
Der Hyundai Ioniq 3 kann ab sofort in Deutschland bestellt werden. Zum Bestellstart am 2. September 2026 lag der Einstiegspreis nach Angaben von Hyundai bei 28.950 Euro zuzüglich Überführungskosten. Damit erweitert der südkoreanische Hersteller sein Elektroangebot um ein Modell für die zunehmend umkämpfte Klasse kompakter und vergleichsweise preisgünstiger Elektroautos.
Die günstigste Version trägt die Ausstattung Select. Sie kombiniert eine 42-kWh-Batterie mit einem 108 kW starken Elektromotor, entsprechend 147 PS. Hyundai gibt für diese Variante eine maximale Reichweite von 344 Kilometern nach WLTP an. Daneben steht ein größerer Akku mit 61 kWh zur Verfügung. Mit ihm sind je nach Ausstattung bis zu 497 Kilometer möglich.
Bei der kleineren Batterie setzt Hyundai auf 108 kW Leistung. Sie wird für die Ausstattungslinien Select und Trend angeboten. Der kombinierte Stromverbrauch liegt nach den Homologationsangaben je nach Ausführung zwischen 14,1 und 14,4 kWh je 100 Kilometer.
Die größere 61-kWh-Batterie wird mit einem 99 kW beziehungsweise 135 PS starken Elektromotor kombiniert und ist für sämtliche Ausstattungslinien verfügbar. Die maximale WLTP-Reichweite liegt nach Herstellerangaben bei bis zu 497 Kilometern. Dieser Höchstwert gilt allerdings nicht für jede Konfiguration. Räder und Ausstattung können die Reichweite reduzieren. Für den Ioniq 3 N Line Evo nennt Hyundai beispielsweise maximal 442 Kilometer.
Beim Gleichstromladen sind bis zu 119 kW vorgesehen. Unter optimalen Bedingungen soll sich der Akku damit in rund 29 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen. Für das Laden mit Wechselstrom bietet Hyundai optional einen On-board-Charger mit bis zu 22 kW an.
Bereits die Einstiegsversion Select bringt unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, Einparkhilfen vorne und hinten, eine Rückfahrkamera, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und ein Smart-Key-System mit. Hinzu kommen ein Totwinkelassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung und ein autonomes Notbremssystem.
Die zentrale Bedienoberfläche ist ein 12,9 Zoll großer Touchscreen. Der Ioniq 3 erhält zudem Hyundais neues Infotainmentsystem Pleos Connect auf Basis von Android Automotive OS. Je nach Ausstattung sind außerdem Funktionen wie ein digitaler Fahrzeugschlüssel, Over-the-Air-Updates, Plug & Charge und Vehicle-to-Load verfügbar.
Beim Platzangebot nennt Hyundai ein Kofferraumvolumen von 441 Litern einschließlich eines zusätzlichen Stauraums unter dem Ladeboden. Im Innenraum sind fünf Sitzplätze vorgesehen.
Hyundai bietet den Ioniq 3 zum deutschen Marktstart als Select, Trend, N Line, Prime und N Line Evo an. Für den Select mit 42-kWh-Batterie lag die unverbindliche Preisempfehlung Anfang September bei 28.950 Euro.
Der Trend mit der kleineren Batterie startete bei 31.950 Euro. Er ergänzt unter anderem ein 9,9-Zoll-Fahrerdisplay, beheizbare Vordersitze, ein beheizbares Lenkrad, ein Batterieheizsystem und eine kabellose Lademöglichkeit für Smartphones.
Die höher positionierten Ausführungen werden zum Start mit der 61-kWh-Batterie angeboten. Der N Line begann bei 39.650 Euro, der Prime bei 40.950 Euro und der N Line Evo bei 42.450 Euro. Je nach Version gehören unter anderem Wärmepumpe, ein 14,6-Zoll-Navigationsdisplay, Matrix-LED-Scheinwerfer, 360-Grad-Kamera und ein Bose-Soundsystem zum Serienumfang.
Zusätzliche Pakete können den Preis weiter erhöhen. Hyundai verlangt beispielsweise für ein Technikpaket mit 22-kW-AC-Lader, entsprechendem Typ-2-Kabel, Vehicle-to-Load-Adapter und Steckdose im Innenraum 1.650 Euro. Sämtliche genannten Listenpreise verstehen sich ohne Überführungskosten und beziehen sich auf den deutschen Markt Anfang September 2026.
Mit einem Grundpreis knapp unter 29.000 Euro trifft der Ioniq 3 auf einen Markt, in dem inzwischen mehrere etablierte Hersteller elektrische Klein- und Kompaktwagen unterhalb der Schwelle von 30.000 Euro anbieten.
Der Renault 5 E-Tech Electric wurde Anfang September beispielsweise ab 26.290 Euro angeboten. Die Variante mit 40-kWh-Batterie kommt laut Renault auf bis zu 317 Kilometer WLTP-Reichweite. Mit 52-kWh-Batterie werden bis zu 417 Kilometer genannt, der Einstiegspreis dieser Motorisierung lag bei 29.290 Euro.
Kia positioniert den EV2 noch etwas günstiger. Sein Listenpreis begann bei 26.600 Euro. Die Basisversion besitzt eine Batterie mit 42,2 kWh und erreicht laut Hersteller bis zu 317 Kilometer. Mit dem 61-kWh-Akku sind bis zu 453 Kilometer vorgesehen.
Auch Volkswagen ist in diesem Preisbereich aktiv. Für den ID. Polo nennt der Hersteller einen Einstiegspreis von 24.995 Euro. Je nach Batterie und Ausführung gibt Volkswagen eine maximale Reichweite von bis zu 454 Kilometern an.
Die Preise allein erlauben allerdings keinen direkten Vergleich. Unterschiede bei Batteriegröße, Serienausstattung, Ladeleistung, Fahrzeugabmessungen und Reichweite sind erheblich. Beim Ioniq 3 fällt insbesondere die Kombination aus einem Einstiegspreis unter 30.000 Euro und der optionalen Reichweite von bis zu 497 Kilometern auf.
Der Marktstart erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem batterieelektrische Autos ihren Anteil an den deutschen Neuzulassungen deutlich ausgebaut haben. Im Juli 2026 wurden nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes 78.609 reine Elektro-Pkw neu zugelassen. Ihr Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag bei 29,3 Prozent.
Von Januar bis einschließlich Juli kamen insgesamt 446.615 neue batterieelektrische Pkw auf die Straße. Der Marktanteil lag in diesem Zeitraum bei rund einem Viertel aller Neuzulassungen.
Für Hyundai entsteht damit zugleich ein stärkerer Wettbewerb. Während größere Elektroautos bereits seit Jahren einen wesentlichen Teil des Angebots ausmachen, wächst inzwischen besonders die Auswahl bei Fahrzeugen zwischen etwa 25.000 und 35.000 Euro. Mit dem Ioniq 3 setzt Hyundai dabei zwischen dem günstigeren Inster und den größeren Modellen der Ioniq-Baureihe an.
Produziert wird das neue Modell im türkischen Hyundai-Werk İzmit. Dort begann die Fertigung bereits im August. Damit stammt der für Europa entwickelte Ioniq 3 aus einem europäischen Produktionsstandort und ergänzt die Elektrostrategie des Konzerns um ein Fahrzeug für eines der volumenstärkeren Preissegmente des Neuwagenmarkts.
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