Sechs Millionen Kinobesuche: Marsupilami kommt nach Deutschland

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Ein gelbes Fabelwesen aus der frankobelgischen Comicwelt gehört 2026 zu den größten Kinoerfolgen Frankreichs. Marsupilami von Regisseur Philippe Lacheau hat dort mehr als sechs Millionen Kinobesuche erreicht. Seit Donnerstag, 20. August, läuft die Komödie nun auch in deutschen Kinos. Damit kommt einer der auffälligsten europäischen Publikumserfolge des bisherigen Kinojahres mit mehreren Monaten Verzögerung nach Deutschland.

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Der Marsupilami Kinoerfolg Frankreich ist vor allem wegen seiner Größenordnung bemerkenswert. Die französischen Besucherstatistiken weisen für den Film rund 6,1 Millionen verkaufte Eintrittskarten aus. Damit lag Marsupilami im bisherigen Jahresverlauf an der Spitze der französischen Kinocharts.

Bereits in den ersten Wochen nach dem Start hatte sich abgezeichnet, dass die Produktion deutlich über die üblichen Dimensionen einer nationalen Familienkomödie hinausreichen würde.

Marsupilami dominierte wochenlang die französischen Kinos

In Frankreich kam Marsupilami am 4. Februar 2026 in die Kinos. Schon der Start fiel außergewöhnlich stark aus. Einschließlich der Vorpremieren waren nach dem ersten Wochenende annähernd 1,2 Millionen Besuche erreicht. Nach vier Wochen näherte sich der Film der Marke von fünf Millionen Tickets.

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Bis zum Sommer stieg die Gesamtzahl auf gut 6,1 Millionen. Damit übertraf die neue Produktion auch den französischen Kinoerfolg der vorherigen Realverfilmung deutlich. Sur la piste du Marsupilami von Alain Chabat war 2012 in Frankreich auf etwa 5,3 Millionen Besuche gekommen.

Für Philippe Lacheau ist das zugleich ein weiterer großer Publikumserfolg. Der Schauspieler und Regisseur ist in Frankreich insbesondere durch Komödien wie Babysitting und die beiden Alibi.com Filme bekannt. Bei Marsupilami führte er Regie, arbeitete am Drehbuch mit und übernahm die Hauptrolle.

Deutscher Kinostart erfolgte am 20. August

In Deutschland ist Marsupilami seit dem 20. August regulär im Kino zu sehen. Der Film hat eine Laufzeit von 99 Minuten und wird hierzulande von Splendid Film verliehen. Die Altersfreigabe liegt bei FSK 6.

Zum Ensemble gehören neben Philippe Lacheau unter anderem Jamel Debbouze, Tarek Boudali, Élodie Fontan, Julien Arruti und Jean Reno. Außerdem sind Gérard Jugnot, Didier Bourdon, Alban Ivanov und Reem Kherici beteiligt.

Jamel Debbouze stellt dabei eine Verbindung zur früheren Verfilmung her. Er war bereits 2012 in Sur la piste du Marsupilami zu sehen und übernimmt in dem neuen Film erneut die Figur Pablito Camaron.

Im Mittelpunkt der Handlung steht diesmal David, ein Angestellter eines Zoos. Um seinen Arbeitsplatz zu retten, übernimmt er den Auftrag, ein geheimnisvolles Paket aus Südamerika nach Frankreich zu bringen. Auf einer Schiffsreise mit seiner früheren Partnerin Tess, dem gemeinsamen Sohn und einem Kollegen wird der Inhalt des Pakets entdeckt. Darin befindet sich ein junges Marsupilami. Von diesem Moment an entwickelt sich die Geschichte zur Abenteuerkomödie.

Comicfigur existiert seit mehr als sieben Jahrzehnten

Die Geschichte der Figur reicht erheblich weiter zurück als ihre Kinoauftritte. Der belgische Comiczeichner André Franquin schuf das Marsupilami 1952 für ein Abenteuer der Reihe Spirou und Fantasio. Zu seinen charakteristischen Merkmalen gehören das gelbe Fell mit schwarzen Flecken und ein außergewöhnlich langer Schwanz.

Aus der Nebenfigur entwickelte sich später ein eigenständiges Comicuniversum. Das Marsupilami gehört damit zu jener Generation frankobelgischer Comicfiguren, die über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Medien weiterentwickelt wurden.

Der neue Kinofilm greift dieses bekannte Motiv auf, erzählt aber eine eigene Geschichte. Nach Angaben des deutschen Verleihs wurde das Marsupilami für die Produktion mit klassischer Animatronik umgesetzt und nicht als vollständig computergenerierte Figur realisiert.

Französische Produktionen behaupten sich im Heimatmarkt

Der Erfolg ist zugleich ein Beispiel für die besondere Stellung heimischer Produktionen auf dem französischen Kinomarkt. Anders als in vielen europäischen Ländern können französische Filme regelmäßig Zuschauerzahlen erreichen, die mit großen internationalen Produktionen konkurrieren.

Marsupilami setzte sich im bisherigen Jahresverlauf auch gegen mehrere internationale Kinostarts durch. Mit mehr als sechs Millionen Besuchen liegt die Produktion auf einem Niveau, das für eine französischsprachige Komödie auch im eigenen Heimatmarkt außergewöhnlich hoch ist.

Ob sich dieser Erfolg in Deutschland in vergleichbarer Form fortsetzen kann, ist derzeit noch offen. Der Film läuft hier erst seit dem 20. August. Belastbare Zahlen für das erste vollständige deutsche Kinowochenende liegen deshalb noch nicht vor.

Zweiter großer Kinoanlauf für das Marsupilami

Für die Comicfigur ist die aktuelle Produktion bereits der zweite große französische Realfilm innerhalb von 14 Jahren. Die Verfilmung von 2012 war ebenfalls ein erheblicher Publikumserfolg, wurde von der Neuauflage bei den französischen Besucherzahlen jedoch überholt.

Philippe Lacheaus Version verbindet die bekannte Figur mit dem Ensemble, mit dem der Regisseur bereits mehrere erfolgreiche französische Komödien gedreht hat. Der französische Kinomarkt hat dieses Konzept mit mehr als sechs Millionen verkauften Tickets angenommen.

Seit dem 20. August zeigt sich nun, wie groß das Publikum für das Marsupilami in Deutschland ist. Der Ausgangspunkt ist jedenfalls ungewöhnlich: Nur wenige europäische Produktionen erreichen zunächst in ihrem Heimatland ein Millionenpublikum dieser Größenordnung, bevor sie auf dem deutschen Kinomarkt starten.

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