Tausende Flaschen auf der A9: Sperrung bei Leupoldsgrün beendet

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Nach einem Lkw-Unfall auf der A9 bei Leupoldsgrün im Landkreis Hof ist die Autobahn am Donnerstag für mehrere Stunden erheblich beeinträchtigt gewesen. Ein mit Getränkeflaschen beladener 40-Tonner verlor nach Angaben der Verkehrspolizei Hof einen großen Teil seiner Ladung. Flaschen und Scherben verteilten sich über mehrere hundert Meter auf beiden Richtungsfahrbahnen. In Richtung Berlin wurde die Strecke vollständig gesperrt. Auch die Gegenrichtung war zunächst betroffen. Am späten Donnerstagabend war der betroffene Abschnitt wieder frei. Ein genauer amtlicher Zeitpunkt der vollständigen Freigabe wurde zunächst nicht genannt.

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40-Tonner kollidiert mit Leitplanken und einem Auto

Der Unfall ereignete sich gegen 13.30 Uhr zwischen der Anschlussstelle Hof-West und dem Autobahndreieck Bayerisches Vogtland. Nach Angaben der Verkehrspolizei Hof geriet der Lastwagen in eine unkontrollierte Fahrt, berührte zunächst die rechte und anschließend die linke Leitplanke und kam erst im Bereich der Mittelleitplanke zum Stehen. Dabei kollidierte der 40-Tonner auch mit einem Auto. Die Polizei teilte mit, dass die Insassen des Pkw einen Schock erlitten hätten. Stand Donnerstagabend wurde keine amtliche Zahl körperlich Verletzter veröffentlicht. Zu weiteren Verletzungen lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Getränkeflaschen liegen über mehrere hundert Meter auf der A9

Durch die Kollisionen wurde die Ladung des Lastwagens teilweise aus dem Auflieger gerissen. Tausende Getränkeflaschen und zahlreiche Scherben lagen anschließend auf der Fahrbahn. Die große Menge an Getränkeflaschen auf der A9 machte umfangreiche Sicherungs- und Reinigungsarbeiten notwendig. In Richtung Berlin blieb die Autobahn für mehrere Stunden gesperrt. Auf der Gegenfahrbahn in Richtung Nürnberg konnte nach den ersten Räumarbeiten wieder eine Spur für den Verkehr freigegeben werden. Gegen 15.15 Uhr war dort bereits eine Spur befahrbar. Einsatzkräfte beseitigten Flaschen und Glasscherben, während parallel die Bergung des beschädigten Lastwagens lief. Wegen der weit verteilten Ladung mussten längere Fahrbahnabschnitte kontrolliert und gereinigt werden.

Verkehr wird bei Hof-West von der Autobahn geleitet

Während der Vollsperrung wurde der Verkehr in Richtung Norden an der Anschlussstelle Hof-West ausgeleitet. Die Polizei empfahl, den Bereich weiträumig zu umfahren. Eine konkrete Länge des Rückstaus nannten die Behörden zunächst nicht. Die Sperrung traf eine wichtige Nord-Süd-Verbindung. Die A9 verbindet unter anderem den Raum München und Nürnberg mit Leipzig und Berlin. Unmittelbar nördlich der Unfallstelle liegt zudem das Autobahndreieck Bayerisches Vogtland mit dem Übergang zur A72. Dadurch wirkte sich die Sperrung nicht nur auf den regionalen Verkehr im Landkreis Hof aus, sondern auch auf den überregionalen Reise- und Güterverkehr.

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Mögliche medizinische Ursache wird noch geprüft

Zur Ursache des Unfalls gab es am Donnerstag zunächst keine abschließende Feststellung. Nach Angaben der Polizei könnte ein medizinischer Grund beim Fahrer eine Rolle gespielt haben. Die entsprechenden Untersuchungen liefen zunächst noch. Eine gesicherte Ursache war damit nicht bestätigt. Zu den weiteren Umständen gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Fest stand, dass der Lastwagen auf seinem Weg mehrere Leitplanken berührte, mit einem Pkw kollidierte und schließlich im Bereich der Mittelleitplanke zum Stillstand kam. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und zu einem möglichen medizinischen Hintergrund dauerten zunächst an.

Polizei schätzt Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro

Nach einer vorläufigen Einschätzung der Polizei dürfte der Sachschaden mehrere Hunderttausend Euro betragen. Eine genauere Summe lag zunächst nicht vor. Auch die Reinigung der Fahrbahn nahm mehrere Stunden in Anspruch, weil sich Flaschen und Scherben über eine lange Strecke verteilt hatten. Noch am Donnerstagabend konnte die Sperrung schließlich aufgehoben werden. Der Lkw-Unfall bei Hof führte damit vor allem zu langwierigen Verkehrsbehinderungen und umfangreichen Bergungsarbeiten, ohne dass zunächst eine amtlich bestätigte Zahl körperlich Verletzter vorlag. Die A9 war im betroffenen Abschnitt am späten Abend wieder durchgehend befahrbar.

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