Tödlicher Unfall auf der A5: Polizei geht von Falschfahrt aus

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Auf der Autobahn 5 in Südbaden sind in der Nacht zum Donnerstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Kind wurde schwer verletzt. Nach dem Stand des Polizeipräsidiums Freiburg vom Donnerstagmittag ereignete sich der Unfall gegen 2.30 Uhr zwischen der Anschlussstelle Müllheim/Neuenburg und dem Autobahndreieck Neuenburg auf der Fahrbahn in Richtung Basel. Die genaue Ursache der Falschfahrt war zunächst ungeklärt.

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Frontalzusammenstoß in der Nacht

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei sei ein Fahrzeug entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in Richtung Neuenburg unterwegs gewesen. Noch vor der Anschlussstelle Müllheim/Neuenburg habe es einen Frontalzusammenstoß mit einem Fahrzeug gegeben, das ordnungsgemäß in Richtung Basel fuhr.

Nach Polizeiangaben geriet das Fahrzeug, das entgegen der Fahrtrichtung unterwegs gewesen sein soll, nach der Kollision in Brand. Die Person am Steuer verstarb noch im Fahrzeug. Im zweiten Auto wurden zwei Insassen eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Der Fahrer dieses Wagens erlag trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Das Kind wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.

Damit waren nach dem amtlichen Stand vom Donnerstagmittag zwei Todesopfer und ein schwer verletztes Kind bestätigt.

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A5 Richtung Basel bis zum Vormittag gesperrt

Nach dem Zusammenstoß wurde die A5 in Fahrtrichtung Süden vollständig gesperrt. Die Polizei hob die Sperrung gegen 11 Uhr wieder auf. Damit war die wichtige Nord Süd Verbindung in Südbaden über mehrere Stunden unterbrochen.

Der betroffene Abschnitt liegt südwestlich von Freiburg im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald. Die A5 führt von dort weiter in Richtung Weil am Rhein und zur Schweizer Grenze bei Basel. Entsprechend ist die Strecke nicht nur für den regionalen Verkehr, sondern auch für den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und der Schweiz von Bedeutung.

Ursache der Falschfahrt weiterhin ungeklärt

Warum das Fahrzeug entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs gewesen sein soll, war am Donnerstagnachmittag nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft und die Verkehrspolizei Freiburg haben nach Angaben des Polizeipräsidiums Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Unfallursache aufgenommen.

Zu Beginn und Dauer der mutmaßlichen Falschfahrt lagen zunächst keine gesicherten amtlichen Angaben vor. Ebenso gab es zunächst keine behördlich bestätigten Angaben dazu, welche Umstände dazu geführt haben könnten, dass das Fahrzeug auf der falschen Fahrbahn unterwegs gewesen sein soll.

Bei dem von der Polizei beschriebenen Falschfahrer-Unfall auf der A5 steht deshalb zunächst die Rekonstruktion des Geschehens im Mittelpunkt. Aus den bislang veröffentlichten Behördenangaben ergibt sich keine weitergehende Erklärung für die Falschfahrt.

Falschfahrten führen immer wieder zu schweren Unfällen

Falschfahrermeldungen kommen auch in Baden-Württemberg regelmäßig vor. Nach der Jahresbilanz des Verkehrswarndienstes wurden im Jahr 2025 landesweit 371 entsprechende Warnungen registriert. In 23 Fällen kam es im Zusammenhang mit solchen Meldungen zu Verkehrsunfällen. Dabei wurden zwei Menschen getötet, fünf schwer und 16 leicht verletzt.

Nur ein Teil der registrierten Falschfahrten endet damit in einem Unfall. Kommt es jedoch zu einer Kollision zwischen Fahrzeugen mit entgegengesetzter Fahrtrichtung, besteht ein erhebliches Risiko schwerer Verletzungen. Der Unfall bei Neuenburg gehört zu den besonders folgenreichen Fällen des laufenden Jahres.

Verhalten bei einer Falschfahrerwarnung

Wer während der Fahrt eine Warnung vor einem Falschfahrer erhält, sollte die Geschwindigkeit reduzieren, die Warnblinkanlage einschalten und möglichst weit rechts fahren. Außerdem sollte nicht überholt und ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Verkehr gehalten werden. Entsprechende Verhaltensempfehlungen gibt unter anderem der ADAC.

Wenn es die Verkehrssituation zulässt, können Autofahrer den nächsten Parkplatz oder die nächste Ausfahrt nutzen und weitere Verkehrsmeldungen verfolgen. Riskante Fahrmanöver sollten vermieden werden.

Für den Unfall auf der A5 bei Neuenburg laufen unterdessen die Ermittlungen weiter. Offiziell bestätigt war am Donnerstagnachmittag, dass zwei Menschen ums Leben kamen und ein Kind schwer verletzt wurde. Die genauen Hintergründe der Falschfahrt blieben zunächst offen.

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