Großbrand am Gardasee: 200 Menschen evakuiert, Löscharbeiten dauern an

Waldbrand am Möhnesee breitet sich aus: B229 gesperrt
Symbolbild: Pexels

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Ein großer Waldbrand am Gardasee bei Tignale hat in der Nacht zum Samstag einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 200 Menschen mussten vorsorglich ihre Häuser und Urlaubsunterkünfte verlassen. Betroffen waren auch Touristen in einer Ferienanlage. Am Samstagvormittag dauerten die Löscharbeiten in dem schwer zugänglichen Berggebiet oberhalb des westlichen Seeufers weiter an. Löschflugzeuge und Hubschrauber unterstützen die Einsatzkräfte am Boden.

Nach dem jüngsten Bericht aus der Region konnten die zuvor evakuierten Bewohner und Urlauber inzwischen wieder in ihre Unterkünfte zurückkehren. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Das Feuer selbst war am späten Vormittag allerdings noch nicht vollständig gelöscht. Einsatzkräfte arbeiteten weiter daran, die Brandbereiche einzudämmen und verbliebene Glutnester unter Kontrolle zu bringen.

Waldbrand in Tignale breitet sich am Freitagabend aus

Der Waldbrand in Tignale brach am Freitagabend, 7. August, im Bereich von Olzano oberhalb des Gardasees aus. Gegen 22 Uhr waren bereits zahlreiche Feuerwehrkräfte mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Starker Wind erschwerte die Arbeiten und begünstigte zunächst die Ausbreitung der Flammen in dem bewaldeten Hanggebiet.

Besonders problematisch ist die Vegetation in dem betroffenen Bereich. Nach Angaben aus Tignale handelt es sich teilweise um sehr trockenen Nadelwald. Die Trockenheit der vergangenen Wochen habe die Bedingungen zusätzlich verschärft. Während es in anderen Teilen der Provinz in der Nacht regnete, blieb der Niederschlag im unmittelbar betroffenen Gebiet aus.

Großbrand am Gardasee zwingt Urlauber zur Evakuierung

Wegen der Nähe der Flammen zu bewohnten Bereichen ordneten die Einsatzkräfte vorsorgliche Räumungen an. Nach Angaben der italienischen Feuerwehr wurden etwa 200 Menschen aus Häusern und Unterkünften evakuiert. Darunter befanden sich zahlreiche Urlauber. Auch eine Ferienanlage war betroffen.

Lokale Berichte nennen zudem einzelne Wohnhäuser und Ferienunterkünfte, die in der Nacht geräumt wurden. Einsatzkräfte kontrollierten Gebäude in dem touristisch geprägten Gebiet, weil teilweise zunächst unklar war, welche Ferienhäuser gerade bewohnt waren. Bis zum Samstagvormittag konnten die Evakuierten nach Angaben des Giornale di Brescia wieder zurückkehren.

Canadair und Hubschrauber kämpfen gegen das Feuer am Gardasee

Mit Tagesanbruch wurde die Brandbekämpfung aus der Luft deutlich verstärkt. Zwei Canadair-Löschflugzeuge nahmen am frühen Samstagmorgen ihre Arbeit auf. Zusätzlich wurden Hubschrauber eingesetzt. Die Flugzeuge nahmen Wasser aus dem Gardasee auf und warfen es anschließend über den brennenden Waldflächen oberhalb von Tignale ab.

Nach Angaben der örtlichen Berichterstattung waren außerdem rund 50 speziell für Waldbrände eingesetzte Freiwillige sowie mehrere Feuerwehrmannschaften am Boden aktiv. Die Einsatzleitung kündigte am Vormittag weitere Unterstützung aus der Luft an. Die Löscharbeiten sollten auch in den folgenden Stunden fortgesetzt werden, weil einzelne Brandbereiche weiterhin aktiv waren.

Gardasee Brand aktuell: Häuser sollen geschützt werden

Der Schwerpunkt des Einsatzes liegt darauf, ein erneutes Ausbreiten der Feuerfront zu verhindern und Gebäude in der Umgebung zu schützen. Die italienische Feuerwehr teilte am Samstag mit, dass sich die Arbeiten besonders auf die Eindämmung der Flammen und den Schutz von Wohnhäusern konzentrieren.

Eine belastbare Bilanz darüber, wie viele Hektar Wald durch den Gardasee Brand aktuell betroffen sind, lag zunächst nicht vor. Auch zu größeren Schäden an Wohngebäuden gab es am Samstagmittag keine bestätigten Angaben. Die Einsatzkräfte müssen zudem verbliebene Glutnester kontrollieren, bevor das Gebiet endgültig als gesichert gelten kann.

Ursache des Waldbrands ist noch nicht bekannt

Wie das Feuer bei Olzano entstanden ist, war zunächst ungeklärt. Eine offizielle Ursache wurde bis Samstagmittag nicht bekanntgegeben. Frühere Waldbrände in der Region lassen deshalb keine Rückschlüsse auf den aktuellen Fall zu. Angaben über Brandstiftung oder einen anderen konkreten Auslöser wären zum derzeitigen Stand spekulativ.

Tignale liegt am bergigen Westufer des Gardasees in der lombardischen Provinz Brescia. Die Gemeinde gehört zu den stark vom Tourismus geprägten Orten am See. Gerade während der Sommerferien halten sich dort zahlreiche ausländische Gäste auf, darunter viele Reisende aus Deutschland.

Trockenheit erschwert die Löscharbeiten

Die Einsatzkräfte treffen in Tignale auf besonders trockene Vegetation. Nach Angaben des Bürgermeisters hatte die Trockenheit der vergangenen Wochen den Waldboden und die Vegetation stark ausgedörrt. Nadelbäume und trockenes Unterholz können dazu beitragen, dass sich ein Feuer schnell weiterentwickelt und Glutnester lange erhalten bleiben.

Italien erlebt derzeit zudem eine ausgeprägte Hitzeperiode. In verschiedenen Teilen des Landes wurden Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. Für Tignale selbst ist damit jedoch keine konkrete Ursache des Feuers belegt. Entscheidend bleibt zunächst, die noch aktiven Brandstellen vollständig zu löschen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

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