Werder und Kownacki trennen sich mit sofortiger Wirkung

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Werder Bremen und Dawid Kownacki haben ihre Zusammenarbeit vorzeitig beendet. Der Bundesligist bestätigte am Mittwoch, 30. September 2026, die sofortige und einvernehmliche Auflösung des Vertrags mit dem 29 Jahre alten polnischen Stürmer. Damit endet Kownackis Zeit an der Weser gut drei Jahre nach seinem ablösefreien Wechsel von Fortuna Düsseldorf. Der Angreifer war zuletzt zweimal verliehen worden und kam nach seiner Rückkehr im Sommer 2026 in keinem Pflichtspiel für die Bremer zum Einsatz.

Sky Sport veröffentlichte die Nachricht am Mittwoch um 13.56 Uhr und verwies dabei bereits auf die Mitteilung des Bundesligisten. Werder selbst bestätigte die Vertragsauflösung auf seiner Vereinsseite. Damit ist die Trennung offiziell.

Clemens Fritz bestätigt Gespräche über Kownackis Zukunft

Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz erklärte die Entscheidung mit der sportlichen Perspektive des Angreifers. „Wir haben in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Dawid über seine sportliche Situation und seine Perspektive bei Werder gesprochen. Dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die Auflösung des Vertrages für beide Seiten die beste Lösung ist“, sagte Fritz in der Vereinsmitteilung.

Zum Abschied hob der Geschäftsführer zudem Kownackis Verhalten innerhalb der Mannschaft hervor: „Dawid hat sich während seiner Zeit bei Werder immer professionell verhalten und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.“ Der Verein bedanke sich für seinen Einsatz und wünsche dem Stürmer für seinen weiteren Weg alles Gute.

Eine aktuelle öffentliche Aussage von Cheftrainer Daniel Thioune zur Vertragsauflösung veröffentlichte Werder zunächst nicht. Die offizielle Begründung für den Schritt stammt damit von Fritz.

Kownackis Vertrag wäre nach übereinstimmenden Angaben noch bis zum 30. Juni 2027 gelaufen. Über die finanziellen Bedingungen der vorzeitigen Trennung machte Werder keine Angaben. Eine Ablösesumme fällt bei einer Vertragsauflösung zwischen Spieler und Verein nicht an. Ob und in welcher Höhe eine Abfindung vereinbart wurde, war zunächst nicht bekannt. Angaben zu möglichen Gehaltseinsparungen sind deshalb nicht offiziell bestätigt.

Kownacki kam 2023 ablösefrei aus Düsseldorf

Dawid Kownacki war im Sommer 2023 von Fortuna Düsseldorf nach Bremen gewechselt. Werder hatte die Verpflichtung bereits am 22. Mai 2023 bekanntgegeben. Weil sein Vertrag in Düsseldorf auslief, musste Bremen keine Ablösesumme zahlen. Der damals 26-Jährige sollte die Möglichkeiten im Angriff erweitern.

Clemens Fritz, seinerzeit Leiter Scouting und Profifußball, erklärte bei der Verpflichtung, Werder sei davon überzeugt, dass Kownacki die Offensive mit seinen Fähigkeiten qualitativ verstärken könne. Der damalige Cheftrainer Ole Werner beschrieb ihn als beweglichen und torgefährlichen Stürmer, der zudem internationale Erfahrung mitbringe.

Der am 14. März 1997 im polnischen Gorzów Wielkopolski geborene Angreifer ist 1,86 Meter groß und wird überwiegend als Mittelstürmer eingesetzt. Vor seinem Wechsel nach Deutschland spielte er unter anderem für Lech Posen und Sampdoria Genua. Für die polnische A-Nationalmannschaft absolvierte er sieben Länderspiele und erzielte ein Tor.

Seine erste Saison in Bremen verlief jedoch ohne Durchbruch. In der Bundesliga kam Kownacki 2023/24 auf 22 Einsätze, blieb dabei aber ohne Treffer. Im August 2024 verlieh Werder ihn für eine Saison zurück an Fortuna Düsseldorf. Der Verein begründete den Schritt damals ausdrücklich mit dem Wunsch, Kownacki wieder regelmäßige Spielzeit zu ermöglichen.

