
Münster. Die Westfalen-Woche 2026 bringt vom 28. Juli bis zum 2. August hochklassigen Pferdesport nach Münster-Handorf. Sechs Tage lang stehen im Westfälischen Pferdezentrum an der Sudmühlenstraße Dressur- und Springprüfungen, Nachwuchschampionate, Eliteschauen und Fohlenauktionen auf dem Programm. Veranstaltet wird die Westfalen-Woche vom Westfälischen Pferdestammbuch und dem Reit- und Fahrverein Handorf-Sudmühle.
Zum Nennungsschluss Mitte Juli waren nach den vorliegenden Angaben 678 Teilnehmer mit insgesamt 2.582 Pferden gemeldet. Die konkreten Zahlen wurden auf der derzeit abrufbaren Veranstaltungsseite allerdings noch nicht unabhängig bestätigt. Auch der Eintritt soll für Besucher kostenlos sein, wird dort bislang jedoch nicht ausdrücklich erwähnt.
Sportlich reicht das Programm von Prüfungen für junge Nachwuchspferde bis zur schweren Klasse. Im Springen bildet eine S***-Prüfung mit Hindernissen bis 1,50 Meter einen der Höhepunkte. Sie ist zugleich die dritte Wertungsprüfung der Westfälischen Meisterschaft für Damen und Herren. Weitere Prüfungen der Klassen S* und S** gehören ebenfalls zur Meisterschaft.
Im Mittelpunkt stehen junge Reitpferde und Ponys, die in verschiedenen Altersklassen um den Titel „Westfalenchampion 2026“ antreten. Mehrere Wettbewerbe dienen gleichzeitig als Qualifikation für die Bundeschampionate in Warendorf. Diese gelten als eines der wichtigsten deutschen Turniere für junge Pferde und Ponys und können zum Sprungbrett in den internationalen Spitzensport werden.
Gute Platzierungen sind deshalb nicht nur sportlich bedeutend. Sie können auch den Bekanntheitsgrad und den Marktwert eines Nachwuchspferdes erhöhen. Zum Programm gehören außerdem Wertungsprüfungen für vier-, fünf- und sechsjährige Hengste, das Finale der HORSE24 Amateur Tour und eine Qualifikation für den Amateur-Sieger-Preis beim Turnier der Sieger.
Neben dem Sport spielt die Pferdezucht eine zentrale Rolle. Geplant sind Eliteschauen für drei- und vierjährige Reitpferde- und Reitponystuten sowie Präsentationen ausgewählter Dressur- und Springfohlen. Die zentrale Eliteschau soll am Freitag, 31. Juli, stattfinden.
Ebenfalls am Freitag werden Springfohlen versteigert. Als Auktionator ist Thomas Münch vorgesehen. Am Samstag folgt die Auktion der Dressurfohlen. Züchter erhalten damit die Gelegenheit, ihren Nachwuchs einem großen Fachpublikum und potenziellen Käufern zu präsentieren.
Das Westfälische Pferdezentrum in Handorf bietet für die umfangreiche Veranstaltung passende Bedingungen. Zur Anlage gehören unter anderem zwei Reithallen, zwei Außenplätze, eine Rennbahn, ein Rasenparadeplatz sowie Paddocks und Weideflächen. Dadurch können mehrere Prüfungen, Schauen und Präsentationen parallel stattfinden.
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