
Bei einem schweren Auffahrunfall auf der Autobahn 1 zwischen Neustadt in Holstein und Eutin sind in der Nacht zum Samstag drei Menschen verletzt worden. Ein 42 Jahre alter Autofahrer und seine zehnjährige Tochter erlitten schwere Verletzungen. Das Mädchen befand sich nach dem Zusammenstoß zunächst in Lebensgefahr, war am Samstagmorgen nach Polizeiangaben jedoch außer Lebensgefahr. Auch der Fahrer des beteiligten Kleintransporters kam in ein Krankenhaus.
Die A1 in Fahrtrichtung Hamburg musste nach dem Unfall vollständig gesperrt werden. Unfallaufnahme, Bergung der Fahrzeuge und Reinigungsarbeiten dauerten mehrere Stunden.
Am Samstagmorgen bestand die Sperrung zunächst weiter. Später teilte die Integrierte Regionalleitstelle Süd mit, dass der Einsatz beendet sei und die Autobahn wieder freigegeben worden sei. Ein genauer Zeitpunkt der Freigabe wurde zunächst nicht genannt.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 0.50 Uhr auf der A1 in Richtung Hamburg zwischen Neustadt-Mitte und Eutin. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand war dort ein 55 Jahre alter Mann mit einem Kleintransporter unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache bremste er sein Fahrzeug stark ab.
Der unmittelbar dahinter fahrende Pkw des 42-Jährigen prallte nach Polizeiangaben ungebremst auf den Kleintransporter. In dem Auto saß neben dem Fahrer dessen zehnjährige Tochter. Durch die Wucht des Zusammenstoßes gerieten beide beteiligten Fahrzeuge ins Schleudern beziehungsweise drehten sich auf der Fahrbahn. Der Pkw prallte anschließend gegen die Mittelleitplanke und blieb auf der Seite liegen. Im vorderen Bereich des Autos brach Feuer aus.
Der genaue Grund dafür, warum der Kleintransporter zuvor so stark abgebremst wurde, blieb zunächst ungeklärt. Auch zur Frage, ob der nachfolgende Autofahrer noch reagiert oder gebremst hatte, lagen über die Beschreibung des ungebremsten Aufpralls hinaus zunächst keine näheren gesicherten Angaben vor.
Der 42-Jährige erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen. Besonders kritisch war zunächst der Zustand seiner Tochter. Nach Angaben der Polizei bestand bei dem zehnjährigen Mädchen zunächst Lebensgefahr. Am Samstagmorgen konnte die Polizei mitteilen, dass sich das Kind nicht mehr in Lebensgefahr befinde.
Damit wurden insgesamt drei Verletzte bekannt. Auch der 55 Jahre alte Fahrer des Kleintransporters wurde nach dem Unfall in ein Krankenhaus gebracht. Wie schwer er verletzt wurde, konnte die Polizei zunächst nicht näher angeben.
Bei dem Transporterfahrer stellte die Polizei nach dem Unfall Alkoholeinfluss fest. Weitere öffentlich bestätigte Angaben zur Höhe einer möglichen Alkoholkonzentration lagen zunächst nicht vor. Ebenso war zunächst nicht geklärt, welchen Einfluss eine mögliche Alkoholisierung auf den Unfallablauf hatte. Die Ursache des starken Bremsmanövers war nach den ersten Angaben ausdrücklich noch offen.
Nach dem Unfall sperrten die Einsatzkräfte die A1 in Fahrtrichtung Hamburg vollständig. Betroffen war der Abschnitt im Bereich zwischen Neustadt und Eutin. Die Polizei musste den Unfall aufnehmen, während zugleich die beschädigten Fahrzeuge geborgen und die Fahrbahn gereinigt wurden. Das teilweise ausgebrannte Auto machte zusätzliche Aufräumarbeiten erforderlich.
Da der Unfall bereits gegen 0.50 Uhr geschah und die Vollsperrung am frühen Samstagmorgen noch bestand, war die Strecke für mehrere Stunden nicht befahrbar. Noch gegen 8 Uhr wurde die A1 in aktuellen Meldungen als voll gesperrt bezeichnet. Erst danach wurde bekannt, dass die Arbeiten beendet und die Fahrbahn wieder freigegeben worden waren. Eine minutengenaue Dauer der Sperrung war zunächst nicht bestätigt.
Für den Verkehr in Richtung Lübeck und Hamburg bedeutete die Sperrung, dass Fahrzeuge den betroffenen Autobahnabschnitt nicht passieren konnten. Zu konkreten Staulängen oder zur Zahl der betroffenen Fahrzeuge lagen zunächst keine belastbaren Angaben vor. Entsprechende Werte wurden deshalb zunächst nicht beziffert.
Im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen steht der genaue Ablauf unmittelbar vor dem Zusammenstoß. Als bestätigt gilt bislang, dass der Kleintransporter stark abbremste und der folgende Pkw anschließend auf das Fahrzeug auffuhr. Warum es zu dem Bremsmanöver kam, war zunächst unbekannt.
Auch die Feststellung von Alkohol beim Fahrer des Kleintransporters erlaubt für sich genommen noch keine Aussage darüber, wodurch der Unfall verursacht wurde. Dazu lagen zunächst keine abgeschlossenen Ermittlungsresultate vor.
Nach Ende der Bergungs- und Reinigungsarbeiten konnte die A1 am Samstagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Unfall hatte damit vor allem in den Nacht- und frühen Morgenstunden erhebliche Auswirkungen auf die wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Ostholstein, Lübeck und dem Großraum Hamburg.
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