
Mit dem deutschen Drama „Babystar“ zeigt das ZDF in der Nacht zu Dienstag einen Spielfilm über die Schattenseiten eines Familienlebens, das vom ersten Tag an für soziale Netzwerke vermarktet wird. Babystar im ZDF beginnt in der Nacht vom Montag, 28. September, auf Dienstag, 29. September 2026, um 00:15 Uhr. Im Programm ist der Film bis 01:50 Uhr angesetzt. Zuvor läuft um 00:00 Uhr das „heute journal update“. Damit stimmt die aktuelle ZDF-Programmübersicht mit der angekündigten Sendezeit überein.
Der Film gehört zum Umfeld der ZDF-Nachwuchsredaktion „Das kleine Fernsehspiel“. Auf der Streamingseite bezeichnet das ZDF „Babystar“ derzeit als neu und führt eine Laufzeit von 97 Minuten. Eine ausdrücklich als solche bezeichnete TV-Erstausstrahlung ist auf der öffentlich zugänglichen ZDF-Filmseite allerdings nicht ausgewiesen. Eine frühere Fernsehausstrahlung ließ sich nicht feststellen. Der Film war zuvor bereits im Kino und auf Festivals zu sehen.
Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Luca, gespielt von Maja Bons. Seit ihrer Geburt gehört ihr Leben nicht nur ihrer Familie. Ihre Eltern Stella und Chris haben aus dem Familienalltag ein Social-Media-Geschäft aufgebaut. Luca ist dessen bekanntestes Gesicht und wächst mit Kameras, Reichweite und einer Öffentlichkeit auf, die kaum Grenzen zwischen privatem Leben und vermarktbarem Inhalt kennt.
Als ihre Eltern ein weiteres Kind planen, gerät Lucas bisheriges Selbstbild ins Wanken. Sie beginnt infrage zu stellen, welche Teile ihres Lebens tatsächlich ihre eigenen sind und wie stark ihre Identität von den Erwartungen ihrer Familie und ihres Publikums geprägt wurde. Der Film entwickelt daraus ein Coming-of-Age-Drama über Selbstbestimmung, familiäre Abhängigkeit und die wirtschaftliche Verwertung von Privatheit. Das Ende wird hier nicht vorweggenommen.
Die Hauptrollen spielen Maja Bons als Luca, Bea Brocks als ihre Mutter Stella und Liliom Lewald als Chris. Zum weiteren Ensemble gehören Joy Ewulu als Julie, Maximilian Mundt als Simon und Verena Altenberger in einer Nebenrolle. Darüber hinaus sind unter anderem Matthias Matschke, Maria Matschke, Katharina Ley und Alexander Schuster beteiligt.
Regie führte Joscha Bongard. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Nicole Rüthers. „Babystar“ entstand als Bongards Diplomfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. FilmFest Hamburg bezeichnet das Werk zugleich als sein Spielfilmdebüt. Bongard hatte zuvor unter anderem den Dokumentarfilm „Pornfluencer“ realisiert, der 2022 veröffentlicht wurde. „Babystar“ ist damit sein erster abendfüllender Spielfilm im fiktionalen Bereich.
Produziert wurde der Film von Lisa Purtscher und Lotta Schmelzer mit ihrer Firma LiseLotte Films. Beteiligt waren ZDF Das kleine Fernsehspiel und die Filmakademie Baden-Württemberg. Förderungen kamen unter anderem von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und HessenFilm und Medien. Für die Kamera war Jakob Sinsel verantwortlich, den Schnitt übernahmen Emma Holzapfel und Wolfgang Purkhauser. Die Musik stammt von Jonas Vogler.
Gedreht wurde vom 15. August bis 18. September 2024 in Ludwigsburg, Sindelfingen, Stuttgart und Umgebung. Zu den Drehmotiven gehörte nach Angaben zur Produktion auch ein Haus des aus Deutschland stammenden Hollywood-Regisseurs Roland Emmerich.
Bei den technischen Angaben gibt es Unterschiede zwischen den Quellen. Das ZDF kennzeichnet „Babystar“ derzeit als Film aus dem Jahr 2026 und gibt die Streamingfassung mit 97 Minuten an. Filmportal und FilmFest Hamburg führen dagegen Deutschland 2025 als Produktionsjahr. Filmportal nennt eine Kinolänge von 102 Minuten. Die FSK verzeichnet 102 Minuten und 27 Sekunden beziehungsweise 98 Minuten und 22 Sekunden bei 25 Bildern pro Sekunde.
Für die Kinofassung gilt eine Freigabe ab zwölf Jahren. Die FSK begründet dies unter anderem mit belastenden Themen, Gewalt und Darstellungen von Selbstschädigung. Auf der ZDF-Streamingseite erscheint dagegen eine Alterskennzeichnung mit der Zahl 6. Eine Erläuterung für die Abweichung von der offiziellen Kino-FSK wird dort nicht veröffentlicht.
International machte „Babystar“ bereits vor seinem deutschen Kinostart auf sich aufmerksam. Die Weltpremiere fand am 5. September 2025 beim 50. Toronto International Film Festival statt. Der Film lief dort in der Sektion Discovery. Seine deutsche Festivalpremiere folgte am 30. September 2025 beim FilmFest Hamburg in der Sektion Große Freiheit. Auch beim Zurich Film Festival und weiteren internationalen Festivals war das Drama vertreten.
Bei den Biberacher Filmfestspielen 2025 erhielt „Babystar“ den mit 3.000 Euro dotierten Schüler-Biber. Beim achtung berlin Filmfestival 2026 wurden Martha Brenner und Felicitas Püls für das Szenenbild ausgezeichnet. Filmportal führt ebenfalls beide Preise auf.
Der reguläre deutsche Kinostart erfolgte am 23. April 2026 über Across Nations Filmverleih. Filmportal weist bis Mai 2026 insgesamt 4.776 Kinobesucher aus.
Auch in der Filmkritik wurde vor allem der Blick auf Family Influencing und die Vermarktung von Kindern hervorgehoben. Rudolf Worschech bewertete den Film für epd Film positiv und sah darin eine präzise Mediensatire über eine Familie, deren private Beziehungen zunehmend den Regeln eines Geschäftsmodells folgen. Der britische „Guardian“ hob ebenfalls die gesellschaftskritische Perspektive auf die Family-Influencer-Branche und die Hauptdarstellerin Maja Bons hervor.
Damit greift der Film ein Thema auf, das über den deutschen Kontext hinausreicht. Familienkanäle und die Veröffentlichung des Lebens minderjähriger Kinder haben international Debatten über Privatsphäre, wirtschaftliche Interessen der Eltern und die Rechte von Kindern im Netz ausgelöst. „Babystar“ erzählt diese Fragen nicht dokumentarisch, sondern als fiktionales Familiendrama.
Zum Zeitpunkt der TV-Ausstrahlung ist „Babystar“ bereits im Streamingangebot des ZDF abrufbar. Dort steht eine 97 Minuten lange Fassung mit Untertiteln und Audiodeskription zur Verfügung. Einen konkreten Termin, bis zu dem der Film online bleibt, nennt die öffentlich zugängliche ZDF-Seite derzeit nicht. Eine verbindliche Angabe zu einem Ende des Streamingzeitraums ist daher nicht veröffentlicht.
Wer den Film linear sehen möchte, kann ihn in der Nacht zu Dienstag ab 00:15 Uhr im ZDF verfolgen. Laut aktuellem Programm endet die Ausstrahlung um 01:50 Uhr.






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