Monju Momuluh im Fokus des FC Augsburg: Der Stand beim Flügelspieler

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein möglicher Wechsel von Monju Momuluh zum FC Augsburg ist seit Donnerstag ein konkreteres Thema auf dem Transfermarkt, offiziell bestätigt ist ein bevorstehender Transfer allerdings nicht. Der 24 Jahre alte Rechtsaußen von Arminia Bielefeld soll nach Angaben des Westfalen-Blatts auf der Liste des Bundesligisten stehen. Augsburg sei dabei nicht allein: Insgesamt sollen sich drei Klubs aus der Bundesliga mit dem Offensivspieler beschäftigen. Auch aus dem Ausland gebe es Interesse. Eine Einigung zwischen Augsburg und Bielefeld ist nicht bekannt, ebenso wenig ein konkretes oder beziffertes Angebot des FCA.

Momuluh war bei Arminia auf der rechten Seite gesetzt

Monju Thaddäus Momuluh gehört seit September 2025 fest zum Kader von Arminia Bielefeld. Der in Hannover ausgebildete Offensivspieler war zuvor bereits in der Saison 2023/24 für eine Halbserie von Hannover 96 an die Bielefelder ausgeliehen gewesen. Damals kam er in der 3. Liga auf elf Einsätze, ein Tor und drei Vorlagen. Am 1. September 2025 verständigten sich Hannover und Bielefeld schließlich auf einen endgültigen Transfer. Über die finanziellen Bedingungen vereinbarten die Klubs Stillschweigen.

In seiner ersten Saison nach der festen Rückkehr nach Bielefeld entwickelte sich Momuluh zu einem Stammspieler auf der offensiven Außenbahn. In der 2. Bundesliga absolvierte er 29 Partien, 28 davon von Beginn an. Dabei erzielte der Rechtsaußen fünf Tore und bereitete neun weitere Treffer vor. Hinzu kam ein Tor bei seinem einzigen Einsatz im DFB-Pokal. Wettbewerbsübergreifend stehen damit für die Saison 2025/26 30 Pflichtspiele und sechs Treffer. Der WDR zählte Momuluh zu den Leistungsträgern der Mannschaft, die nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga am Saisonende den Klassenerhalt schaffte.

Damit ist auch nachvollziehbar, weshalb der 24-Jährige auf dem Transfermarkt Aufmerksamkeit erhält. Momuluh wurde bei Arminia vor allem über die rechte offensive Seite eingesetzt und gehörte dort praktisch während der gesamten Saison zur Stammformation. Auch zum Beginn der neuen Spielzeit ist er Bestandteil der Mannschaft. Ein sportlicher Abschied von ihm ist von Arminia bislang nicht angekündigt worden.

Bielefeld soll eine Ablöse im Millionenbereich verlangen

Die derzeit kursierenden Summen stammen nicht von Arminia Bielefeld selbst. Nach einer vom Portal FussballTransfers veröffentlichten Wiedergabe eines Berichts des Westfalen-Blatts soll der Zweitligist bei einer Ablöse von mehr als vier bis fünf Millionen Euro grundsätzlich verkaufsbereit sein. Andere Veröffentlichungen, die sich ebenfalls auf das Westfalen-Blatt beziehen, geben die Bielefelder Vorstellung mit etwas mehr als vier Millionen Euro an.

Eine offizielle Ablöseforderung hat Arminia bislang nicht genannt. Deshalb lässt sich derzeit weder eine exakte Summe noch eine festgelegte Untergrenze als bestätigt darstellen. Sicher ist lediglich, dass es bei Momuluh aufgrund seiner Vertragssituation keinen auslaufenden Kontrakt gibt, der Bielefeld kurzfristig zu einer Entscheidung zwingen würde.

Als Arminia den Offensivspieler am 1. September 2025 fest von Hannover 96 verpflichtete, teilte der Klub lediglich mit, Momuluh habe einen langfristigen Vertrag unterschrieben. Ein konkretes Vertragsende veröffentlichte der Verein nicht. Auch Sportgeschäftsführer Michael Mutzel verwies Anfang August ausdrücklich auf diese langfristige Bindung. Ein exaktes Jahr, bis zu dem Momuluh unter Vertrag steht, ist deshalb anhand der offiziellen Vereinsangaben nicht belastbar zu nennen.

Ein Angebot des FC Augsburg ist bislang nicht bestätigt

Der entscheidende Unterschied beim aktuellen Stand liegt zwischen Interesse und einem tatsächlich eingereichten Angebot. Der FC Augsburg gehört laut Westfalen-Blatt zu den Bundesligisten, die sich mit Momuluh beschäftigen. Dass Augsburg bereits eine konkrete Offerte nach Bielefeld geschickt hat, ist bis Freitagvormittag jedoch weder von einem der beiden Vereine bestätigt noch in den vorliegenden Berichten mit einer Summe belegt worden.

