Gedenken an Opfer des Berliner CSD in mehreren Städten

Gedenken an Opfer des Berliner CSD in mehreren Städten
Foto: congerdesign

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Nach dem tödlichen Angriff am Rande des Christopher Street Day in Berlin haben am Sonntag in mehreren deutschen Städten Menschen der Opfer gedacht. Die Mahnwachen nach CSD-Anschlag in Deutschland fanden unter anderem in Mainz, Erfurt, Koblenz, Frankfurt am Main und Dresden statt. In Berlin wurde zudem zu einem Trauermarsch aufgerufen. Bei dem Angriff am Samstagabend war eine Frau getötet worden. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Die Berliner Polizei und weitere Behörden ermitteln zu den Hintergründen der Tat. In den Städten legten Teilnehmer Blumen und Kerzen nieder und bekundeten ihre Solidarität mit den Betroffenen und der queeren Gemeinschaft.

Jeweils rund 400 Teilnehmer in Mainz und Erfurt

Auf dem Bahnhofplatz vor dem Mainzer Hauptbahnhof kamen nach Angaben der Polizeidirektion Mainz am frühen Sonntagabend rund 400 Menschen zusammen. Sie gedachten der Opfer, legten Blumen und Kerzen nieder und zeigten sich solidarisch mit der queeren Gesellschaft. Die stationäre Versammlung verlief nach Angaben der Polizei friedlich.

Auch in Erfurt beteiligten sich etwa 400 Menschen an einer Mahnwache. Die Veranstaltung fand von 18 bis 19.30 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof statt. Nach Angaben der Landespolizeiinspektion Erfurt stand auch dort das Gedenken an die Betroffenen der Ereignisse beim Berliner CSD im Mittelpunkt.

Mahnwachen für CSD-Opfer in Koblenz und Frankfurt

In Koblenz war bereits in der Nacht zum Sonntag eine Mahnwache auf dem Münzplatz angemeldet worden. Die von der Stadt genehmigte Kundgebung fand zwischen 14 und 15 Uhr statt und wurde von der Koblenzer Polizei begleitet. Nach deren Angaben verlief die Veranstaltung ohne besondere Vorkommnisse. Eine Teilnehmerzahl wurde zunächst nicht genannt.

In Frankfurt am Main riefen der CSD Frankfurt und Fridays for Future Frankfurt zu einer Mahnwache auf dem Römerberg auf. Die Veranstaltung sollte Raum für gemeinsames Trauern bieten und die Solidarität mit den Verletzten, den Angehörigen und der queeren Gemeinschaft ausdrücken. Zu einer abschließend bestätigten Teilnehmerzahl lagen zunächst keine Angaben vor.

Dresden wählt symbolträchtigen Ort für Gedenkveranstaltung

Auch in Dresden wurde am Sonntagabend eine Mahnwache organisiert. Als Treffpunkt bestimmte der CSD Dresden eine Gedenktafel in der Altstadt, die an den tödlichen Messerangriff auf ein schwules Paar im Jahr 2020 erinnert. Der Ort stellte damit eine direkte Verbindung zu früherer Gewalt gegen queere Menschen her. Die Dresdner Veranstaltung diente nach Angaben der Organisatoren sowohl dem Gedenken an die Opfer des Berliner Angriffs als auch dem Ausdruck von Mitgefühl mit den Verletzten und ihren Angehörigen. Eine verlässliche Zahl der Teilnehmer wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Trauermarsch in Berlin zum Brandenburger Tor

In Berlin rief das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo zu einem schweigenden Trauermarsch auf. Die Teilnehmer sollten sich an der St. Marienkirche versammeln und von dort in Richtung Brandenburger Tor ziehen. Sie wurden gebeten, Blumen und Kerzen mitzubringen. Der Marsch sollte der getöteten Frau und den weiteren Betroffenen gelten.

Die Mahnwachen nach CSD-Anschlag in Deutschland zeigen, dass die Ereignisse weit über Berlin hinaus Reaktionen ausgelöst haben. Das Gedenken an die Opfer des Berliner CSD verband sich in den beteiligten Städten mit öffentlichen Zeichen gegen Gewalt und für den Schutz queeren Lebens.

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