Tödlicher Absturz im Postalm-Klettersteig bei Strobl

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein junger Bergsteiger aus Tschechien ist am Postalmklamm-Klettersteig bei Strobl im Salzburger Land tödlich verunglückt. Der 22-Jährige stürzte am Vormittag des 13. Juli 2026 auf dem gesicherten Zustieg rund 40 bis 50 Meter in steiles, bewaldetes Gelände ab. Bergretter seilten sich zu ihm hinunter. Der Notarzt eines Rettungshubschraubers konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Unfall kurz vor der ersten Hängebrücke

Nach Angaben der Polizei Salzburg war der 22-Jährige mit fünf weiteren Personen aus Tschechien unterwegs. Die sechsköpfige Gruppe verfügte demnach über die für einen Klettersteig erforderliche Ausrüstung. Sie befand sich auf dem seilversicherten Zustieg zum eigentlichen Einstieg des Postalmklamm-Klettersteigs im Gemeindegebiet von Strobl. Kurz vor der ersten Hängebrücke verlor der Mann aus bislang ungeklärter Ursache den Halt und stürzte in dem steilen Waldgelände 40 bis 50 Meter ab.

Regionale Berichte verorten die Unfallstelle im Bereich der sogenannten Seufzerbrücke am Beginn der Route. Die Polizei spricht von einem Unfall am Vormittag, die Bergrettung wurde gegen Mittag alarmiert.

Bergretter seilen sich in die Klamm ab

Mitglieder der Bergrettung Strobl rückten nach der Alarmierung zum Klettersteig aus und seilten sich rasch zum Abgestürzten hinunter. Auch ein Notarzt wurde mit einem Rettungshubschrauber an die schwer zugängliche Unfallstelle gebracht. Für den jungen Mann kam dennoch jede Hilfe zu spät. Er hatte bei dem Absturz tödliche Verletzungen erlitten.

Die Bergung des Verstorbenen erfolgte anschließend mit Unterstützung der Flugpolizei Salzburg. Die fünf weiteren Mitglieder der Reisegruppe wurden von der Bergrettung sicher aus dem Klettersteig begleitet. Für ihre Betreuung wurde ein Kriseninterventionsteam hinzugezogen.

Ursache des tödlichen Absturzes bleibt offen

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang liegen bei der Alpinpolizei. Bis zum Stand vom 14. Juli war nicht geklärt, weshalb der 22-Jährige auf dem Zustieg abstürzte. Weder ein Ausrutscher noch ein Sicherungsfehler, Materialversagen, Steinschlag oder ein Wetterumschwung wurden von der Polizei als Ursache bestätigt.

Der Unfall ereignete sich zudem noch auf dem seilversicherten Zustieg und damit vor den zentralen Kletterpassagen der Route. Ob die Beschaffenheit des Geländes oder ein persönlicher Fehltritt eine Rolle spielten, sollen die weiteren Erhebungen der Alpinpolizei klären.

Postalmklamm-Klettersteig führt durch steile Schlucht

Der Postalmklamm-Klettersteig liegt bei Strobl südlich des Wolfgangsees im Salzburger Teil des Salzkammerguts. Die Route führt durch eine enge Schlucht und umfasst mehrere Seil- und Hängebrücken sowie steile Kletterpassagen. Die Tourismusinformation der Region stuft die Tour als sehr schwer ein. Für die rund 5,5 Kilometer lange Strecke werden etwa dreieinhalb Stunden, 450 Höhenmeter im Aufstieg und eine gute Kondition angegeben.

Der Fall verdeutlicht, dass auch der gesicherte Zustieg zu einem Klettersteig volle Aufmerksamkeit erfordert. Welche konkrete Situation in Strobl zum Absturz führte, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

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