
Ein Wechsel von Said El Mala zum BVB wird für Borussia Dortmund offenbar noch einmal deutlich teurer. Der 1. FC Köln habe seine finanziellen Vorstellungen im Poker um den 19 Jahre alten Offensivspieler angehoben. Nach Informationen von Sky solle El Mala inzwischen nur noch bei einer Sockelablöse von mindestens 50 Millionen Euro ziehen dürfen. Bonuszahlungen müssten demnach zusätzlich hinzukommen. Ein zuletzt vorgelegtes Dortmunder Angebot soll die Kölner Vorstellungen erneut nicht erfüllt haben.
Die neue Linie soll nicht allein aus der sportlichen Führung des 1. FC Köln stammen. Nach Angaben von Sky hätten die zuständigen Vereinsgremien gemeinsam mit der sportlichen Leitung um Thomas Kessler festgelegt, dass für El Mala mindestens 50 Millionen Euro als garantierte Ablöse aufgerufen werden sollen. Erst darüber hinaus würden mögliche Bonuszahlungen berücksichtigt.
Damit hätte sich die Verhandlungsposition des FC gegenüber den vorherigen Gesprächen noch einmal verschärft. Dortmund müsste nicht lediglich das Gesamtvolumen seines Angebots erhöhen, sondern vor allem den garantierten Anteil deutlich nach oben schrauben. Genau dort sollen die Vorstellungen der beiden Bundesligisten bislang auseinanderliegen.
Die Kölner können dabei aus einer komfortablen vertraglichen Position heraus verhandeln. El Malas Vertrag wurde im Juli 2025 vorzeitig verlängert und läuft bis zum 30. Juni 2030. Eine Ausstiegsklausel soll der Vertrag nicht enthalten. Der FC steht deshalb nicht unter unmittelbarem Druck, den Offensivspieler in diesem Sommer verkaufen zu müssen.
Beim bisher letzten Dortmunder Vorstoß soll die garantierte Summe nach Sky-Informationen etwas unter 40 Millionen Euro gelegen haben. Einschließlich möglicher Bonuszahlungen habe das Gesamtpaket rund 45 Millionen Euro erreichen können. Diese Größenordnung hätte damit erneut nicht ausgereicht, um Köln zu einem Verkauf zu bewegen.
Noch am 6. August hatte Sky berichtet, Dortmund bereite eine weitere Offerte mit ungefähr 40 Millionen Euro garantierter Ablöse und zusätzlichen Boni vor. Das zuvor genannte Angebot habe bei 34 Millionen Euro plus bis zu zehn Millionen Euro an Bonuszahlungen gelegen. Auch dieses Paket sei von Köln nicht akzeptiert worden.
Bei den verschiedenen Summen handelt es sich nicht um offiziell bestätigte Ablöseangebote. Weder der 1. FC Köln noch Borussia Dortmund haben die genannten Beträge öffentlich bestätigt. Die Zahlen stammen aus Transferberichten und sind deshalb nicht mit einer offiziellen Forderung oder einem veröffentlichten Angebot der Vereine gleichzusetzen.
Dass Köln bei El Mala mit hohen Summen kalkuliert, zeichnete sich bereits früher im Sommer ab. Nach Sky-Informationen habe der FC Brentford ein Paket im Gesamtvolumen von bis zu 55 Millionen Euro geboten. Andere Berichte nannten dabei eine garantierte Ablöse von etwa 45 Millionen Euro sowie weitere Bonuszahlungen.
Zu einem Wechsel in die Premier League kam es allerdings nicht. El Mala blieb beim 1. FC Köln. Auch deshalb dürfte es für Dortmund schwierig sein, den FC mit einem deutlich niedrigeren garantierten Betrag zu überzeugen. Ein offiziell bestätigter Verkaufspreis existiert allerdings nicht.
