
Eine Serie aus Gewittern und kräftigem Regen hat in Bayern seit Donnerstag für Überschwemmungen, Feuerwehreinsätze und Behinderungen auf Straßen und Bahnstrecken gesorgt. Besonders sichtbar waren die Folgen zunächst im mittelfränkischen Greding, wo am Donnerstagabend der Marktplatz unter Wasser stand. Am Freitag kamen in mehreren Landesteilen vollgelaufene Keller und Unterführungen, umgestürzte Bäume sowie Verkehrsunfälle auf nassen Straßen hinzu. Auch am Samstag, 22. August 2026, beschäftigten die Folgen der Wetterlage den Verkehr.
Die Unwetter in Bayern am 22. August 2026 sind damit Teil einer Wetterphase, die bereits zwei Tage zuvor begonnen hatte. Eine zeitliche Einordnung ist besonders beim Blick auf die Bilder aus Greding wichtig: Die dortigen Überflutungen ereigneten sich bereits am Donnerstag, 20. August.
In Greding im Landkreis Roth fielen nach Angaben der örtlichen Feuerwehr innerhalb von rund 20 Minuten etwa 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Das Wasser sammelte sich in kurzer Zeit in der tiefer gelegenen Innenstadt. Der Marktplatz wurde überschwemmt, zudem liefen mehrere Keller voll. Nach Angaben des Feuerwehrkommandanten konnte der zuvor trockene Boden die Wassermengen nur eingeschränkt aufnehmen.
Auch auf der Autobahn im Bereich von Greding sammelte sich zeitweise Wasser. Die Überflutung habe sich nach Angaben der Feuerwehr jedoch vergleichsweise schnell wieder zurückgebildet. Eine länger andauernde vollständige Autobahnsperrung wegen dieser Überflutung war damit nicht verbunden.
Weitere Folgen des Unwetters wurden auch aus anderen Teilen Bayerns gemeldet. In Augsburg stürzte auf einem Friedhof ein Baum um. In Oberfranken mussten Einsatzkräfte wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Äste ausrücken. Größere Personenschäden wurden im Zusammenhang mit dieser ersten Unwetterphase zunächst nicht bekannt.
Am Freitag sorgten Dauerregen und weitere kräftige Niederschläge erneut für Probleme. Nach Angaben von BR24 meldete die Polizei mehrere Verkehrsunfälle, bei denen Nässe oder Aquaplaning eine Rolle spielten. Zwei Menschen wurden leicht verletzt.
Auf der Bundesstraße 307 zwischen Schleching und Marquartstein im Landkreis Traunstein kam ein Auto auf nasser Fahrbahn von der Straße ab und überschlug sich. Der Fahrer wurde nach Polizeiangaben leicht verletzt. Auf der A9 bei Schnaittach geriet ein weiteres Fahrzeug bei Starkregen ins Schleudern und prallte gegen eine Betonleitwand. Auch dort wurde eine Person leicht verletzt.
Weitere Aquaplaning-Unfälle wurden unter anderem von der A92 im Landkreis Dingolfing-Landau sowie aus der Oberpfalz gemeldet. Dort blieben die Beteiligten nach den vorliegenden Polizeiangaben unverletzt. Auch auf der A71 in Unterfranken kam es im Zusammenhang mit Aquaplaning zu einem Unfall.
Neben überfluteten Fahrbahnen und Kellern beschäftigten vor allem umgestürzte Bäume die Einsatzkräfte. In der Gegend um Traunreut beseitigten Feuerwehren mehrere kleinere Bäume. Einer davon fiel auf die Bahnstrecke zwischen Hörpolding und Traunreut. Die Einsatzkräfte konnten das Hindernis nach Angaben der Feuerwehrleitstelle rasch entfernen. Zugausfälle gab es nach Angaben der Deutschen Bahn dort nicht.
Deutlichere Auswirkungen hatte ein umgestürzter Baum auf der Strecke München-Pasing-Kochel. Der Abschnitt zwischen Tutzing und Seeshaupt wurde nach Angaben der Deutschen Bahn zeitweise gesperrt. Für Reisende wurde Ersatzverkehr mit Großraumtaxen eingerichtet. Am Samstagmorgen wurde die Sperrung weiterhin als eine der Folgen der vorangegangenen Unwetterlage aufgeführt.
Auch Straßen im Landkreis Traunstein waren durch umgestürzte Bäume betroffen. Feuerwehrkräfte räumten die Hindernisse nach den vorliegenden Angaben wieder von den Fahrbahnen. Vereinzelt liefen zudem Unterführungen und Keller voll, während starker Regen an manchen Orten Gullydeckel anhob.
Die Wetterlage beruhigte sich am Samstag zwar gegenüber den besonders niederschlagsreichen Phasen zuvor, vollständig vorbei war die Gewittergefahr jedoch zunächst nicht. Der Deutsche Wetterdienst rechnete in Teilen Bayerns weiterhin mit Schauern und einzelnen Gewittern. Für Nordbayern wurden von Westen her örtliche Schauer und einzelne Gewitter erwartet.
BR24 verwies für Samstag zudem auf die Möglichkeit lokalen Starkregens mit Mengen um 15 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit sowie auf kleinen Hagel und starke bis stürmische Böen. Betroffen sein konnten sowohl Gebiete in Nordbayern als auch Teile des Südens. Für Sonntag zeichnete sich dagegen eine Wetterberuhigung mit mehr Sonne und überwiegend trockenem Wetter ab.
Für Autofahrer bleibt nach Starkregen vor allem Aquaplaning ein Risiko. Wasser kann sich in Senken und auf Fahrbahnen sammeln, auch wenn eine Straße nicht vollständig gesperrt ist. Aktuelle Sperrungen, Gefahrstellen und Verkehrsbehinderungen werden in Bayern unter anderem über das landeseigene Verkehrsinformationssystem BayernInfo zusammengeführt, das Daten von Polizei, Autobahn GmbH und weiteren Straßenbehörden verarbeitet.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu