
Münster. Aus dem Verkehrsversuch wird eine dauerhafte Lösung: Die rote Spur für Fahrräder und Linienbusse auf der Warendorfer Straße bleibt bestehen. Nach mehr als einem Jahr Testbetrieb hat die Stadt entschieden, die Verkehrsführung zwischen Dodostraße und Gereonstraße beizubehalten. Ganz abgeschlossen ist der Umbau damit aber nicht – bis zum Frühjahr 2027 sollen mehrere Stellen noch verändert und verbessert werden.
Seit Mitte 2025 gibt es auf dem rund 200 Meter langen Abschnitt stadteinwärts eine 3,5 Meter breite Sonderspur für Fahrräder und Linienbusse. Die Umweltspur auf der Warendorfer Straße war zunächst nur als Verkehrsversuch vorgesehen. Der Ausschuss für Verkehr und Mobilität hat nun beschlossen, die neue Verkehrsführung dauerhaft beizubehalten.
Der Abschnitt gehört zu den stark frequentierten Bereichen der Warendorfer Straße. Nach Angaben der Stadt sind dort täglich rund 9.000 Radfahrer und ebenso viele Autos unterwegs. Hinzu kommen 16 Linienbusse pro Stunde sowie zahlreiche Fußgänger.
Mit Einführung der Umweltspur änderte sich die Aufteilung des Straßenraums deutlich. Die Parkplätze auf beiden Seiten der Straße fielen weg, der benachbarte Gehweg wurde breiter. Fahrräder und Linienbusse nutzen seitdem gemeinsam die rot markierte Spur auf der Fahrbahn.
Nach Einschätzung der Stadt hat sich diese Lösung bewährt. Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern seien reduziert worden, gleichzeitig stehe mehr Platz für Außengastronomie und Besucher des Kinos zur Verfügung. Linienbusse können den Abschnitt zudem ohne Behinderungen durch parkende Fahrzeuge oder andere Engstellen in Richtung Innenstadt passieren.
Trotz des positiven Fazits soll die jetzige Lösung noch weiterentwickelt werden. Die drei Ladezonen für die ansässigen Gewerbetreibenden sollen künftig besser erkennbar sein. Dafür plant die Stadt neue Verkehrsschilder und bauliche Verbesserungen.
Auch die Radverkehrsführung hinter der Gereonstraße wird angepasst. Dort wechseln Radfahrer von der Umweltspur zurück auf den regulären Radweg. Dieser Übergang soll sicherer und komfortabler gestaltet werden.
Der frühere Radweg direkt neben der heutigen Umweltspur ist weiterhin rot gepflastert. Da er nicht mehr als regulärer Radweg genutzt wird, kann das insbesondere für Ortsfremde zu Irritationen führen. Die Stadt will die rote Pflasterung deshalb zunächst übermalen und später vollständig erneuern.
Auch bei den Fahrbahnmarkierungen gibt es Änderungen: Die derzeit noch gelben Linien werden durch dauerhafte weiße Markierungen ersetzt.
Zusätzlich nimmt die Stadt die Ampelanlagen an den Kreuzungen Oststraße und Friedensstraße in den Blick. Dort soll die Steuerung verbessert und an die dauerhafte Verkehrsführung angepasst werden.
Bis zum Frühjahr 2027 sollen die meisten Arbeiten abgeschlossen sein. Lediglich die vollständige Neupflasterung des früheren Radwegs kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
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