HSV bestätigt Treffen mit Fábio Vieira in London

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Der Hamburger SV verstärkt kurz vor dem Ende der Sommertransferperiode seine Bemühungen um eine Rückkehr von Fábio Vieira. Sportvorständin Kathleen Krüger hat am Samstag erstmals offiziell bestätigt, dass HSV-Sportdirektor Claus Costa für Gespräche nach London gereist ist. Eine Einigung mit dem FC Arsenal über einen Wechsel des portugiesischen Mittelfeldspielers gibt es bislang allerdings nicht.

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Damit steht fest, dass das Interesse deutlich über eine unverbindliche Beobachtung des Transfermarktes hinausgeht. Ein Wechsel von Fábio Vieira zum HSV ist dennoch nicht beschlossen. Der Bundesligist bemüht sich um einen festen Transfer, während die wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin offen sind.

Hamburger Abendblatt berichtete zuerst über London-Reise

Die Reise von Claus Costa nach England war bereits am Mittwoch, 26. August, bekannt geworden. Als erstes namentlich zitiertes Medium berichtete das Hamburger Abendblatt, dass der HSV-Sportdirektor nach London geflogen sei und dort sowohl Vieira als auch Arsenals Sportdirektor Andrea Berta getroffen habe. Andere Medien griffen die Information anschließend auf. Sky berichtete am selben Tag ebenfalls über Costas Bemühungen.

Bis Samstag fehlte jedoch die Bestätigung des Hamburger SV. Diese lieferte Sportvorständin Kathleen Krüger vor dem Bundesliga-Auftakt des Clubs in einem Interview mit Sky.

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Fakt ist, dass Claus in London war. Das kann ich dann jetzt offiziell bestätigen, sagte Krüger. Die Reise sei Ausdruck der hohen Wertschätzung für den Spieler.

Damit bestätigte der HSV zwar Costas Aufenthalt in London, nicht jedoch sämtliche Einzelheiten der zuvor veröffentlichten Medienberichte. Insbesondere eine Einigung mit Arsenal wurde nicht verkündet.

Fábio Vieira steht wieder beim FC Arsenal unter Vertrag

Bei dem Wunschspieler handelt es sich um Fábio Daniel Ferreira Vieira. Der Portugiese wurde am 30. Mai 2000 geboren und ist damit 26 Jahre alt. Er wird hauptsächlich im offensiven Mittelfeld eingesetzt, kann aber auch in anderen offensiven Mittelfeldrollen spielen.

Vieira gehört dem FC Arsenal. Der englische Spitzenclub verpflichtete den Linksfuß im Sommer 2022 vom FC Porto. Arsenal führt ihn weiterhin als Mittelfeldspieler seines Profikaders. Sein Vertrag bei den Londonern wird bis zum 30. Juni 2027 geführt.

Der Hamburger SV kennt Vieira bereits genau. In der Saison 2025/26 spielte er auf Leihbasis in Hamburg. Der damalige Wechsel war am 1. September 2025 ebenfalls kurz vor dem Ende der Transferperiode zustande gekommen. Der HSV bestätigte seinerzeit offiziell eine Leihe für die komplette Saison.

Nach Saisonende kehrte Vieira zunächst zum FC Arsenal zurück. Der HSV hatte bereits im Mai angekündigt, mit den beteiligten Parteien über eine mögliche weitere Zusammenarbeit sprechen zu wollen. Sportdirektor Costa bezeichnete Vieira damals zusammen mit Luka Vuskovic als einen der Leistungsträger der vergangenen Spielzeit.

HSV strebt festen Transfer statt neuer Leihe an

Für die aktuelle Transferperiode ist die Ausgangslage eine andere als vor einem Jahr. Nach Informationen von Sky geht es nicht um eine weitere Leihe. Der HSV arbeite an einer festen Verpflichtung Vieiras. Bereits Ende Juli berichtete der Sender, dass Gespräche mit Arsenal über einen dauerhaften Wechsel liefen.

Auch der Bericht über Costas London-Reise vom 26. August ging von einem festen Transfer aus. Dem Hamburger Abendblatt zufolge habe der HSV dem Spieler erneut verdeutlicht, ihn dauerhaft verpflichten zu wollen. Eine erneute Leihe sei demnach nicht das bevorzugte Modell.

Eine unterschriftsreife Vereinbarung gibt es bislang nicht. Ebenso wenig hat der HSV eine Vertragslaufzeit für Vieira bekanntgegeben. Angaben über einen möglichen mehrjährigen HSV-Vertrag wären deshalb derzeit nicht offiziell bestätigt.

Ablöse bleibt entscheidender Punkt im Vieira-Poker

Der zentrale Unterschied zwischen beiden Clubs liegt offenbar weiterhin bei der Ablösesumme. Sky berichtete Ende Juli, Arsenal fordere für Vieira rund 18 Millionen Euro. Eine Einigung sei damals nicht in Sicht gewesen.