Auch eine Einigung mit dem Spieler oder Gespräche über Vertragsdetails beim FCA sind bislang nicht öffentlich bestätigt. Damit befindet sich der mögliche Wechsel noch deutlich vor jenem Stadium, in dem von einem unmittelbar bevorstehenden Abschluss gesprochen werden könnte. Berichtet wird über Interesse und Bewegung im Transferfall, nicht über einen abgeschlossenen oder zwischen den Vereinen bereits grundsätzlich vereinbarten Deal.

Für Bielefeld besteht zugleich keine offensichtliche vertragliche Notwendigkeit für einen schnellen Verkauf. Sportgeschäftsführer Mutzel hatte bereits am 4. August erklärt, eine Garantie für einen Verbleib Momuluhs könne er zwar nicht geben. Zugleich betonte er, Arminia habe überhaupt keinen Handlungsdruck. Die langfristige Vertragsbindung verschafft dem Zweitligisten damit zumindest öffentlich eine klare Verhandlungsposition.

Augsburg hat seine Offensive in diesem Sommer verändert

Das gemeldete Interesse fällt in eine Transferphase, in der der FC Augsburg mehrere Entscheidungen in seiner Offensive getroffen hat. Im Sturmzentrum wurden zwei Spieler fest gebunden, die bereits in der Rückrunde 2025/26 auf Leihbasis für Augsburg gespielt hatten. Bei Rodrigo Ribeiro zog der FCA die vereinbarte Kaufoption von Sporting Lissabon. Der portugiesische Angreifer erhielt einen Vertrag bis 2031. Eine Ablösesumme veröffentlichte Augsburg nicht.

Auch Michael Gregoritsch bleibt nach seiner Leihe von Brøndby IF dauerhaft beim FCA. Augsburg zog ebenfalls die Kaufoption und stattete den österreichischen Stürmer mit einem Vertrag bis Juni 2027 sowie einer Option auf eine weitere Saison aus. Gregoritsch hatte nach seiner Rückkehr im Januar sechs Tore und drei Vorlagen in 17 Einsätzen beigesteuert. Über die Höhe der für die Kaufoption fälligen Zahlung machte der Verein keine Angaben.

Als neuen Offensivspieler verpflichtete Augsburg zudem Faik Sakar von RB Leipzig. Der 18-Jährige kam nach Ablauf seines Leipziger Vertrags ablösefrei und unterschrieb bis 2030. Sakar ist allerdings zunächst ein Perspektivspieler und kann aufgrund seines Alters nicht ohne Weiteres als unmittelbarer Ersatz für einen etablierten Flügelspieler eingeordnet werden.

Mehrere Augsburger Flügelspieler wurden verliehen

Auf der anderen Seite hat der FCA im Sommer mehrere Offensivspieler vorübergehend abgegeben. Elias Saad wechselte für die komplette Saison 2026/27 auf Leihbasis zu Nashville SC in die Major League Soccer. Der 26 Jahre alte Flügelspieler besitzt in Augsburg weiterhin einen Vertrag bis 2029. FCA-Sportdirektor Benni Weber begründete die Entscheidung öffentlich damit, dass Saad wieder regelmäßig spielen und Spielrhythmus sammeln solle.

Auch Yusuf Kabadayi steht in dieser Saison nicht zur Verfügung. Der 22 Jahre alte Flügelspieler wurde Anfang August an den kroatischen Erstligisten HNK Rijeka verliehen. Weber verwies auch bei ihm auf die Möglichkeit, regelmäßig Einsatzzeit zu erhalten. Kabadayis Augsburger Vertrag läuft noch bis 2028.

Kyliane Dong wurde für ein Jahr an die Bolton Wanderers verliehen. Die Engländer besitzen nach Angaben des FCA eine Kaufoption. Der 21 Jahre alte Offensivspieler hatte bereits die vergangene Saison beim französischen Zweitligisten Pau FC verbracht. Aiman Dardari wurde ebenfalls erneut verliehen und spielt 2026/27 für Rot-Weiss Essen. Zudem endete die Leihe von Ismaël Gharbi, der zu Sporting Braga zurückkehrte. Nathanaël Mbuku und Steve Mounié kamen dagegen nach eigenen Leihstationen zunächst wieder nach Augsburg zurück.

Diese Kaderbewegungen zeigen, dass die Besetzung der Augsburger Offensive und besonders der verfügbaren Außenpositionen im Sommer verändert wurde. Sie erklären den personellen Rahmen, in dem das gemeldete Interesse an einem Rechtsaußen wie Momuluh steht. Eine öffentliche Aussage des FCA, wonach genau diese Abgänge eine Verpflichtung des Bielefelders notwendig machten, gibt es jedoch nicht.

