Sonderpostenmarkt in Seelze brennt aus: Teile des Gebäudes stürzen ein

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein schwerer Brand hat am Samstagnachmittag einen Sonderpostenmarkt in Seelze in der Region Hannover weitgehend zerstört. Das Feuer brach am 5. September in dem Geschäft im Bereich Brüggefeld aus und breitete sich innerhalb kurzer Zeit auf große Teile des Gebäudes aus. Dichter schwarzer Rauch war weithin sichtbar. Teile des Marktes stürzten im Verlauf des Feuers ein. Für die Einsatzkräfte bestand deshalb erhebliche Einsturzgefahr.

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Nach dem bisherigen Stand wurde die Ortsfeuerwehr Seelze gegen 16.18 Uhr alarmiert. Das Feuer entwickelte sich sehr schnell. Die Alarmstufe wurde im Verlauf des Einsatzes erhöht und weitere Kräfte wurden nach Seelze beordert. Insgesamt waren am frühen Abend rund 67 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Unterstützung kam unter anderem aus dem benachbarten Garbsen sowie aus weiteren Seelzer Ortsfeuerwehren.

Einsturzgefahr erschwert die Löscharbeiten

Die massive Brandausbreitung hatte erhebliche Auswirkungen auf die Arbeit der Feuerwehr. Im hinteren Bereich des Sonderpostenmarktes waren Gebäudeteile bereits zusammengebrochen. Wegen der fehlenden Standsicherheit konnte das Gebäude nicht mehr gefahrlos betreten werden.

Die Brandbekämpfung musste deshalb weitgehend von außen erfolgen. Damit waren insbesondere versteckte Glutnester im Inneren zunächst nur schwer erreichbar. Das Technische Hilfswerk wurde zur Unterstützung angefordert. Ein Baufachberater sollte beurteilen, welche Teile des Gebäudes noch standsicher waren. Zudem war der Einsatz eines Radladers vorgesehen, um einsturzgefährdete oder bereits zerstörte Gebäudeteile kontrolliert abzutragen.

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Dass Teile des Gebäudes bereits eingestürzt waren, wurde auch durch aktuelle Aufnahmen vom Einsatzort bestätigt. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens gab es am Samstagabend noch keine belastbare Angabe. Angesichts der schweren Gebäudeschäden war der Markt jedoch zunächst nicht nutzbar.

Hinweise auf E-Mobil als Ausgangspunkt des Brandes

Zum Ausgangspunkt des Feuers gibt es erste Hinweise, die eigentliche Brandursache stand am frühen Abend jedoch noch nicht abschließend fest. Demnach soll sich ein elektrisch betriebenes Mobilitätshilfsmittel im Verkaufsraum befunden haben, als dort das Feuer entstand.

Eine Darstellung lautet, ein älterer Mann sei mit einem E-Rollstuhl beziehungsweise E-Mobil in das Geschäft gefahren. Das Fahrzeug soll im Verkaufsbereich Feuer gefangen haben. Ein weiterer Bericht beschreibt den Bereich mit Lacken und Farben als unmittelbare Umgebung des zunächst brennenden Fahrzeugs.

Ob tatsächlich der Akku oder ein anderes Bauteil des Fahrzeugs den Brand verursachte, war zunächst nicht abschließend geklärt. Auch die genaue Bezeichnung des Fahrzeugs war nicht einheitlich. Während von einem E-Rollstuhl beziehungsweise E-Mobil die Rede war, tauchte zwischenzeitlich auch die Bezeichnung E-Bike-Akku auf. Eine gesicherte technische Brandursache lag zunächst nicht vor.

Die weiteren Untersuchungen sollen klären, wo das Feuer exakt entstand und wodurch es ausgelöst wurde. Nach dem Brand war zunächst eine Untersuchung der stark beschädigten Brandstelle erforderlich.

Unterschiedliche Angaben zu möglichen Verletzungen

Auch zur Zahl und Schwere möglicher Verletzungen gab es am Samstagabend noch unterschiedliche Angaben. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung meldete unter Berufung auf Angaben vom Einsatzort eine Person mit schweren Brandverletzungen. In einem anderen Bericht hieß es dagegen, alle Personen hätten das Geschäft verlassen können und der Besitzer des E-Mobils sei vom Rettungsdienst untersucht worden, habe eine weitere Behandlung jedoch abgelehnt.

Damit war der Gesundheitszustand möglicher Betroffener zunächst nicht zweifelsfrei geklärt. Fest stand, dass Rettungsdienst und Notarzt in den Einsatz eingebunden waren. Eine abschließende behördliche Bilanz zu Verletzten lag zunächst nicht vor.

Rauchwolke führt zu Warnung für die Bevölkerung

Der Brand verursachte eine große und weithin sichtbare Rauchwolke. Der Rauch zog über Seelze und war auch aus größerer Entfernung in der Region Hannover zu erkennen. Wegen der Rauchentwicklung wurde eine Warnung für die Bevölkerung verbreitet. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten.

Solche Maßnahmen dienen dazu, den Kontakt mit Brandrauch möglichst gering zu halten. Bei einem brennenden Verkaufsgebäude können zahlreiche unterschiedliche Materialien beteiligt sein. Welche Stoffe beim Brand in Seelze konkret freigesetzt wurden, war zunächst nicht bekannt.

Die Rauchentwicklung hatte damit Auswirkungen deutlich über das unmittelbar betroffene Grundstück hinaus. Eine Evakuierung größerer Wohnbereiche wurde zunächst nicht gemeldet.

Bremer Straße wegen Feuerwehreinsatz gesperrt

Der Einsatz wirkte sich auch auf den Verkehr in Seelze aus. Die Bremer Straße wurde im Zusammenhang mit dem Großbrand zeitweise vollständig gesperrt. Wie lange die Einschränkungen dauern würden, ließ sich am frühen Abend noch nicht abschließend sagen. Die Löscharbeiten und die Sicherung des einsturzgefährdeten Gebäudes konnten sich über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Neben dem Ablöschen des Feuers musste zunächst geklärt werden, wie die verbliebenen Gebäudeteile gefahrlos gesichert oder abgetragen werden können. Erst danach kann die Brandstelle umfassender untersucht werden.

Eine Schadenssumme stand zunächst ebenso wenig fest wie die abschließende Brandursache. Die Klärung dürfte insbesondere davon abhängen, wann die stark beschädigten Bereiche des Sonderpostenmarktes gefahrlos betreten werden können.

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