DeutschlandTrend: AfD hält deutlichen Vorsprung vor der Union

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Symbolbild mit KI erstellt

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Die AfD bleibt im neuen ARD-DeutschlandTrend stärkste Kraft. In der am Donnerstag, 3. September 2026, veröffentlichten Sonntagsfrage kommt die Partei auf 27 Prozent. CDU und CSU erreichen zusammen 21 Prozent. Damit beträgt der Abstand zwischen AfD und Union sechs Prozentpunkte. Gegenüber August verliert die AfD zwar einen Punkt, an den grundsätzlichen Kräfteverhältnissen ändert sich dadurch jedoch wenig.

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Die Zahlen setzen eine Entwicklung fort, die sich bereits seit mehreren Monaten zeigt. Die Union liegt deutlich unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2025, während die AfD inzwischen regelmäßig vor CDU und CSU rangiert. Auch die beiden Regierungsparteien Union und SPD kommen zusammen nur noch auf 34 Prozent.

AfD bei 27 Prozent, Union bleibt bei 21 Prozent

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würde die AfD laut ARD-DeutschlandTrend 27 Prozent der Stimmen erhalten. Das sind ein Prozentpunkt weniger als im August. Die CDU/CSU bleibt unverändert bei 21 Prozent. Die Grünen erreichen ebenfalls unverändert 15 Prozent.

Die SPD verbessert sich um einen Punkt auf 13 Prozent. Auch die Linke gewinnt einen Punkt hinzu und kommt auf 12 Prozent. Die FDP erreicht weiterhin vier Prozent und würde damit unter der Fünf-Prozent-Hürde bleiben. Sämtliche übrigen Parteien kommen zusammen auf acht Prozent.

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Damit ist der Abstand zwischen AfD und Union zwar etwas kleiner als einen Monat zuvor. Im August hatte die AfD mit 28 Prozent ihren bis dahin höchsten Wert im ARD-DeutschlandTrend erreicht, während CDU und CSU bei 21 Prozent lagen. Damals lag der Vorsprung bei sieben Punkten.

Besonders deutlich wird die Veränderung im Vergleich zur Bundestagswahl 2025. Die Union hatte damals 28,5 Prozent erreicht, die AfD 20,8 Prozent. Inzwischen haben sich die Positionen in der bundesweiten Stimmung gedreht. Eine Sonntagsfrage ist allerdings keine Wahlprognose. Sie bildet die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab.

83 Prozent Unzufriedenheit mit Merz stammen aus dem Mai

Bei der Bewertung von Bundeskanzler Friedrich Merz ist eine zeitliche Unterscheidung wichtig. Der häufig genannte Wert von 83 Prozent unzufriedenen Wahlberechtigten wurde im ARD-DeutschlandTrend vom Mai 2026 gemessen, nicht in der aktuellen September-Erhebung.

Damals waren nur 16 Prozent mit der politischen Arbeit des Bundeskanzlers zufrieden. 83 Prozent äußerten sich unzufrieden. Infratest dimap bezeichnete den damaligen Zufriedenheitswert als den niedrigsten, der im DeutschlandTrend bis dahin für einen amtierenden Bundeskanzler gemessen worden war. Zum Vergleich: Einen Monat nach dem Amtsantritt von Merz hatten im Juni 2025 noch 39 Prozent seine politische Arbeit positiv bewertet.

Auch in den folgenden Monaten erholten sich die Werte nicht entscheidend. Im ARD-DeutschlandTrend vom August waren 14 Prozent mit der Arbeit des Bundeskanzlers zufrieden. 84 Prozent äußerten sich unzufrieden. Damit bewegte sich die Bewertung weiter auf einem sehr niedrigen Niveau.

Bundesregierung zuletzt mit nur 13 Prozent Zufriedenheit

Ähnlich kritisch wurde zuletzt die Bundesregierung insgesamt bewertet. Im August erklärten lediglich 13 Prozent der Befragten, sie seien mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. 85 Prozent waren weniger oder gar nicht zufrieden. Die Werte hatten sich gegenüber dem Vormonat praktisch nicht verbessert.

Schon im Mai hatte die Koalition einen historischen Tiefstand erreicht. Damals waren 13 Prozent mit der Regierungsarbeit zufrieden. Infratest dimap stellte fest, dass im seit 1997 erhobenen DeutschlandTrend nach dem ersten Amtsjahr noch keine Bundesregierung ebenso schlecht bewertet worden war.

Die schwachen Bewertungen der Bundesregierung spiegeln sich damit zumindest teilweise auch in den Parteiwerten wider. CDU/CSU und SPD erreichen in der aktuellen Sonntagsfrage zusammen 34 Prozent. AfD, Grüne und Linke kommen gemeinsam auf 54 Prozent. Aus den Umfragewerten lässt sich allerdings nicht unmittelbar ableiten, aus welchen einzelnen Gründen Befragte ihre Parteipräferenz ändern.

Union verliert gegenüber der Bundestagswahl deutlich

Für CDU und CSU zeigt sich eine besonders deutliche Differenz zwischen Wahlergebnis und aktueller Stimmung. Bei der Bundestagswahl 2025 hatte die Union noch 28,5 Prozent erreicht. Im September-DeutschlandTrend sind es 21 Prozent. Die SPD liegt mit 13 Prozent ebenfalls unter ihrem Bundestagswahlergebnis.

Die AfD entwickelt sich in die andere Richtung. Ausgehend von 20,8 Prozent bei der Bundestagswahl erreicht sie aktuell 27 Prozent. Allerdings liegt sie damit einen Punkt unter ihrem Rekordwert aus dem August-DeutschlandTrend.

Der neue DeutschlandTrend fällt zudem in eine Phase mehrerer wichtiger Landtagswahlen. Am kommenden Sonntag wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Weitere Landtagswahlen stehen im September an. Die bundesweite Sonntagsfrage lässt sich dabei nicht unmittelbar auf einzelne Bundesländer übertragen.

Umfrage unter 1.319 Wahlberechtigten

Für den aktuellen ARD-DeutschlandTrend befragte infratest dimap vom 31. August bis zum 2. September 2026 insgesamt 1.319 Wahlberechtigte in Deutschland. 787 Interviews wurden telefonisch geführt, 532 online. Die Stichprobe wurde nach soziodemografischen Merkmalen und dem erinnerten Wahlverhalten gewichtet.

Die statistische Schwankungsbreite liegt nach Angaben von infratest dimap bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei etwa drei Prozentpunkten und bei einem Anteilswert von zehn Prozent bei etwa zwei Punkten. Kleine Veränderungen um einen Prozentpunkt sollten deshalb nicht als grundlegende Verschiebung interpretiert werden.

Das zentrale Bild der September-Erhebung ist dennoch eindeutig: Die AfD bleibt in der bundesweiten Sonntagsfrage vor allen anderen Parteien. Die Union stagniert bei 21 Prozent und liegt sechs Punkte zurück. Gleichzeitig zeigen die zuletzt erhobenen persönlichen und regierungsbezogenen Zufriedenheitswerte, dass Bundeskanzler Merz und die schwarz-rote Koalition weiterhin mit sehr geringer Zustimmung in der Bevölkerung konfrontiert sind.

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