Sattelzug überfährt Leitplanke: Fahrer im Gelände eingeklemmt

Sattelzug überfährt Leitplanke: Fahrer im Gelände eingeklemmt
Symbolbild mit KI generiert

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Ein Lkw-Unfall auf der A96 bei Wangen hat am Montagnachmittag zu einer stundenlangen Vollsperrung und einem kilometerlangen Stau geführt. Ein 41 Jahre alter Sattelzugfahrer kam kurz hinter dem Herfatzer Tunnel von der Autobahn ab und überfuhr die Leitplanke. Der Lastwagen blieb erst rund 150 Meter weiter in einem steilen Gelände neben der Fahrbahn stehen. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt.

Sattelzug verunglückt bei Wangen hinter dem Herfatzer Tunnel

Der 41-Jährige war am Montag, 13. Juli 2026, gegen 14 Uhr auf der A96 in Fahrtrichtung München unterwegs. Kurz nach dem Herfatzer Tunnel kam der Sattelzug nach Angaben des Polizeipräsidiums Ravensburg aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab.

Das Fahrzeug überfuhr die Leitplanke und bewegte sich anschließend noch etwa 150 Meter durch das steile Gelände neben der Autobahn. Dort kam der unbeladene Containerzug zum Stehen. Der Fahrer konnte das schwer beschädigte Führerhaus nicht selbstständig verlassen. Die Verkehrspolizei Kißlegg hat die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls aufgenommen.

Lkw-Fahrer auf A96 schwer verletzt und mit Hubschrauber ausgeflogen

Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Bergwacht arbeiteten rund eine Stunde daran, den eingeklemmten Fahrer aus dem Führerhaus zu befreien. Gegen 15 Uhr gelang es den Helfern, den 41-Jährigen aus dem Fahrzeug zu retten.

Ein Rettungshubschrauber brachte den schwer verletzten Mann anschließend in ein Krankenhaus. Nähere Angaben zu seinen Verletzungen oder seinem aktuellen Gesundheitszustand lagen zunächst nicht vor. An dem Sattelzug entstand nach Einschätzung der Polizei ein wirtschaftlicher Totalschaden von etwa 450.000 Euro. Weitere mindestens 20.000 Euro Schaden entstanden an der Leitplanke und an Bauteilen einer angrenzenden Brücke.

Betriebsstoffe gelangen nach Lkw-Unfall in einen Bach

Bei dem Lkw-Unfall auf der A96 bei Wangen liefen Betriebsstoffe aus dem beschädigten Fahrzeug aus. Ein Teil davon gelangte laut Polizei in einen Bachlauf unterhalb der Autobahn. Das zuständige Umweltamt schickte deshalb einen Mitarbeiter zur Unfallstelle.

Ein Spezialfahrzeug saugte das verunreinigte Wasser ab. Angaben zum Umfang der Verunreinigung oder zu möglichen Folgen für die Umwelt machte die Polizei zunächst nicht. Parallel dazu bereitete ein Spezialunternehmen die Bergung des Containerzugs vor. Wegen des steilen und schwer zugänglichen Geländes musste dazu ein Kran eingesetzt werden.

A96-Sperrung bei Wangen sorgt für kilometerlangen Stau

Die Autobahn blieb zwischen den Anschlussstellen Wangen-West und Wangen-Nord in Fahrtrichtung München vollständig gesperrt. Die Bergungsarbeiten sollten nach Einschätzung der Polizei bis in die Abendstunden dauern. Die Straßenmeisterei richtete eine großräumige Umleitung ein.

Durch die A96-Sperrung bei Wangen bildete sich ein mehrere Kilometer langer Rückstau. Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes verteilten Getränke an die im Stau wartenden Verkehrsteilnehmer. Wann die Autobahn wieder vollständig freigegeben werden konnte, war zum Zeitpunkt der Polizeimeldung noch nicht bekannt.

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