Sky berichtet inzwischen zudem, dass die Kölner Preisvorstellung mit fortschreitender Transferperiode eher steigen könnte. Ein später Verkauf würde dem FC weniger Zeit geben, einen Nachfolger zu verpflichten und in die Mannschaft zu integrieren. Nach demselben Bericht habe Köln bereits mehrere mögliche Ersatzkandidaten identifiziert. Ein unmittelbar bevorstehender Abschied El Malas lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Für Borussia Dortmund könnte vor allem die Haltung des Spielers ein wichtiger Faktor bleiben. Nach Informationen von Sky sollen El Mala und seine Familie einen Wechsel zum BVB bevorzugen. Dieser Wunsch sei dem 1. FC Köln intern mitgeteilt worden. Eine öffentliche Wechselankündigung des Spielers gibt es allerdings nicht.
Köln soll El Mala seinerseits deutlich gemacht haben, dass ein Transfer nur infrage komme, wenn die finanziellen Vorstellungen des Vereins erfüllt würden. Der lange Vertrag verschafft dem FC dafür erheblichen Spielraum. Gleichzeitig wird berichtet, dass sich El Mala trotz der anhaltenden Spekulationen weiterhin professionell auf die neue Saison vorbereite.
Der Poker unterscheidet sich damit von Situationen, in denen ein Klub wegen eines auslaufenden Vertrages unter Verkaufsdruck gerät. Köln kann grundsätzlich auch mit El Mala in die Saison gehen und einen Transfer ablehnen, falls kein Interessent das verlangte Gesamtpaket bietet.
Parallel zum Werben um El Mala beschäftigt sich Borussia Dortmund offenbar auch mit anderen jungen Flügelspielern. Zu den Kandidaten soll Ibrahim Mbaye von Paris Saint-Germain gehören. Der 18 Jahre alte senegalesische Nationalspieler wird bereits seit einiger Zeit mit dem BVB in Verbindung gebracht.
Nach Berichten aus Frankreich sollen Dortmund und der FC Liverpool zu den Klubs gehören, die sich intensiv mit Mbaye beschäftigen. Auch andere Vereine wurden zuletzt als Interessenten genannt. Eine Einigung mit Paris Saint-Germain ist nicht bekannt.
Für Dortmund wäre Mbaye vom Spielerprofil her eine mögliche Alternative, falls der El-Mala-Transfer finanziell nicht zustande kommt. Allerdings wäre auch eine Verpflichtung des PSG-Talents voraussichtlich kein günstiges Geschäft. Verschiedene Berichte nennen auch für Mbaye eine mögliche Ablöse im Bereich von rund 50 Millionen Euro. Eine offiziell bestätigte Forderung von PSG liegt dazu nicht vor.
Der BVB muss damit entscheiden, wie weit er im Werben um El Mala gehen will. Nach den jüngsten Informationen würde selbst ein Angebot über 50 Millionen Euro Gesamtvolumen nicht automatisch den inzwischen berichteten Kölner Bedingungen entsprechen. Entscheidend wäre demnach, welcher Betrag tatsächlich garantiert gezahlt wird und wie mögliche Boni ausgestaltet sind.
Ein weiterer Dortmunder Vorstoß ist nach Angaben von Sky weiterhin möglich. Aus Köln und Dortmund sei zu hören, dass der BVB nachbessern wolle. Eine Einigung war am Samstagmittag jedoch nicht bekannt.
Damit bleibt El Mala vorerst Spieler des 1. FC Köln. Dortmund verfügt zwar über einen möglichen Vorteil, falls der 19-Jährige tatsächlich einen Wechsel zum BVB bevorzugt. Den entscheidenden Hebel besitzt aufgrund des bis 2030 laufenden Vertrages jedoch Köln. Nach der jüngsten Verschärfung der Preisvorstellung müsste der BVB sein bisheriges finanzielles Angebot erheblich verändern, um den Transfer noch in diesem Sommer zum Abschluss zu bringen.






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