
Münster. Die Universität Münster gehört im aktuellen Förderranking des Deutschen Akademischen Austauschdienstes zu den besonders erfolgreichen Hochschulen. Für das Jahr 2025 weist die Auswertung fünf Millionen Euro aus dem europäischen Programm Erasmus+ aus.
Damit liegt die Hochschule aus Münster hinter der Hochschule Karlsruhe und der Technischen Universität München. Wie der Deutsche Akademische Austauschdienst mitteilt, erhielt die Hochschule Karlsruhe rund acht Millionen Euro. Knapp sieben Millionen Euro entfielen auf die Technische Universität München.
Die fünf Millionen Euro für die Universität Münster stammen aus dem EU-Programm Erasmus+. Dieses unterstützt unter anderem den internationalen Austausch von Studierenden sowie die Zusammenarbeit europäischer Hochschulen. Nähere Angaben dazu, für welche einzelnen Projekte die Universität Münster die Mittel verwendet, enthält die veröffentlichte Förderbilanz nicht.
Dennoch zeigt das DAAD-Förderranking, dass die Universität Münster bei der Einwerbung von Erasmus-Mitteln bundesweit zu den besonders erfolgreichen Hochschulen zählt. Nordrhein-Westfalen gehört außerdem neben Baden-Württemberg und Bayern zu den Bundesländern, deren Hochschulen 2025 besonders stark von verschiedenen Förderprogrammen des DAAD profitierten.
Bei der gesamten DAAD-Förderung erreichten andere Hochschulen die höchsten Beträge. Die Technische Universität München erhielt insgesamt 17 Millionen Euro. Danach folgten die Technische Universität Dresden mit zwölf Millionen Euro und die Technische Universität Berlin mit elf Millionen Euro.
Die Zahlen umfassen unterschiedliche Förderbereiche. Dazu zählen Stipendien für einzelne Studierende und Promovierende sowie die Finanzierung von Projekten und internationalen Hochschulprogrammen. Deshalb lassen sich die Gesamtbeträge nicht unmittelbar mit der Erasmus-Förderung der Universität Münster vergleichen.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst erstellt seine Förderbilanzen seit dem Jahr 2000. Berücksichtigt werden derzeit 244 Mitgliedshochschulen. Die Auswertungen erfassen sowohl die individuelle Förderung als auch die Projekt- und Programmförderung.
Zudem veröffentlicht der DAAD eine Übersicht der 100 Hochschulen mit den höchsten Förderbeträgen. Ergänzende Auswertungen setzen die Summen in Beziehung zur jeweiligen Zahl der Studierenden. Dadurch können kleinere Hochschulen mit großen Universitäten verglichen werden.
Bei der Förderung einzelner Studierender und Promovierender führte 2025 die Technische Universität München mit 453 Geförderten. Es folgten die Ludwig-Maximilians-Universität München mit 395 und die Universität Heidelberg mit 380 Personen. Besonders hohe Förderquoten gemessen an der Studierendenzahl erzielten vor allem Kunsthochschulen und kleinere spezialisierte Einrichtungen.
Bei der Projekt- und Programmförderung lagen die Technischen Universitäten Berlin, München und Dresden vorn. Die Universität Münster wird in der Mitteilung dagegen besonders wegen ihrer Erasmus+-Mittel genannt. Damit unterstreicht das Förderranking die Bedeutung internationaler Hochschulkooperationen für den Wissenschaftsstandort Münster.
Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst, Veröffentlichung vom 17. Juli 2026
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