Großbrand auf Abfallanlage in Boden: Zwei Feuerwehrleute verletzt

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei einem Brand auf einer Abfallwirtschaftsanlage in Boden im Westerwaldkreis ist am Montagnachmittag ein Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst worden. Nach ersten Angaben der Polizei gerieten auf dem Gelände des Entsorgungsunternehmens Bellersheim schätzungsweise 60 bis 70 Tonnen Müll in Brand. Zeitweise waren mindestens 67 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Zwei Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Wegen der starken Rauchentwicklung sollten Anwohner zunächst Fenster und Türen geschlossen halten. Dieser Hinweis wurde später wieder aufgehoben.

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Bis zum frühen Montagabend war das Feuer noch nicht vollständig gelöscht. Die Ursache des Brandes blieb zunächst ungeklärt. Auch zur Höhe eines möglichen Sachschadens gab es noch keine gesicherten Angaben.

Verkehrsteilnehmer entdecken Flammen und Rauch

Auf den Brand auf der Abfallwirtschaftsanlage in Boden wurden die Behörden nach Angaben der Polizeidirektion Montabaur durch vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer aufmerksam. Sie hatten Flammen und Rauch auf dem Firmengelände bemerkt und die Polizei verständigt. Die erste offizielle Mitteilung wurde am Montagnachmittag veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt ging die Polizei davon aus, dass zwischen 60 und 70 Tonnen Müll brannten.

Zunächst waren 55 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Im weiteren Verlauf stieg die Zahl nach Angaben des SWR auf 67. Die Dimension des Einsatzes erklärt sich auch durch die Menge des betroffenen Materials. Brände größerer Abfallmengen können wegen dicht gelagerter und unterschiedlich zusammengesetzter Stoffe langwierige Löscharbeiten erforderlich machen.

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Welche Art von Abfällen genau von dem Feuer betroffen war, wurde zunächst nicht näher mitgeteilt. Ebenso gab es keine gesicherten Angaben dazu, an welcher Stelle des Betriebsgeländes das Feuer seinen Ausgang nahm.

Zwei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten verletzt

Im Verlauf des Einsatzes wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Dies berichtete der SWR unter Berufung auf Angaben der Feuerwehr. Weitere Verletzte waren zunächst nicht bekannt. Insbesondere gab es bis zum Abend keine bestätigten Hinweise darauf, dass Beschäftigte des Betriebs oder Anwohner durch das Feuer verletzt worden waren.

Zu den genauen Umständen der Verletzungen der beiden Einsatzkräfte gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Auch über eine mögliche medizinische Behandlung wurden keine weiteren Details veröffentlicht.

Der Brand war am späten Montagnachmittag weiterhin nicht vollständig gelöscht. Damit liefen die Arbeiten der Einsatzkräfte weiter. Angaben dazu, wann der Einsatz beendet werden könnte, lagen zunächst nicht vor.

Warnung wegen Rauchentwicklung später aufgehoben

Die Rauchentwicklung hatte zunächst auch Auswirkungen auf die Bevölkerung in der Umgebung. Die Polizei forderte Anwohner vorsorglich dazu auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Damit sollte verhindert werden, dass Rauch in Wohnräume eindringt.

Im weiteren Verlauf konnte dieser Hinweis wieder aufgehoben werden. Der SWR meldete gegen 17.47 Uhr, dass die Einsatzkräfte die entsprechende Empfehlung für die Bevölkerung zurückgenommen hatten. Eine fortbestehende Warnung vor der Rauchentwicklung bestand damit zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Eine gesonderte Gefahrenlage für die Bevölkerung wurde bis zum Abend nicht bekanntgegeben. Angaben über mögliche Schadstoffmessungen oder konkrete Konzentrationen in der Luft lagen zunächst nicht vor. Deshalb lässt sich aus der vorsorglichen Aufforderung, Fenster und Türen zu schließen, keine weitergehende Aussage über eine konkrete Schadstoffbelastung ableiten.

Brand beeinträchtigt auch die Stromversorgung

Das Feuer hatte zeitweise außerdem Folgen für die Stromversorgung in der Umgebung. Im Zusammenhang mit dem Brand musste gegen 16.05 Uhr eine Mittelspannungsleitung über dem Betriebsgelände außer Betrieb genommen werden. Betroffen waren insgesamt 15 Trafostationen, über die unter anderem Haushalte in Boden, Ettinghausen und Niederahr versorgt werden.

Durch Netzumschaltungen konnte die Versorgung nach Angaben der Energienetze Mittelrhein gegen 16.45 Uhr wiederhergestellt werden. Die Anlage auf dem Betriebsgelände selbst blieb zunächst vom Netz getrennt. Damit dauerte die Beeinträchtigung der umliegenden Orte nur vergleichsweise kurz an.

Der Firmenstandort der Bellersheim Abfallwirtschaft befindet sich in der Niederahrer Straße in Boden. Das Unternehmen führt den Standort als Teil seines Geschäftsbereichs Abfallwirtschaft.

Brandursache und Schadenshöhe weiterhin offen

Was das Feuer ausgelöst hat, war am Montagabend weiterhin ungeklärt. Bereits die erste Mitteilung der Polizeidirektion Montabaur bezeichnete die Ursache ausdrücklich als unbekannt. Hinweise auf eine bestimmte technische Ursache, Selbstentzündung oder eine andere konkrete Entstehungsart waren zunächst nicht bestätigt.

Ebenso offen blieb die Schadenshöhe. Neben den brennenden Abfallmengen können bei einem solchen Einsatz Anlagen, Gebäude oder technische Einrichtungen betroffen sein. Ob und in welchem Umfang dies in Boden tatsächlich der Fall war, war zunächst nicht bekannt. Eine belastbare Schadenssumme wurde nicht genannt.

Auch die zunächst genannte Menge von 60 bis 70 Tonnen Müll ist als erste Einschätzung der Einsatzstelle zu verstehen. Eine abschließende Bilanz über die tatsächlich vom Feuer erfasste Abfallmenge lag am Montagabend noch nicht vor.

Damit konzentrierte sich die Lage zunächst auf die laufenden Löscharbeiten und die Sicherung des Betriebsgeländes. Bestätigt waren bis zum frühen Abend der Brand größerer Abfallmengen, der Einsatz zahlreicher Feuerwehrkräfte, zwei leicht verletzte Feuerwehrleute, die vorübergehende Vorsichtsmaßnahme für Anwohner sowie eine zeitweise Beeinträchtigung der Stromversorgung. Brandursache und Schadenshöhe blieben dagegen offen.

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