
Im kroatischen Velebit-Gebirge sind bei einem Flugzeugabsturz zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Überreste der Maschine wurden am späten Freitagabend, 21. August 2026, in schwer zugänglichem Gelände im Gebiet des Nationalparks Paklenica gefunden. Nach Angaben der kroatischen Polizei befanden sich zwei Menschen an Bord. Beide wurden an der Absturzstelle tot aufgefunden. Die Identität und die Staatsangehörigkeit der Verstorbenen waren mit Stand Samstag zunächst nicht amtlich bekannt gegeben worden.
Der Motorsegler war auf dem Weg aus Tschechien in Richtung der kroatischen Küstenstadt Zadar. Die Maschine war in Deutschland registriert. Zu den Insassen machten die zuständigen kroatischen Behörden zunächst keine näheren Angaben.
Nach Angaben des kroatischen Zivilschutzes informierte die kroatische Flugsicherung am Freitag gegen 16.14 Uhr das Einsatzzentrum darüber, dass das Signal des Flugzeugs verloren gegangen war. Die letzte bekannte Position lag demnach rund 17 nautische Meilen nordöstlich von Zadar.
Daraufhin begann eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion. Daran beteiligten sich Kräfte des Zivilschutzes aus Zadar und Gospić, Polizeibeamte, Feuerwehrleute sowie Teams der kroatischen Bergrettung HGSS. Später wurden zusätzlich staatliche Interventionseinheiten des Zivilschutzes aus Split und Rijeka aktiviert. Eine Einsatzbasis wurde bei der Bergrettungsstation in Starigrad Paklenica eingerichtet.
Die Suche konzentrierte sich auf das südliche Velebit und damit auf ein gebirgiges, teilweise nur schwer erreichbares Gebiet. Schlechte Wetterbedingungen erschwerten den Einsatz. Nach Angaben des Zivilschutzes war eine Suche aus der Luft zeitweise nicht möglich. Für die Nacht standen unter anderem Drohnen und Ausrüstung für Suchaktionen bei Dunkelheit bereit.
Gegen 22 Uhr fanden Einsatzkräfte der HGSS die Überreste des Flugzeugs in schwer zugänglichem Gelände im Paklenica-Gebiet. Die kroatische Polizei bestätigte anschließend, dass zwei Menschen tot aufgefunden wurden. Damit endete die mehrstündige Suchaktion.
Nach Angaben der Bergrettung waren zahlreiche Einsatzkräfte aus mehreren HGSS-Stationen an der Suche beteiligt. Der Schwerpunkt lag unter anderem in den Bereichen Veliko Rujno und Struge. Das schwierige Gelände sowie Regen, Wind und dichter Nebel behinderten die Arbeit der Rettungsmannschaften zusätzlich.
Der Flugzeugabsturz im Velebit-Gebirge ereignete sich in einer Region, in der das Gebirge unmittelbar hinter der Adriaküste stark ansteigt. Der Nationalpark Paklenica gehört zum südlichen Velebit und ist von tief eingeschnittenen Schluchten, steilen Hängen und hoch gelegenen Bergflächen geprägt. Für die Rettungskräfte bedeutete dies lange Wege und schwierige Bedingungen beim Zugang zur Absturzstelle.
Die Polizei sicherte das Gebiet nach dem Fund des Wracks. Für Samstag war eine Untersuchung der Absturzstelle vorgesehen, um die Umstände des Unglücks zu klären. Eine konkrete Ursache war bis zum aktuellen Stand nicht bekannt.
Ob die Wetterbedingungen eine Rolle bei dem Absturz gespielt haben könnten, war behördlich nicht festgestellt. Der Zivilschutz und die Bergrettung hatten lediglich bestätigt, dass ungünstiges Wetter die Suche erheblich erschwerte. Daraus ergibt sich keine behördlich bestätigte Erklärung für die Unfallursache.
Auch zu möglichen technischen Problemen oder zum Ablauf unmittelbar vor dem Absturz lagen zunächst keine behördlichen Angaben vor. Die genauen Hintergründe blieben damit offen. Polizei und zuständige Unfallermittler sollen die Umstände anhand der Untersuchung am Fundort und weiterer verfügbarer Daten klären.
Zu den beiden Todesopfern veröffentlichte die kroatische Polizei zunächst weder Namen noch Staatsangehörigkeiten. Einzelne Angaben über eine mögliche Nationalität der Verstorbenen waren damit nicht amtlich bestätigt.
Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass zwei Menschen in der Maschine ums Leben kamen. Nach Angaben des tschechischen Außenministeriums handelte es sich bei den Toten nicht um tschechische Staatsbürger. Eine amtliche Mitteilung der kroatischen Behörden zur tatsächlichen Staatsangehörigkeit lag zunächst nicht vor.
Der Flug hatte in Tschechien begonnen und sollte nach Zadar führen. Die Küstenstadt und ihr Flughafen sind vor allem während der Sommersaison ein stark frequentiertes Ziel an der kroatischen Adriaküste. Welche Umstände zu dem Absturz im südlichen Velebit führten, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
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