Nach Range-Rover-Angriff: Schwer verletzter Mann kann befragt werden

Nach Range-Rover-Angriff: Schwer verletzter Mann kann befragt werden
Symbolbild: Caroline Muffert

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Der überrollte Mann in Offenburg befindet sich nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei nicht mehr in Lebensgefahr. Der 28-Jährige war in der Nacht zum 12. Juli 2026 auf einem Parkplatz in der Heinrich-Hertz-Straße von einem Range Rover erfasst und überrollt worden. Inzwischen konnte die Polizei den Schwerverletzten befragen. Eine neu eingerichtete Ermittlungsgruppe soll den genauen Ablauf und den Hintergrund der Eskalation klären.

Überrollter Mann in Offenburg berichtet der Polizei

Der Gesundheitszustand des 28 Jahre alten Mannes hat sich nach der schweren Verletzung so weit stabilisiert, dass eine polizeiliche Befragung möglich war. Welche Angaben er dabei zum Ablauf des Vorfalls machte, teilten die Ermittlungsbehörden zunächst nicht mit.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der Mann unmittelbar vor einen auf dem Parkplatz abgestellten Range Rover gestellt. Das Fahrzeug soll anschließend losgefahren sein, den 28-Jährigen erfasst und überrollt haben. Er erlitt schwerste Verletzungen und wurde in eine Klinik gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

Streit um Fahrzeug könnte Hintergrund der Eskalation sein

Als möglicher Auslöser der Auseinandersetzung gilt nach dem derzeitigen Ermittlungsstand eine zurückliegende zivilrechtliche Forderung im Zusammenhang mit einem Fahrzeug. Die beteiligten Personen aus dem türkischen und iranischen Umfeld sollen sich gegenseitig gekannt haben.

Die Ermittler prüfen außerdem einen Zusammenhang mit einem Vorfall in der vorausgegangenen Nacht. Am 11. Juli waren auf demselben Parkplatz zwei Männer nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung verletzt worden. Dabei soll auch ein Messer eingesetzt worden sein. Nach Angaben der Polizei gehören die Beteiligten beider Vorfälle zum selben persönlichen Umfeld.

Drogenfund bei Ermittlungen zum Range-Rover-Vorfall

Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei auch ein Hotelzimmer in Offenburg. Dieses war von einem der mutmaßlichen Insassen des Range Rovers angemietet worden. Die Maßnahme diente nach Angaben der Behörden ursprünglich nicht der Suche nach Betäubungsmitteln.

In dem Zimmer stellten die Beamten jedoch etwa 100 Gramm Cannabisprodukte und rund 40 Gramm Kokain sicher. Gegen den 27 Jahre alten Mieter wurde deshalb ein separates Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nun soll geklärt werden, woher die Drogen stammen und ob sie zum Weiterverkauf vorgesehen waren. Die Ermittlungen zu dem Fund dauern an.

Ermittlungsgruppe untersucht versuchtes Tötungsdelikt in Offenburg

Die Kriminalpolizei hat mit Unterstützung von Kräften der Schutzpolizei eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Sie soll die Ereignisse der beiden Nächte, die Rollen der Beteiligten und das mögliche Motiv weiter aufarbeiten.

Ein 28 Jahre alter Tatverdächtiger befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl war bereits nach dem Vorfall auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg erlassen worden. Zwei weitere zunächst festgenommene Männer waren nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen worden. Für alle Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Polizei sucht weiterhin wichtigen Zeugen

Die Ermittler suchen weiterhin einen Mann, der den Range-Rover-Vorfall auf dem Parkplatz beobachtet und Videoaufnahmen angefertigt haben soll. Der Zeuge stand nach Angaben der Polizei unmittelbar neben dem Fahrzeug. Er trug eine schwarze kurze Hose und ein Oberteil mit breiten schwarz-weißen Streifen.

Der Mann sowie Personen, die Angaben zu seiner Identität machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0781 21-2820 zu melden. Auch weitere Hinweise zur Auseinandersetzung Heinrich-Hertz-Straße nimmt die Polizei unter dieser Nummer entgegen.

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