Kurzzeitvermietung in Münster boomt: Fast 119.000 Übernachtungen

Entdecken Sie, wie das Münsterland und Münster beim verfügbaren Einkommen in NRW abschneidet und welche Städte besonders hohe Werte erreichen. Münsters Einwohnerzahl erreicht Rekordwert! Die Stadt wächst weiter und zählt Ende 2024 über 322.700 Menschen. Erfahre hier alle Zahlen und Trends.
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Münster. Kurzzeitunterkünfte über Plattformen wie Airbnb, Booking.com und Expedia werden in Münster deutlich stärker genutzt. Im Jahr 2025 wurden nach Daten von Eurostat und IT.NRW insgesamt 118.694 Übernachtungen in entsprechenden Unterkünften registriert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von rund 14,3 Prozent. Gleichzeitig gelten in Münster vergleichsweise strenge Regeln für die kurzfristige Vermietung von Wohnraum.

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Fast 15.000 zusätzliche Übernachtungen binnen eines Jahres

2024 lag die Zahl der Plattformübernachtungen rechnerisch noch bei rund 103.800. Innerhalb eines Jahres kamen damit knapp 15.000 Übernachtungen hinzu. Noch deutlicher wird der Anstieg im langfristigen Vergleich: 2019 wurden in Münster 83.619 Übernachtungen über Kurzzeitplattformen registriert. Bis 2025 entspricht das einem Plus von rund 42 Prozent.

Von den 118.694 Übernachtungen im vergangenen Jahr entfielen 32.752 auf Gäste aus dem Ausland. Ihr Anteil lag damit bei rund 27,6 Prozent. Wichtig ist allerdings die Unterscheidung: Die Statistik zählt Übernachtungen und nicht einzelne Besucher. Ein Gast, der mehrere Nächte bleibt, fließt entsprechend mehrfach in die Übernachtungszahl ein.

Münster wächst etwas stärker als der NRW-Durchschnitt

Auch landesweit boomt die kurzfristige Vermietung. In Nordrhein-Westfalen wurden 2025 rund 8,1 Millionen Übernachtungen über Airbnb, Booking.com und Expedia registriert. Im Jahr zuvor waren es etwa 7,1 Millionen. Das Plus von 13,9 Prozent fällt damit etwas geringer aus als das Wachstum in Münster.

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Spitzenreiter in NRW war 2025 allerdings nicht eine der großen Städte. Mit rund 760.000 Plattformübernachtungen lag der Hochsauerlandkreis vorne, gefolgt von Köln mit ungefähr 670.000. Bei den Übernachtungen ausländischer Gäste führte dagegen Köln mit rund 370.000. Insgesamt kamen landesweit etwa 3,4 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland.

Kurzzeitvermietung trifft auf angespannten Wohnungsmarkt

Die Entwicklung ist in Münster auch deshalb relevant, weil Wohnraum knapp ist und die Stadt Kurzzeitvermietungen reguliert. Seit September 2022 gilt eine Wohnraumschutzsatzung. Eine reguläre Wohnung darf grundsätzlich höchstens 90 Tage pro Kalenderjahr kurzfristig vermietet werden, ohne dass eine besondere Zweckentfremdungsgenehmigung erforderlich ist. Für von Studierenden angemieteten Wohnraum gilt eine Grenze von 180 Tagen.

Zusätzlich benötigen Anbieter grundsätzlich eine Wohnraum-Identitätsnummer, die bei Online-Angeboten sichtbar angegeben werden muss. Auch einzelne Vermietungen müssen der Stadt gemeldet werden. Wer die zulässigen Zeitgrenzen überschreiten möchte, benötigt eine Genehmigung. Verstöße gegen die Vorschriften können theoretisch mit Bußgeldern von bis zu 500.000 Euro geahndet werden.

770 Wohnungen für Kurzzeitvermietung registriert

Nach einer aktuellen Auskunft der Stadt sind derzeit rund 770 Wohnungen für die Kurzzeitvermietung registriert. Diese Zahl soll seit 2023 weitgehend stabil geblieben sein. Bemerkenswert ist damit der Gegensatz zwischen einer offenbar relativ konstanten Zahl registrierter Objekte und deutlich steigenden Übernachtungszahlen.

Daraus könnte geschlossen werden, dass vorhandene Kurzzeitunterkünfte häufiger beziehungsweise intensiver genutzt werden. Aus den Zahlen allein lässt sich dies allerdings nicht sicher ableiten. Auch bei möglichen Verstößen ist Zurückhaltung angebracht: Nach Angaben der Stadt liegt die Zahl der bekannten Fälle auf einem niedrigen Niveau. Gleichzeitig seien umfassende Kontrollen aufgrund begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen nicht möglich. Wenige festgestellte Verstöße bedeuten daher nicht automatisch, dass es tatsächlich nur wenige Verstöße gibt.

Plattformdaten zeigen nur einen Teil des Marktes

Auch methodisch müssen die Zahlen eingeordnet werden. Die von IT.NRW ausgewertete Eurostat-Statistik gilt als experimentell und basiert auf aggregierten Daten großer Buchungsplattformen. 2025 werden Airbnb, Booking.com und Expedia berücksichtigt. Bis einschließlich 2024 gehörte auch TripAdvisor dazu, das allerdings nur einen vergleichsweise kleinen Anteil ausmachte.

Nicht jede erfasste Unterkunft ist zudem automatisch eine klassische Privatwohnung, die dem regulären Wohnungsmarkt entzogen wird. Die Statistik umfasst auch Ferienwohnungen, Ferienhäuser und vergleichbare Kurzzeitunterkünfte. Je nach Fall können beispielsweise auch entsprechend genehmigte Apartments dazugehören.

Münster verzeichnet insgesamt fast zwei Millionen Übernachtungen

Parallel bleibt auch der klassische Tourismus in Münster auf hohem Niveau. In den regulär statistisch erfassten Beherbergungsbetrieben wurden 2025 insgesamt 1.910.412 Übernachtungen und 794.579 Gästeankünfte gezählt. Die Zahl der Übernachtungen stieg damit gegenüber 2024 leicht um 0,4 Prozent.

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