
Coesfeld rückt am Sonntag, 13. September, bundesweit ins Fernsehen. Das ZDF überträgt ab 9.30 Uhr einen katholischen Fernsehgottesdienst live aus der St.-Lamberti-Kirche. Nach Angaben des Bistums Münster erreicht das sonntägliche Format üblicherweise zwischen 650.000 und 800.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Thematisch steht das Fest der Kreuzerhöhung im Mittelpunkt. Dabei spielt auch das Coesfelder Kreuz eine zentrale Rolle, das eng mit der religiösen Tradition der Stadt verbunden ist. Für Jörg Hagemann, leitender Pfarrer des Pastoralen Raums Coesfeld und Kreisdechant, ist es der erste Gottesdienst, den er für eine bundesweite Fernsehausstrahlung gestaltet.
Die Vorbereitungen für den ZDF-Gottesdienst laufen bereits. Wie das Bistum Münster mitteilt, gehören dazu mehrere Abstimmungstermine mit dem Produktionsteam, ein detaillierter Ablaufplan sowie eine Generalprobe. Auch die Predigt muss für die Fernsehübertragung genauer vorbereitet werden als bei einem gewöhnlichen Gottesdienst.
Hagemann hat bereits Gottesdienste für das Radio gefeiert. Eine Fernsehproduktion bringe jedoch andere technische Anforderungen und eine deutlich größere Reichweite mit sich, heißt es in der Mitteilung. Gemeinsam mit Pastoralreferent Matthias Bude und Pastoralreferentin Christiane Mussinghoff arbeitet er deshalb an der inhaltlichen Gestaltung.
Im Mittelpunkt steht die Bedeutung des Kreuzes. Dabei soll nach Angaben des Bistums nicht nur die religiöse Tradition aufgegriffen werden. Vielmehr soll eine Verbindung zu Menschen hergestellt werden, die schwierige oder belastende Situationen erleben. Besonders im Blick seien außerdem ältere und alleinlebende Zuschauer, die nicht selbst an einem Gottesdienst teilnehmen können.
Damit richtet sich der Fernsehgottesdienst aus Coesfeld ausdrücklich auch an Menschen außerhalb der Gemeinde. Die Übertragung ermöglicht ihnen, die Messe von zu Hause aus zu verfolgen. Zugleich erhält die St.-Lamberti-Kirche durch die bundesweite ZDF-Sendung eine ungewöhnlich große Öffentlichkeit.
Musikalisch wird das Thema ebenfalls aufgegriffen. Geplant ist unter anderem Johann Sebastian Bachs sogenannte Kreuzstabkantate. Dafür kommen ein eigens zusammengestellter Kammerchor, ein Kammerorchester und weitere Musiker aus dem Pastoralen Raum zusammen. Die musikalische Leitung übernimmt Kantor Maximilian Kramer.
Die Live-Übertragung bildet zugleich den Auftakt zur diesjährigen Kreuzwoche in Coesfeld. Sie steht nach Angaben des Bistums unter dem Leitwort „MIT WAGEN!“. Damit verbindet sich der Fernsehtermin mit einer Veranstaltungsreihe, die über den Gottesdienst am 13. September hinausgeht.
Während der Kreuzwoche sind verschiedene Gäste angekündigt. Dazu gehören die evangelische Pfarrerin Doris Weiland sowie Ruth Fehlker, Pastoralreferentin und geistliche Leiterin der KFD. Außerdem soll die Influencerin Michelle Engel teilnehmen.
Den Abschluss bildet am Sonntag, 20. September, die traditionelle Kreuztracht. Den Gottesdienst an der Kleinen Kapelle wird nach Angaben des Bistums Münster der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck feiern.
Für die St.-Lamberti-Kirche bedeutet der Auftakt jedoch zunächst eine besondere technische und organisatorische Herausforderung. Anders als bei einer gewöhnlichen Messe müssen Abläufe, Kamerapositionen und zeitliche Vorgaben auf die Live-Produktion abgestimmt werden. Gleichzeitig soll der Charakter eines Gottesdienstes erhalten bleiben.
Die bundesweite Übertragung verschafft Coesfeld dabei eine erhebliche Reichweite. Nach Angaben des Bistums verfolgen das katholische Sonntagsangebot des ZDF normalerweise zwischen 650.000 und 800.000 Menschen. Der Fernsehgottesdienst in Coesfeld beginnt am 13. September um 9.30 Uhr und wird live im ZDF ausgestrahlt.
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