Zwei Leihjahre nach nur einer Saison in Bremen

Die Rückkehr nach Düsseldorf brachte deutlich mehr Einsatzzeit. In der Saison 2024/25 absolvierte Kownacki nach Angaben von Werder 29 Ligaspiele für die Fortuna und erzielte 13 Tore. Trotzdem kehrte er anschließend nicht dauerhaft in den Bremer Spielbetrieb zurück.

Stattdessen folgte für die Saison 2025/26 die nächste Leihe. Hertha BSC verpflichtete Kownacki im Juli 2025 für ein Jahr. Werder erklärte damals, dass regelmäßige Spielzeit für den Angreifer in Bremen schwierig geworden wäre.

Bei Hertha kam Kownacki in der vergangenen Zweitligasaison auf 19 Ligaspiele. Dabei erzielte er fünf Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Hinzu kamen drei Einsätze im DFB-Pokal mit einem Tor. Insgesamt stehen damit für die Saison 2025/26 22 Pflichtspiele und sechs Treffer zu Buche.

Nach Ablauf der Leihe gehörte Kownacki im Sommer 2026 zunächst wieder zum Bremer Kader. Er nahm an der Vorbereitung unter Cheftrainer Daniel Thioune teil und reiste unter anderem mit ins Trainingslager. Im August wurde er außerdem in mehreren Testspielen eingesetzt. Beim 3:1 gegen den SV Meppen kam er beispielsweise zur zweiten Halbzeit in die Partie.

In dieser Saison ohne Pflichtspieleinsatz

Mit Beginn der Pflichtspielsaison änderte sich seine Situation deutlich. Kownacki gehörte bereits beim 3:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Lüneburger SK Hansa nicht zum Spieltagsaufgebot. Auch beim Bundesliga-Auftakt gegen den SC Freiburg und beim anschließenden Heimspiel gegen RB Leipzig fehlte der Mittelstürmer im Kader. Damit absolvierte er in der Saison 2026/27 bis zur Vertragsauflösung kein Pflichtspiel für Werder Bremen.

In der Offensive hatte Bremen seinen Kader im Sommer zugleich deutlich verändert. Zum Saisonstart standen Daniel Thioune unter anderem Niclas Füllkrug, Cedric Itten, Salim Musah und weitere offensiv einsetzbare Spieler zur Verfügung. Kownacki war zwar zunächst weiterhin offiziell Teil des Profikaders und trug die Rückennummer 21, tauchte in den ersten Bundesliga-Aufgeboten aber nicht auf.

Dass der Verein den Vertrag nun noch während der laufenden Saison beendet, schafft auf beiden Seiten Klarheit. Werder muss für Kownacki keinen Kaderplatz mehr vorhalten, der 29-Jährige kann sich als vertragsloser Spieler nach einem neuen Klub umsehen. Für vertragslose Profis gilt dabei nicht dieselbe Bindung an die regulären Transferperioden wie für Spieler, die noch bei einem anderen Verein unter Vertrag stehen.

Nur 22 Pflichtspiele für Werder Bremen

Kownackis Bremer Bilanz fällt damit trotz einer mehr als dreijährigen Vertragsbindung knapp aus. Für Werder selbst absolvierte er insgesamt 22 Pflichtspiele, sämtliche in seiner ersten Saison nach dem Wechsel aus Düsseldorf. Danach verbrachte er zwei komplette Spielzeiten auf Leihbasis zunächst bei Fortuna Düsseldorf und anschließend bei Hertha BSC.

Der ursprüngliche Plan des Vereins, mit dem ablösefreien Zugang eine zusätzliche offensive Option für die Bundesliga zu gewinnen, ging damit sportlich nicht dauerhaft auf. Nach seiner Rückkehr aus Berlin im Sommer 2026 erhielt Kownacki zwar noch einmal die Gelegenheit, sich in der Vorbereitung unter Thioune zu zeigen, schaffte es anschließend jedoch nicht in die Pflichtspielkader.

Eine neue sportliche Station wurde bis Mittwoch zunächst nicht offiziell bekanntgegeben. Belastbare Angaben über einen bereits feststehenden neuen Klub lagen nicht vor. Kownacki kann nach der Vertragsauflösung nun ohne Ablöse verpflichtet werden.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu