The Witcher 3 bekommt heute sein bislang größtes Technik-Update

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Grzegorz Walczak

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CD Projekt Red veröffentlicht am Dienstag, 29. September 2026, „The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered“. Die überarbeitete Fassung des Rollenspiels erscheint für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und erstmals nativ für Nintendo Switch 2. Besitzer einer bisherigen Version können innerhalb des jeweiligen unterstützten Plattform-Systems kostenlos auf das Remaster wechseln.

Das Upgrade fällt umfangreicher aus als eine reine grafische Überarbeitung. Neben Verbesserungen bei Beleuchtung, Texturen und Rendering verändert CD Projekt Red auch zentrale Spielsysteme. Dazu gehören ein neu aufgebauter Fähigkeitenbaum, Anpassungen am Kampfverhalten vieler Gegner, neue Komfortfunktionen sowie ein deutlich ausgebauter Fotomodus.

Kostenloses Upgrade enthält beide Erweiterungen

CD Projekt Red hatte „The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered“ im August angekündigt. Das Remaster steht Besitzern des Spiels auf GOG, Steam, Epic Games Store, PlayStation 5 und Xbox Series X|S als kostenloses Upgrade zur Verfügung. Auch Besitzer der Switch-Version können die neue Fassung für Nintendo Switch 2 erhalten. Zusätzlich erscheint das Spiel erstmals über Battle.net.

Mit dem Remaster werden zudem die beiden bisherigen Erweiterungen „Hearts of Stone“ und „Blood and Wine“ ohne zusätzliche Kosten Bestandteil des Pakets. Nach Angaben von CD Projekt Red erhalten auch Besitzer des bisherigen Grundspiels Zugriff auf beide Erweiterungen.

Fähigkeitenbaum und Kämpfe werden überarbeitet

Eine der größten Änderungen betrifft das Fähigkeitensystem. Die Fähigkeiten sind künftig in einem klassischen Baum organisiert und verfügen jeweils über drei Ränge. Neue Fähigkeiten setzen bestimmte vorherige Freischaltungen voraus. Wegen der Umstellung werden bereits vergebene Fähigkeitspunkte zurückgesetzt. CD Projekt Red hat außerdem Werte, Effekte und Kombinationen einzelner Fähigkeiten neu abgestimmt.

Auch das Kampfverhalten der meisten normalen Monster wurde überarbeitet. Angriffsmuster, Bewegungen, Reaktionen und Gegenangriffe sollen sich dadurch verändern. Geralt erhält neue Animationen, unter anderem für Sprünge, Kletterbewegungen und Finishing-Angriffe. Gleichzeitig wurden Bewegungen und Steuerung von Plötze angepasst.

Neu ist außerdem eine Funktion zum Umschmieden von Ausrüstung. Damit lässt sich das Aussehen bestimmter Gegenstände verändern, ohne deren Werte zu beeinflussen. Das Prinzip entspricht damit einem Transmog-System, wie es aus anderen Rollenspielen bekannt ist.

Grafik bekommt Path Tracing und neue Rendering-Technik

Auf technischer Seite führt das Remaster ein verbessertes Schattierungsmodell und überarbeitete Texturen und Modelle ein. Ein Teil davon basiert auf Assets des bekannten „The Witcher 3 HD Reworked Project“. Hinzu kommen neue Beleuchtungs- und Reflexionstechniken, Anpassungen bei HDR, Bloom, Hautdarstellung und Vegetation sowie Raytracing für HairWorks.

Auf dem PC unterstützt die neue Fassung unter anderem Path Tracing, Nvidia DLSS 4.5 mit Ray Reconstruction, AMD FSR 4 mit Frame Generation und Anti-Lag 2 sowie Intel XeSS 2.0. Wegen der technischen Änderungen wurden auch die Systemanforderungen angepasst.

PlayStation 5 erhält Multithread-Rendering, außerdem wird PlayStation 5 Pro unterstützt. Auf Xbox kommt Xbox Play Anywhere hinzu.

Neuer Fotomodus und zusätzliche Barrierefreiheit

Deutlich erweitert wurde auch der Fotomodus. Spieler können künftig mehrere Figuren in einer Szene platzieren, Posen und Gesichtsausdrücke verändern sowie Lichtquellen und Objekte hinzufügen. Wetter, Tageszeit und Kameraposition lassen sich ebenfalls beeinflussen. Zusätzlich gibt es eine First-Person-Kamera und speicherbare Kameraeinstellungen.

CD Projekt Red ergänzt außerdem einen eigenen Bereich für Barrierefreiheit. Die neue Voreinstellung „Ballade des Barden“ kann unter anderem die Haltbarkeit von Ausrüstung und Booten deaktivieren, unbegrenzten Atem ermöglichen und das Gewicht von Gegenständen ignorieren. Die Optionen sollen insbesondere Spieler unterstützen, denen längere oder komplexere Spielmechaniken schwerfallen. Eine ukrainische Textlokalisierung kommt ebenfalls hinzu.

Mods funktionieren künftig plattformübergreifend

Das Remaster führt außerdem eine plattformübergreifende Mod-Unterstützung über mod.io ein. Mods lassen sich direkt über ein neues Menü im Spiel suchen und installieren. Gleichzeitig hat CD Projekt Red eigenen Angaben zufolge Verbesserungen an REDkit und an der Engine vorgenommen, die die Erstellung und Verwaltung von Mods erleichtern sollen.

Damit öffnet sich ein bislang vor allem auf dem PC bedeutender Bereich des Spiels stärker für Konsolen. Welche Mods auf den einzelnen Plattformen tatsächlich angeboten werden, hängt allerdings von den jeweils verfügbaren Inhalten und Plattformregeln ab.

Nintendo Switch 2 erhält eigene Steuerungsfunktionen

Auf Nintendo Switch 2 bekommt die neue Version mehrere speziell angepasste Funktionen. Dazu gehören Touchscreen-Eingaben in Menüs, Dialogen, auf der Karte und beim Kartenspiel Gwint sowie Bewegungssteuerung, Gyro-Zielen und Unterstützung für den Maussensor der Joy-Con 2. VRR, HDR und HD Rumble werden ebenfalls unterstützt.

Die Switch-2-Version ist ein eigenständiger Download. Nintendo nennt für die digitale Fassung eine Größe von 42,3 Gigabyte. Besitzer der bisherigen Switch-Version können das Remaster auf Nintendo Switch 2 kostenlos beanspruchen.

Witcher 3 bleibt zentral für die Serienplanung

„The Witcher 3: Wild Hunt“ erschien ursprünglich 2015. Nach Angaben von CD Projekt Red wurden inzwischen mehr als 65 Millionen Exemplare verkauft. Die gesamte Witcher-Spielereihe kommt dem Unternehmen zufolge auf mehr als 90 Millionen Verkäufe.

Das Remaster ist zugleich Teil einer längerfristigen Planung rund um die Marke. Für 2027 ist mit „Songs of the Past“ eine weitere Erweiterung für „The Witcher 3“ angekündigt. CD Projekt Red nennt für „The Witcher 4“ derzeit ein geplantes Veröffentlichungsfenster im Jahr 2028.

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