
Die Creative Arts Emmys 2026 haben vor der eigentlichen Emmy-Hauptgala erste klare Kräfteverhältnisse geschaffen. Bei der zweiten Preisnacht im Peacock Theater in Los Angeles gewann die Apple-TV-Serie Widow’s Bay acht Auszeichnungen und damit mehr als jede andere Produktion des Abends. Dahinter folgte die HBO-Produktion DTF St. Louis mit sechs Preisen. Spider-Noir kam auf fünf Siege, The Pitt und Pluribus jeweils auf vier.
Damit sind zwar noch nicht die wichtigsten Serienpreise des Emmy-Jahres vergeben. Die Ergebnisse geben aber Hinweise darauf, welche Produktionen bei den Mitgliedern der Television Academy besonders breit unterstützt werden. Die Hauptgala der 78. Emmy Awards folgt am Montag, 14. September 2026, ebenfalls im Peacock Theater in Los Angeles.
Größter Gewinner der zweiten Nacht war Widow’s Bay. Die Mischung aus Comedy und Horror über eine Inselgemeinde in Neuengland gewann acht Emmys. Zu den Erfolgen gehörten Auszeichnungen in handwerklichen Kategorien. Zudem wurde Betty Gilpin für ihre Gastrolle in einer Comedyserie ausgezeichnet.
Der Erfolg ist auch mit Blick auf die Hauptgala relevant. Widow’s Bay geht mit insgesamt 19 Nominierungen in das Emmy-Rennen und gehört unter anderem zu den Kandidaten für die beste Comedyserie. Matthew Rhys ist als bester Hauptdarsteller einer Comedy nominiert. Die Serie konkurriert in der Hauptkategorie unter anderem mit Hacks, The Bear, Shrinking und Only Murders in the Building.
Noch mehr Nominierungen erhielt allerdings Hacks. Die fünfte und letzte Staffel kommt auf 24 Nennungen. Nach Angaben der Television Academy ist das ein Rekord für eine Comedyserie innerhalb eines Emmy-Jahrgangs. Jean Smart ist erneut als beste Hauptdarstellerin nominiert.
Auch DTF St. Louis setzte ein deutliches Zeichen. Die HBO-Max-Produktion gewann sechs Preise. Besonders prominent waren die beiden Schauspielauszeichnungen: David Harbour gewann als bester Nebendarsteller in einer Limited oder Anthology Series beziehungsweise einem Fernsehfilm. Linda Cardellini erhielt den entsprechenden Emmy als beste Nebendarstellerin. Für beide war es der erste Emmy-Sieg.
DTF St. Louis war insgesamt 13-mal nominiert und steht auch bei der Hauptgala als beste Limited oder Anthology Series zur Wahl. Dort trifft die Produktion unter anderem auf Beef, All Her Fault und The Beast in Me.
Die sechs bereits gewonnenen Preise machen DTF St. Louis zu einem der auffälligsten Kandidaten vor der Hauptveranstaltung. Ein automatischer Rückschluss auf den Sieg in der Serienkategorie ist daraus allerdings nicht möglich. Die Creative-Arts-Kategorien und die Hauptkategorien werden getrennt abgestimmt.
Im Drama-Rennen bleibt The Pitt besonders stark positioniert. Die Krankenhausserie führte bereits die Nominierungen mit 25 Nennungen an. Damit lag sie vor Hacks mit 24, Widow’s Bay mit 19 und Pluribus mit 18 Nominierungen.
Bei der zweiten Creative-Arts-Nacht gewann The Pitt vier Preise. Ernest Harden Jr. erhielt den Emmy als bester Gastdarsteller in einer Dramaserie. Er setzte sich unter anderem gegen Colman Domingo, Jonathan Pryce und seinen The-Pitt-Kollegen Jeff Kober durch.
Bei der Hauptgala gehört The Pitt erneut zu den Kandidaten für die beste Dramaserie. Noah Wyle ist außerdem als bester Hauptdarsteller nominiert. In der Kategorie beste Dramaserie trifft die Produktion unter anderem auf Pluribus, Slow Horses, The Diplomat und The Gilded Age.
Pluribus gewann am Sonntag ebenfalls vier Creative Arts Emmys. Die Apple-TV-Serie geht mit 18 Nominierungen in das gesamte Emmy-Rennen. Rhea Seehorn ist als beste Hauptdarstellerin einer Dramaserie nominiert.
Zu den prominentesten Einzelpreisen des Abends gehörte der posthume Emmy für Rob Reiner. Der Schauspieler und Regisseur gewann für seinen Gastauftritt in The Bear den Preis als bester Gastdarsteller in einer Comedyserie. Reiner war im Dezember 2025 gestorben. Es war sein dritter Emmy als Darsteller.
In der Drama-Gastdarstellerinnen-Kategorie gewann Shailene Woodley für Paradise. Für sie war es der erste Emmy. Paradise ist zugleich für die beste Dramaserie nominiert.
Zu den weiteren erfolgreichen Produktionen gehörte Spider-Noir mit fünf Auszeichnungen. Beef, Margo’s Got Money Troubles und Palm Royale kamen jeweils auf drei, Bridgerton, Fallout und Genndy Tartakovsky’s Primal auf jeweils zwei Preise.
Die Emmy Awards werden 2026 auf drei Abende verteilt. Am 5. und 6. September wurden die Kategorien vergeben, die traditionell unter der Bezeichnung Creative Arts Emmys zusammengefasst werden. Dazu gehören zahlreiche technische und kreative Gewerke wie Kamera, Schnitt, Kostüm, Make-up, Ton oder visuelle Effekte, außerdem mehrere Gastdarsteller- und weitere Schauspielkategorien.
Die zentralen Preise für beste Drama-, Comedy- und Limited Series sowie viele Haupt- und Nebendarsteller werden dagegen bei der Fernsehgala am 14. September verliehen. Gastgeberin ist Mariska Hargitay. Die Veranstaltung läuft in den USA live bei NBC und Peacock.
Für Zuschauer in Deutschland nennt die Television Academy Moments TV auf MagentaTV als Übertragungspartner. Die Liveübertragung ist für die Nacht zum 15. September um 2 Uhr deutscher Zeit angekündigt, eine Wiederholung für 20.15 Uhr.
Vor dieser Hauptgala bleiben The Pitt im Drama-Bereich, Hacks und nach dem starken Creative-Arts-Abend auch Widow’s Bay bei den Comedys sowie DTF St. Louis und Beef bei den Limited Series besonders prominent positioniert. Die bereits gewonnenen Creative Arts Emmys zeigen vor allem, welche Produktionen über viele Gewerke hinweg Unterstützung erhalten haben. Wer die großen Serien- und Hauptdarstellerpreise gewinnt, entscheidet sich erst am 14. September.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu