler Punkt bleibt die Nutzung der Fläche. Die Solarpaneele sollen nach den bisherigen Projektangaben etwa 80 Zentimeter über dem Boden beginnen und gut drei Meter hoch aufragen. Eine klassische landwirtschaftliche Nutzung wäre auf den betroffenen Flächen nicht mehr möglich. Schafsbeweidung unter den Modulen wird dagegen als mögliche Nutzung genannt.

Der nördliche Teil der geplanten Flächen liegt in einem Landschaftsschutzgebiet. Deshalb soll eine Verträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Diese Prüfung wird für das weitere Verfahren wichtig sein, weil das Projekt nicht nur energiepolitische Ziele berührt, sondern auch Fragen des Landschaftsbildes, des Naturschutzes und der bisherigen Flächennutzung.

EnBW setzt bei dem Projekt auf die Bündelung von Photovoltaik, Windenergie und Batteriespeicher. Zudem sind finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger im Gespräch, darunter Nachrangdarlehen und Geschäftsanteile. Auch Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde werden als möglicher Effekt genannt. Ob und wann der EnBW Solarpark Senden tatsächlich gebaut wird, hängt nun vom weiteren Planungsverfahren ab.

Fraktionen unterstützen den Start trotz offener Fragen

Die Fraktionen im Bau- und Planungsausschuss unterstützten den Start der Bauleitplanung, obwohl einzelne Punkte weiter diskutiert werden dürften. Thematisiert wurden unter anderem der Verlust landwirtschaftlicher Fläche, die Größe der Anlage und die Frage, ob Agri-Photovoltaik geprüft werden kann. Dabei geht es um Anlagen, bei denen Energieerzeugung und landwirtschaftliche Nutzung stärker miteinander verbunden werden.

Auch der Dialog mit dem Umfeld spielt für das weitere Verfahren eine Rolle. Nach den bisherigen Angaben soll EnBW auf Akzeptanz und Beteiligung setzen. Für die Gemeinde wird entscheidend sein, wie das Projekt in den kommenden Schritten fachlich geprüft, politisch begleitet und gegenüber der Bevölkerung erklärt wird.

Die politische Entscheidung ist damit vor allem ein Auftakt. Der Solarpark Schölling hat Rückhalt für den Einstieg in die Planung bekommen, doch bis zu einer möglichen Umsetzung stehen noch weitere Verfahrensschritte an.

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