Mette-Marit verpasst wichtigen Verfassungsakt von König Haakon

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Norwegens neue Königin Mette-Marit hat einen der wichtigsten Termine beim Thronwechsel in Oslo aus gesundheitlichen Gründen verpasst. Als König Haakon VIII. am Dienstag, 1. September, vor dem Storting seinen Eid auf die Verfassung ablegte, konnte seine Frau nicht teilnehmen. Ursache waren Komplikationen nach ihrer Lungentransplantation. Die 53-Jährige musste deshalb medizinisch beobachtet werden.

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Damit fehlte Mette-Marit bei Haakons Eid nur wenige Tage nach dem Tod von König Harald V. Der langjährige Monarch war am Freitag, 28. August 2026, im Rikshospitalet des Universitätsklinikums Oslo im Alter von 89 Jahren gestorben. Sein Sohn Haakon wurde unmittelbar mit dem Tod des Vaters neuer König von Norwegen.

Mette-Marit nach Lungentransplantation unter Beobachtung

Die Lungentransplantation Mette-Marits war im Juni am Rikshospitalet in Oslo vorgenommen worden. Das Königshaus meldete am 17. Juni, der Eingriff sei bis dahin erfolgreich verlaufen. Die damalige Kronprinzessin sollte anschließend mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben, unter anderem zur Anpassung ihrer Medikamente, zur Rehabilitation und zur Behandlung möglicher Komplikationen.

Mette-Marit leidet seit Jahren an einer chronischen Lungenerkrankung. Im Juni war sie wegen des Fortschreitens der Erkrankung auf die norwegische Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt worden. Ihr behandelnder Lungenspezialist Are Holm erklärte damals, die Erkrankung habe sich deutlich verschlechtert.

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Am Tag der Eidesleistung im Storting traten nach Angaben des behandelnden Arztes erneut Komplikationen auf. Solche Probleme seien nach einer Lungentransplantation nicht ungewöhnlich. Deshalb müsse die Königin an diesem Tag beobachtet werden und könne den Termin nicht wahrnehmen. Welche medizinischen Probleme konkret festgestellt wurden, wurde nicht bekanntgegeben.

König Haakon VIII. legt Verfassungseid ab

König Haakon VIII. erschien daher mit seiner Tochter, Kronprinzessin Ingrid Alexandra, im norwegischen Parlament. Auch die verwitwete Königin Sonja und Prinz Sverre Magnus nahmen an der Zeremonie teil. Das Storting bestätigte, dass Haakon dort den in Artikel 9 der norwegischen Verfassung vorgeschriebenen Eid ablegte.

Der Eid ist keine Krönung und begründet auch nicht erst die Herrschaft des neuen Monarchen. In Norwegen geht die Königswürde unmittelbar beim Tod des bisherigen Staatsoberhaupts auf den Thronfolger über. Die Eidesleistung ist anschließend einer der zentralen verfassungsrechtlichen Schritte des Thronwechsels. Der König verpflichtet sich dabei, das Land im Einklang mit Verfassung und Gesetzen zu regieren.

Auch Ingrid Alexandra hat mit dem Tod von König Harald V. eine neue Stellung erhalten. Sie ist nun Kronprinzessin und steht an erster Stelle der norwegischen Thronfolge. Nach der Zeremonie sollte sie ihren eigenen vorgeschriebenen Eid schriftlich abgeben.

Thronwechsel nach 35 Jahren Regentschaft

Harald V. hatte seit Januar 1991 auf dem norwegischen Thron gestanden. Nach seinem Tod am 28. August begann eine nationale Trauerperiode. Sein Sarg wurde in die Kapelle des Königlichen Schlosses in Oslo überführt, wo die Bevölkerung Abschied nehmen kann. Das Staatsbegräbnis ist für den 9. September vorgesehen.

Mette-Marit hatte trotz ihrer gesundheitlichen Situation am 31. August an der Prozession teilgenommen, bei der Haralds Sarg innerhalb des Schlosses zur Kapelle gebracht wurde. Einen Tag später machte ihr Gesundheitszustand die Teilnahme an Haakons Verfassungseid unmöglich.

Ob Norwegens neue Königin Mette-Marit bei allen weiteren Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Staatsbegräbnis teilnehmen kann, hängt von ihrem Gesundheitszustand ab. Eine genaue Diagnose der nach der Transplantation aufgetretenen Komplikationen wurde bislang nicht veröffentlicht.

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