Augsburg äußert sich bislang nicht zu Momuluh

Während sich Bielefelds Sportgeschäftsführer Michael Mutzel grundsätzlich zur Situation seines Spielers geäußert hat, hat der FC Augsburg Momuluh bislang nicht öffentlich als Transferziel bestätigt. Weder Sportdirektor Benni Weber noch Cheftrainer Manuel Baum haben den Bielefelder Rechtsaußen öffentlich als Wunschspieler bezeichnet oder Verhandlungen bestätigt.

Die bisherigen Aussagen Webers beziehen sich vielmehr auf bereits vollzogene Personalentscheidungen. Bei Rodrigo Ribeiro hob der Sportdirektor dessen Geschwindigkeit, Tiefenläufe und Abschlussqualität hervor. Bei den Leihen von Saad, Kabadayi, Dong und Dardari stand nach Angaben des FCA jeweils die Aussicht auf regelmäßige Einsatzzeiten im Vordergrund.

Auch aus Bielefeld gibt es keine Erklärung, wonach der Verein Momuluh unbedingt verkaufen wolle. Mutzel hatte die Transfergerüchte Anfang August zurückhaltend behandelt und darauf verwiesen, dass Arminia aufgrund des langfristigen Vertrags keinen Verkaufsdruck habe. Trainer Oliver Kirch erklärte zur allgemeinen Kaderplanung zudem, der Klub habe keine Vorgabe, zwingend noch Transfers durchführen zu müssen.

Zwei weitere Bundesligisten sollen Momuluh beobachten

Augsburg ist laut dem ursprünglichen Bericht nicht der einzige Interessent aus der Bundesliga. Insgesamt sollen drei Erstligisten den 24-Jährigen auf ihrer Liste haben. Die beiden weiteren Bundesligaklubs wurden bislang allerdings nicht namentlich genannt. Deshalb lässt sich aus den derzeit verfügbaren Angaben keine konkrete Konkurrenz zwischen Augsburg und zwei bestimmten Vereinen ableiten.

Darüber hinaus soll es Interessenten aus anderen europäischen Ligen sowie aus der nordamerikanischen Major League Soccer geben. Konkrete Vereinsnamen wurden auch dabei nicht genannt. Bereits Anfang August hatte der WDR von Interesse aus der englischen Championship und von Bundesligisten berichtet.

Das Westfalen-Blatt berichtete später, ein Wechsel in die englische zweite Liga sei bereits weiter fortgeschritten gewesen, habe sich jedoch wegen der Voraussetzungen für eine Arbeitserlaubnis nicht realisieren lassen. Eine unabhängige Bestätigung der Einzelheiten dieses gescheiterten England-Szenarios lag zunächst nicht vor. Ein englischer Klub wurde in den vorliegenden Angaben ebenfalls nicht genannt.

Ein Wechsel bis zum 1. September ist möglich, aber offen

Bis zum Ende des deutschen Sommertransferfensters am Dienstag, 1. September, um 20 Uhr bleibt noch Zeit für weitere Gespräche. Für einen Wechsel zum FC Augsburg spricht derzeit vor allem, dass der Bundesligist ausdrücklich als einer der Interessenten genannt wird und Momuluh aufgrund seiner Leistungen in der vergangenen Saison einen Markt für sich geschaffen hat. Auch die Veränderungen auf den Augsburger Offensivpositionen sind dokumentiert.

Gegen die Darstellung eines bereits weit fortgeschrittenen FCA-Transfers sprechen jedoch mehrere Punkte. Ein konkretes Augsburger Angebot ist nicht bestätigt. Eine Einigung über eine Ablöse ist nicht bekannt. Der FCA hat das Interesse nicht öffentlich bestätigt und Bielefeld verfügt nach eigenen Angaben über einen langfristigen Vertrag mit Momuluh. Zudem betont Mutzel ausdrücklich, dass der Zweitligist nicht unter Verkaufsdruck steht.

Damit ist ein Transfer bis zum Deadline Day grundsätzlich realistisch, ein Abschluss mit Augsburg kann am Freitag, 14. August, aber noch nicht als wahrscheinlich oder unmittelbar bevorstehend bezeichnet werden. Der aktuelle Stand ist vielmehr ein offener Transferfall mit mehreren gemeldeten Interessenten und einer hohen, jedoch nicht offiziell bestätigten Bielefelder Ablösevorstellung. Ob Augsburg daraus ein konkretes Geschäft macht, hängt zunächst davon ab, ob der Bundesligist tatsächlich ein Angebot vorlegt, mit dem sich Arminia beschäftigt.

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