
Münster. Der Logistikdienstleister Fiege baut seine Kapazitäten in Münster-Hessenweg deutlich aus. Direkt neben dem bestehenden Healthcare-Standort soll ein weiteres Logistikzentrum entstehen, das speziell auf Anforderungen der Pharmabranche ausgerichtet wird. Der Baustart für das Projekt ist bereits für August 2026 vorgesehen.
Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt, soll der Neubau auf einem unmittelbar angrenzenden Grundstück entstehen. Geplant sind rund 9.800 Quadratmeter Logistikfläche, zusätzliche Flächen auf einer Zwischenebene sowie Büros. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Zeitplan für Juni 2027 vorgesehen.
Entwickelt wird das neue Fiege Logistikzentrum in Münster durch die Immobiliensparte Fiege Real Estate. Neben den rund 9.800 Quadratmetern eigentlicher Logistikfläche sieht die Planung mehr als 1.000 Quadratmeter Mezzaninfläche vor. Dazu kommt ein Bürobereich mit rund 430 Quadratmetern. Das Gebäude soll als sogenanntes Single-User-Center genutzt werden und damit auf die Anforderungen eines einzelnen Kunden zugeschnitten sein.
Nach Unternehmensangaben erfolgt die Planung in enger Abstimmung mit einem potenziellen Kunden aus der Pharmaindustrie. Welches Unternehmen die Immobilie später nutzen könnte, nennt Fiege bislang nicht. Damit steht auch noch nicht fest, ob bereits ein endgültiger Miet- oder Logistikvertrag geschlossen wurde. Fest geplant ist hingegen der Beginn der Bauarbeiten im August.
Fiege begründet die Erweiterung unter anderem mit den Bedingungen am Standort. Das Unternehmen verweist dabei auf die Verkehrsanbindung, die Nähe zu pharmazeutischen Produktionsstätten und das vorhandene Arbeitskräfteangebot in der Region. Bereits heute betreibt Fiege am Hessenweg ein Logistikzentrum für Unternehmen aus dem Gesundheitssektor. Mit dem zusätzlichen Gebäude sollen die verfügbaren Kapazitäten für die Healthcare-Logistik in Münster erweitert werden.
Angaben dazu, wie viele zusätzliche Arbeitsplätze durch den Neubau entstehen könnten, machte das Unternehmen in seiner Mitteilung zunächst nicht.
Bei der technischen Ausstattung setzt Fiege nach eigenen Angaben auf einen möglichst energieeffizienten Betrieb. Vorgesehen sind unter anderem LED-Beleuchtung und eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Auf dem Dach soll zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 1.000 Kilowatt-Peak installiert werden. Ein Teil des Strombedarfs des Standorts soll dadurch direkt vor Ort erzeugt werden.
Für den Güterverkehr ist außerdem Ladeinfrastruktur mit einer Leistung von 200 Kilowatt für elektrische Lastwagen vorgesehen. Die technische Ausstattung soll so konzipiert werden, dass sie später erweitert werden kann, wenn sich die Anforderungen am Standort verändern. Für das Gebäude strebt Fiege eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an.
Nach Angaben von Co-CEO Jens Fiege ist das Unternehmen bereits seit vielen Jahren am Hessenweg vertreten und wickelt dort Logistikdienstleistungen für mehrere Unternehmen aus der Gesundheitsbranche ab. Er sieht in der Erweiterung vor allem die Möglichkeit, zusätzliche Kapazitäten für bestehende und künftige Kunden im Healthcare-Bereich bereitzustellen.






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