
Der französische Gangsterklassiker Sieben Tote hat die Woche ist im deutschen Fernsehen zurück. ARTE zeigte den Film von Jacques Deray am Montag, 24. August 2026, zur besten Sendezeit von 20.15 bis 22 Uhr. Wer die Ausstrahlung verpasst hat, bekommt schon bald eine weitere Gelegenheit. ARTE kündigt den nächsten TV-Termin für Freitag, 4. September 2026, um 14 Uhr an. Auf der Internetseite des Senders wird der Film außerdem mit einer Online-Verfügbarkeit ab Dienstag, 25. August, geführt.
Der Film stammt aus dem Jahr 1963 und trägt im französischen Original den Titel „Symphonie pour un massacre“. Es handelt sich um eine Produktion aus Frankreich und Italien. Regie führte Jacques Deray, der später mit Kriminalfilmen wie „Der Swimmingpool“ auch international bekannt wurde. Das Drehbuch entstand unter Beteiligung von Deray, José Giovanni und Claude Sautet. Grundlage war der Roman „Les Mystifiés“ von Alain Reynaud-Fourton.
Im Mittelpunkt stehen fünf Männer in Paris: Jabeke, Moreau, Paoli, Clavet und Valoti. Sie wollen gemeinsam in ein umfangreiches Drogengeschäft investieren. Jeder steuert einen Teil des benötigten Geldes bei. Die geplante Lieferung befindet sich in Marseille und der gemeinsame Plan scheint zunächst klar geregelt.
Das vermeintliche Vertrauen innerhalb der Gruppe hält jedoch nicht lange. Jabeke verfolgt eigene Ziele und plant, die übrigen Beteiligten auszuspielen. Moreau soll mit dem gemeinsam aufgebrachten Geld nach Marseille reisen. Jabeke folgt ihm heimlich. Damit beginnt eine Entwicklung, bei der Misstrauen, persönliche Interessen und gegenseitige Verdächtigungen immer stärker die Beziehungen innerhalb der Gruppe bestimmen.
Der Film verbindet damit Elemente eines klassischen Gangsterfilms mit einem psychologisch geprägten Kriminaldrama. Der eigentliche Coup ist nur der Ausgangspunkt. Im Zentrum steht zunehmend die Frage, was geschieht, wenn eine Gruppe, deren Zusammenarbeit auf gemeinsamen finanziellen Interessen beruht, das Vertrauen ineinander verliert.
Eine der wichtigsten Rollen übernimmt Jean Rochefort als Jabeke. Rochefort wurde später zu einem der bekanntesten französischen Charakterdarsteller. In „Sieben Tote hat die Woche“ steht seine Figur im Zentrum des Konflikts innerhalb der Gruppe.
Michel Auclair spielt Clavet, Claude Dauphin ist als Valoti zu sehen und José Giovanni übernimmt die Rolle des Moreau. Charles Vanel verkörpert Paoli. Zum Ensemble gehören außerdem Michèle Mercier als Madeleine Clavet und Daniela Rocca als Hélène Valoti. Die Besetzung wird sowohl von ARTE als auch in den Programmdaten der ARD Mediathek in dieser Zusammenstellung geführt.
Bemerkenswert ist auch die Besetzung hinter der Kamera. Für die Bildgestaltung war Claude Renoir verantwortlich. Die Musik komponierte Michel Magne, den Schnitt übernahm Paul Cayatte. Die französische Cinémathèque führt den Film heute als Werk aus dem Jahr 1963 und verweist zudem auf eine Restaurierung in 2K durch Pathé.
„Sieben Tote hat die Woche“ entstand zu einer Zeit, in der französische Kriminalfilme international zunehmend ein eigenes Profil entwickelten. Statt ausschließlich auf Verfolgungsjagden oder spektakuläre Aktionen zu setzen, rückten zahlreiche Produktionen Machtkämpfe, Loyalität und Misstrauen zwischen ihren Figuren stärker in den Vordergrund.
Auch Jacques Derays Film arbeitet mit diesem Prinzip. Die Spannung entsteht nicht allein aus dem geplanten Drogengeschäft, sondern aus der Veränderung der Beziehungen zwischen den Beteiligten. Der FILMDIENST ordnet das Werk der prägenden Phase des französischen Gangsterkinos zu und hebt neben der Besetzung insbesondere die Kameraarbeit Claude Renoirs hervor.
Für Deray war der Film ein vergleichsweise frühes Werk seiner langen Karriere im französischen Kriminalkino. Später folgten zahlreiche weitere Thriller und Gangsterfilme. „Sieben Tote hat die Woche“ zeigt bereits Motive, die in seinem späteren Werk immer wieder eine Rolle spielten: strategisches Vorgehen, wechselnde Loyalitäten und Figuren, deren Pläne durch eigene Entscheidungen zunehmend außer Kontrolle geraten.
Die aktuelle Ausstrahlung bei ARTE erfolgte am Montag, 24. August 2026, von 20.15 bis 22 Uhr. Die ARD Mediathek führt dafür eine Programmlänge von 105 Minuten.
Der nächste bestätigte TV-Termin ist Freitag, 4. September 2026, um 14 Uhr bei ARTE. ARTE nennt diesen Termin inzwischen direkt auf seiner Filmseite. Gleichzeitig kündigt der Sender die Online-Verfügbarkeit ab dem 25. August 2026 an. Damit gibt es nach der abendlichen Fernsehausstrahlung eine weitere Möglichkeit, den Klassiker zu sehen.
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