
Ein Kreuzfahrtschiff voller möglicher Zeugen, verschlossene Kabinen und ein Ermittler, der mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert wird: RTL zeigt am Donnerstagabend den Thriller „Passagier 23 – Verschwunden auf hoher See“. Die Verfilmung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sebastian Fitzek und verbindet einen Vermisstenfall mit einem persönlichen Familiendrama.
„Passagier 23 – Verschwunden auf hoher See“ läuft am Donnerstag, 23. Juli 2026, um 20.15 Uhr bei RTL. Der Sender hat für die Ausstrahlung einschließlich Werbeunterbrechungen ein Zeitfenster bis 22.50 Uhr vorgesehen. Der deutsche Fernsehfilm entstand 2018 und wurde erstmals am 13. Dezember 2018 bei RTL gezeigt.
Die heutige Ausstrahlung ist damit eine Wiederholung des bereits mehrfach im Fernsehen gezeigten Thrillers. Im Mittelpunkt steht das fiktive Kreuzfahrtschiff „Sirius“, das für den Polizeipsychologen Martin Schwartz zum Schauplatz einer ebenso gefährlichen wie persönlichen Suche wird. Die Romanverfilmung nutzt dabei die räumliche Enge des Schiffes: Obwohl sich zahlreiche Passagiere und Mitarbeiter an Bord befinden, bleiben viele Bereiche verborgen und wichtige Personen schwer erreichbar.
Martin Schwartz hat vor fünf Jahren seine Frau Nadja und seinen kleinen Sohn Tim verloren. Beide verschwanden während einer Reise auf der „Sirius“. Seitdem wird davon ausgegangen, dass Mutter und Kind ins Meer gelangten. Schwartz kann sich mit dieser Erklärung jedoch nicht abfinden. Die Ungewissheit über das Schicksal seiner Familie bestimmt weiterhin sein Leben.
Obwohl er geschworen hat, nie wieder ein Kreuzfahrtschiff zu betreten, erhält er einen überraschenden Anruf. Die an Bord lebende Romanautorin Gerlinde Dobkowitz berichtet von einem neuen Fall: Wieder seien eine Mutter und ihr Kind während einer Kreuzfahrt verschwunden. Kurz darauf taucht das vermisste Mädchen Anouk schwer verstört wieder auf. Bei sich trägt es einen Teddy, der Schwartz unmittelbar an seinen verschwundenen Sohn erinnert.
Der Polizeipsychologe geht deshalb an Bord und beginnt, die Hintergründe des aktuellen Falls zu untersuchen. Gleichzeitig hofft er, endlich Hinweise auf das Verschwinden seiner eigenen Familie zu finden. Dabei trifft er auf Menschen, deren Aussagen und Absichten nicht eindeutig sind. Der Thriller stellt zunehmend die Frage, ob sich auf dem Schiff ein Täter bewegt, der bereits seit längerer Zeit unentdeckt handeln kann.
Die Hauptrolle des Martin Schwartz übernimmt Lucas Gregorowicz. Seine Figur ist kein unbeteiligter Ermittler, sondern selbst eng mit dem Fall verbunden. Schwartz muss während seiner Nachforschungen professionelle Distanz wahren, obwohl jeder neue Hinweis Erinnerungen an seine Frau und seinen Sohn auslöst.
Picco von Groote spielt die Schiffsärztin Dr. Elena Beck, die Schwartz bei seiner Suche unterstützt. Oliver Mommsen ist als Kapitän Daniel Bonhoeffer zu sehen. Der Kapitän muss einerseits bei der Aufklärung helfen, trägt andererseits aber Verantwortung für den Betrieb und die Menschen an Bord. Judy Winter verkörpert Gerlinde Dobkowitz, die Schwartz mit ihrem Anruf überhaupt erst auf die „Sirius“ zurückholt.
Weitere wichtige Rollen übernehmen Kim Riedle als Naomi Lamar und Annalee Ranft als deren Tochter Anouk. Liane Forestieri spielt Julia, Mercedes Müller ist als Lisa zu sehen. Zum Ensemble gehören außerdem Aurel Manthei als Diesel und Pjotr Olev als Reeder Yegor Kalinin. Regie führte Alexander Dierbach.
Die besondere Spannung von „Passagier 23“ entsteht durch den Handlungsort. Ein Kreuzfahrtschiff wirkt auf den ersten Blick wie eine überschaubare Umgebung. Tatsächlich verfügt es jedoch über zahlreiche Kabinen, Versorgungsgänge, technische Räume und abgeschirmte Arbeitsbereiche. Gleichzeitig kann niemand das Schiff ohne Weiteres verlassen.
Dadurch entwickelt sich eine klassische Situation des abgeschlossenen Tatorts. Der Täter oder ein möglicher Mitwisser muss sich theoretisch noch an Bord befinden. Für Schwartz bedeutet das aber nicht, dass die Ermittlungen leichter werden. Er muss Aussagen überprüfen, versteckte Zusammenhänge erkennen und entscheiden, wem er vertrauen kann.
Die Verfilmung wurde nach Angaben von Prisma auf einem echten Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer und während des laufenden Betriebs gedreht. Das reale Umfeld trägt dazu bei, dass die langen Flure, engen Kabinen und abgelegenen Bereiche des Schiffes als glaubwürdige Thrillerkulisse funktionieren.
„Passagier 23 – Verschwunden auf hoher See“ ist nicht nur ein klassischer Vermissten-Thriller. Die Handlung verbindet die Suche nach einer verschwundenen Mutter mit der persönlichen Geschichte eines Vaters, der auch nach fünf Jahren keine Gewissheit über seine eigene Familie besitzt.
Typisch für eine Fitzek-Verfilmung setzt der Film auf überraschende Wendungen, falsche Spuren und Figuren, deren tatsächliche Rolle zunächst unklar bleibt. Im Zentrum steht dabei weniger eine gewöhnliche Polizeiermittlung als die psychologische Belastung des Protagonisten. Schwartz muss sich der Möglichkeit stellen, dass die Wahrheit über das Verschwinden seiner Familie anders aussehen könnte, als er bislang angenommen hat.
RTL zeigt den Thriller heute von 20.15 bis 22.50 Uhr. Zuschauer sollten dabei beachten, dass die im Fernsehprogramm angegebene Länge von 155 Minuten die Werbeunterbrechungen einschließt. Die eigentliche Filmfassung wird bei Fernsehserien.de mit einer Laufzeit von 116 Minuten geführt.
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