Bild berichtete Anfang August ebenfalls von einer Größenordnung von rund 18 Millionen Euro auf Arsenal-Seite. Das Hamburger Angebot habe zu diesem Zeitpunkt dagegen bei etwa acht bis neun Millionen Euro gelegen. Diese Summen sind nicht vom HSV oder Arsenal offiziell bestätigt worden.

Nach Angaben des Hamburger Abendblatts vom 26. August habe der HSV zuletzt weiterhin weniger als zehn Millionen Euro geboten. Arsenal habe dagegen auf die Möglichkeit eines finanziell attraktiveren Angebots eines anderen Interessenten gesetzt. Auch diese Zahlen stammen aus Medienberichten und wurden von den Vereinen nicht öffentlich bestätigt.

Krüger vermied am Samstag konkrete Summen. Sie verwies stattdessen erneut auf die wirtschaftlichen Grenzen des Clubs. Bereits zuvor hatte die Sportvorständin erklärt, dass ein Spieler von Vieiras Qualität grundsätzlich interessant sei, der HSV bei einem Transfer aber finanziell verantwortungsvoll handeln müsse. Im Juli hatte sie den damals aufgerufenen Preis als für den HSV nicht darstellbar bezeichnet.

Am Samstag sagte Krüger zudem, der Verein arbeite ganz, ganz intensiv an seinen Möglichkeiten auf dem Transfermarkt. Bei Vieira müsse eine Lösung am Ende auch wirtschaftlich passen.

Vieira war in Hamburg einer der produktivsten Offensivspieler

Warum sich der HSV so intensiv um eine Rückkehr bemüht, lässt sich auch an Vieiras Zahlen aus der vergangenen Saison ablesen. In der Bundesliga kam der portugiesische offensive Mittelfeldspieler 2025/26 auf 29 Einsätze, davon 25 von Beginn an. Er erzielte sieben Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Hinzu kamen zwei Einsätze im DFB-Pokal.

Der HSV selbst führte Vieira nach Saisonende mit sieben Pflichtspieltoren als erfolgreichsten Torschützen des Clubs in Bundesliga und DFB-Pokal.

Damit erfüllte Vieira genau die Rolle, für die ihn der Verein ursprünglich verpflichtet hatte. Schon bei seiner ersten Vorstellung hatte Sportdirektor Claus Costa den Portugiesen als technisch starken offensiven Mittelfeldspieler mit Qualitäten im kreativen Spiel beschrieben.

Auch Trainer Merlin Polzin hat sich vor dem Ende der aktuellen Transferperiode erneut positiv über seinen früheren Spieler geäußert. Polzin verwies auf Vieiras Leistungen aus der vergangenen Saison und darauf, dass der Portugiese auch persönlich gut in die Mannschaft gepasst habe. Der Trainer bezeichnete die Bemühungen um einen solchen Spieler als Teil der Aufgabe des Clubs, seine Möglichkeiten auf dem Transfermarkt auszuschöpfen.

Kaderplanung des HSV läuft bis zum letzten Transfertag

Der Vieira-Vorgang ist Teil der letzten Phase der Hamburger Kaderplanung. Der HSV hat seinen Kader für die neue Saison bereits auf mehreren Positionen verändert. Gerade Vieiras kreative Qualität aus der vergangenen Spielzeit konnte jedoch nicht unmittelbar übernommen werden, weil seine Leihe am 30. Juni endete.

Der Club hat deshalb seit Wochen geprüft, unter welchen Bedingungen eine dauerhafte Rückkehr möglich wäre. Die London-Reise von Claus Costa zeigt nun, dass der HSV das Thema auch unmittelbar vor Ende des Transferfensters weiter verfolgt.

Zeit bleibt nur noch begrenzt. Das deutsche Sommertransferfenster schließt am Dienstag, 1. September 2026. Bis dahin müsste eine Einigung mit Arsenal erzielt, der Transfervertrag abgeschlossen und der Wechsel fristgerecht registriert werden.

Offiziell bestätigt ist am Samstagabend damit nur ein Teil des Vorgangs: Claus Costa war wegen der Personalie Vieira in London, der HSV möchte den Portugiesen zurückholen und arbeitet weiter an einer Lösung mit Arsenal. Ein fester Transfer ist das angestrebte Modell.

Nicht bestätigt sind dagegen eine Einigung über die Ablöse, eine konkrete endgültige Transfersumme oder die Laufzeit eines möglichen neuen Vertrags in Hamburg. Gerade bei der finanziellen Bewertung liegen die öffentlich bekannten Positionen weiterhin auseinander. Die nächsten Schritte hängen deshalb vor allem davon ab, ob der FC Arsenal und der HSV in den verbleibenden Tagen eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden.

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