Lindt zieht in Münster von der Bergstraße ins Haus Ehring

Lindt zieht in Münster von der Bergstraße ins Haus Ehring
Symbolbild mit KI erstellt

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Münster. Lindt verlegt seinen Standort in Münster an die Rothenburg. Der Schokoladenhersteller soll am 27. August im sanierten Haus Ehring an der Rothenburg 45 eröffnen. Die bisherige Boutique an der Bergstraße soll im Zuge des Umzugs schließen.

Neuer Lindt Store entsteht auf rund 260 Quadratmetern

Die Ansiedlung in dem historischen Gebäude war bereits seit dem Frühjahr vorbereitet worden. Im März hatte der Immobilienberater SQM die Vermietung einer rund 260 Quadratmeter großen Handelsfläche an ein international bekanntes Schweizer Chocolatier- und Confiserieunternehmen bekannt gegeben. Der Name des Mieters wurde damals noch nicht veröffentlicht.

Mit Lindt erhält das Gebäude nun einen neuen Einzelhandelsnutzer in einer der wichtigsten Einkaufslagen Münsters. Die Wirtschaftsförderung ordnet die Rothenburg als Toplage ein. Sie verbindet den Prinzipalmarkt mit den Münster Arkaden und gehört zu den stärker frequentierten Straßen der Innenstadt. In ihrem Handelsimmobilienreport hatte die Wirtschaftsförderung auch auf die umfassende Sanierung der Rothenburg 45 hingewiesen.

Aktuell führt Lindt auf seiner eigenen Internetseite noch die Boutique an der Bergstraße 75. Angaben zum neuen Standort, zu den Öffnungszeiten und zum endgültigen Eröffnungstermin sind dort bislang nicht veröffentlicht.

Haus Ehring ist seit fast 190 Jahren ein Geschäftsstandort

Der Einzug von Lindt setzt eine lange Handelsgeschichte an der Rothenburg 45 fort. Die Weißwarenhandlung M. F. Ehring bezog das Gebäude bereits 1837. Das Unternehmen handelte dort unter anderem mit Wäsche und anderen Textilien. Der Name der früheren Eigentümerfamilie prägt die Bezeichnung Haus Ehring bis heute.

Auch architektonisch zählt das Gebäude zu den besonderen Häusern der Münsteraner Innenstadt. Das dreigeschossige Backsteinhaus besitzt eine gotische Sandsteinfassade, deren Ursprünge auf die Zeit um 1500 zurückgehen. Die heutige Form des Giebels entstand bei einem Umbau im 18. Jahrhundert. Seit Februar 1987 ist das Haus als Baudenkmal eingetragen.

Bei einem Bombenangriff im Oktober 1944 wurden die Rückseite und Teile des Innenraums beschädigt. Schon 1947 konnten die Geschäftsräume wieder genutzt werden. Nach mehreren späteren Umbauten wurde das Gebäude zuletzt grundlegend saniert. Mit dem Lindt Store beginnt Ende August das nächste Kapitel der fast 500 Jahre alten Immobilie.

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