
Das Unwetter Stuttgart hat am Freitagabend zu rund 50 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet geführt. Seit etwa 20.20 Uhr gingen zahlreiche Meldungen über umgestürzte Bäume, beschädigte Leitungen und vereinzelte Wasserschäden ein. Mehr als 120 Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr waren mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt. Die Integrierte Leitstelle wurde wegen der vielen Notrufe personell verstärkt und arbeitete die Einsatzstellen nach Dringlichkeit ab. Verletzte wurden in der Zwischenbilanz der Feuerwehr nicht genannt.
In der Büsnauer Straße in Stuttgart-Vaihingen stürzte gegen 20.20 Uhr ein Baum auf die Fahrbahn und die dort verlaufenden Stadtbahngleise. Dadurch kam es zu Unterbrechungen im Bahnverkehr. Die Feuerwehr musste den Baum aufwendig beseitigen, die Straße blieb dafür mehrere Stunden gesperrt.
Nur wenige Minuten später riss ein umgestürzter Baum in der Rotenwaldstraße in Stuttgart-West eine Stromleitung ab. Zunächst kümmerte sich der Energieversorger um die beschädigte Leitung. Anschließend konnten die Feuerwehrkräfte den Baum entfernen. In der Vogelsangstraße mussten außerdem lose Baumteile mithilfe einer Drehleiter beseitigt werden.
Gegen 22.10 Uhr erhielt die Feuerwehr mehrere Meldungen über umgestürzte Bäume an der Leonberger Straße. Die Einsatzkräfte zersägten die Stämme und räumten dadurch die Zufahrt zu einem Klinikgebäude wieder frei. Auch an weiteren Stellen im Stadtgebiet waren Straßen und Wege durch Äste oder umgestürzte Bäume blockiert.
Wegen der Vielzahl der Unwettereinsätze in Stuttgart wechselte die Integrierte Leitstelle in den Unwettermodus. Zusätzliches Personal nahm Notrufe entgegen, priorisierte die Meldungen und koordinierte die Kräfte im Stadtgebiet. Die regulären Feuerwehreinsätze mussten gleichzeitig weiterhin bewältigt werden.
Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr setzten zusammen mehr als 120 Einsatzkräfte ein. Während ein Teil der Kräfte die Sturmschäden in Stuttgart beseitigte, hielt die Berufsfeuerwehr Kapazitäten für Brände, Verkehrsunfälle, ausgelöste Rauchmelder sowie Tür- und Aufzugsöffnungen frei.
Um Mitternacht war die Feuerwehr nach eigenen Angaben weiterhin an mehreren Einsatzstellen tätig. Ob bis zum Samstagmorgen weitere Schäden gemeldet wurden und wann alle Einsätze beendet werden konnten, ging aus der ersten Bilanz noch nicht hervor.
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