Höllental dicht: Diese Umleitungen gelten auf der B31

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Die B31 im Höllental bleibt noch mehrere Tage vollständig gesperrt. Seit Montag, 5. Oktober 2026, 9 Uhr, ist die wichtige Verbindung zwischen Freiburg und dem Hochschwarzwald zwischen Buchenbach/Himmelreich und Hinterzarten für den Durchgangsverkehr dicht. Nach der amtlichen Planung soll die Vollsperrung am Samstag, 10. Oktober, um 18 Uhr enden. Betroffen sind beide Fahrtrichtungen. Autofahrer müssen deshalb auf längere Umleitungsstrecken durch den Schwarzwald ausweichen. Bereits am ersten Tag kam es auf einer der Ausweichrouten zu Behinderungen.

Vollsperrung zwischen Himmelreich und Hinterzarten

Nach Angaben des Landratsamts Breisgau-Hochschwarzwald beginnt der gesperrte Abschnitt unmittelbar an der Anschlussstelle der L 128 bei Buchenbach/Himmelreich und reicht bis zur Anschlussstelle der B 500 bei Hinterzarten. Die Gemeinde Buchenbach nennt dieselben beiden Punkte als Sperrstellen. Kilometerangaben für den betroffenen Abschnitt wurden nicht veröffentlicht. Die Sperrung gilt vollständig in beiden Richtungen und betrifft damit den gesamten Durchgangsverkehr durch das Höllental. Teilbereiche bleiben allerdings für Anlieger erreichbar. Das gilt unter anderem in Falkensteig sowie im Bereich der Tankstelle Breitnau und des Hofguts Sternen. Dort müssen Verkehrsteilnehmer mit längeren Ampelphasen rechnen.

Felskontrollen, Fahrbahnschäden und Grünarbeiten

Grund für die mehrtägige Sperrung ist nicht eine einzelne Baustelle. Der Landkreis bündelt mehrere Unterhaltungsmaßnahmen, die gleichzeitig an verschiedenen Stellen der B31 ausgeführt werden. Die Straßenmeistereien Titisee-Neustadt und Kirchzarten schneiden Bäume und andere Gehölze zurück. Wegen des dafür erforderlichen schweren Geräts ist eine Vollsperrung notwendig. Außerdem werden Schäden an der Fahrbahn beseitigt und Markierungen erneuert.

Parallel dazu finden Felskontrollen und Beräumungsarbeiten entlang der steilen Hänge im Höllental statt. Dabei arbeitet der Landkreis mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau beim Regierungspräsidium Freiburg zusammen. Die Gemeinde Buchenbach bezeichnet einen Teil der Maßnahmen konkret als Verkehrssicherungsarbeiten am Kreuzfelsen. Der Landkreis will durch die Bündelung der Arbeiten weitere Sperrungen möglichst vermeiden. Gearbeitet wird nach Behördenangaben unter Ausnutzung des Tageslichts auch über die üblichen Dienstzeiten hinaus.

Auch Glasfaserkabel werden unter der B31 verlegt

Die Vollsperrung wird außerdem für Arbeiten am Breitbandnetz genutzt. Im Bereich Falkensteig lässt der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald Glasfaserleitungen verlegen. Dafür sind mehrere Querungen der B31 erforderlich. Die beauftragte Firma soll mit mehreren Arbeitskolonnen gleichzeitig tätig sein, damit die Arbeiten innerhalb des vorgegebenen Sperrzeitraums abgeschlossen werden können. Der Landkreis hatte die komplette Maßnahme bereits am 22. September angekündigt und den Zeitraum von Montagmorgen bis Samstagabend festgelegt.

Umleitung aus Richtung Freiburg über den Spirzen

Für Fahrzeuge, die aus Richtung Freiburg in Richtung Hochschwarzwald und weiter nach Titisee-Neustadt oder Donaueschingen fahren, führt die offizielle Umleitung zunächst über die L 128 nach Buchenbach. Anschließend geht es über die K 4907 und den Spirzen zur B 500. Von dort führt die Strecke über Thurner und Breitnau zurück zur B31 bei Hinterzarten. Das Landratsamt rät Verkehrsteilnehmern mit weiter entferntem Ziel zusätzlich, den gesamten Bereich möglichst weiträumig zu umfahren.

Die Ausweichstrecke ist deutlich weniger leistungsfähig als die Bundesstraße durch das Höllental. Der SWR berichtete am Montagabend unter Berufung auf die Polizei bereits von Staus auf der Spirzenstrecke. Auch die Gemeinde Buchenbach warnt während der Sperrung vor erhöhtem Verkehrsaufkommen insbesondere in Buchenbach, Wagensteig, am Spirzen und in St. Märgen. Für Dienstagmorgen lag zunächst keine amtliche neue Meldung über außergewöhnliche Behinderungen auf den Umleitungsstrecken vor.

Richtung Freiburg gilt eine andere Umleitung

Der Verkehr aus Richtung Titisee-Neustadt wird nicht über dieselbe Strecke zurückgeführt. Nach der offiziellen Anordnung des Landratsamts geht es ab Hinterzarten zunächst auf der B 500 über Breitnau und Thurner. Anschließend verläuft die Umleitung über die L 128 durch St. Märgen und weiter über die L 127 durch St. Peter und Stegen in Richtung Freiburg. Damit sollen die Verkehrsströme auf den schmaleren Straßen des Hochschwarzwalds verteilt werden.

Die Gemeinde Buchenbach nennt für den Verkehr aus Richtung Titisee-Neustadt teilweise eine abweichend beschriebene Führung über St. Märgen, Wagensteig und Buchenbach. Maßgeblich für den überörtlichen Durchgangsverkehr ist die ausgeschilderte Umleitung vor Ort. Das Landratsamt nennt in seiner kreisweiten Verkehrsmitteilung die Route über St. Peter und Stegen.

Höllentalbahn von der Straßensperrung nicht betroffen

Die Sperrung betrifft die Bundesstraße und nicht die parallel durch das Höllental verlaufende Bahnstrecke. Nach einem regionalen Bericht kann die Höllentalbahn während der Arbeiten regulär verkehren. Für Bahnreisende ergibt sich damit aus dieser Straßensperrung keine entsprechende mehrtägige Unterbrechung zwischen Freiburg und dem Hochschwarzwald. Gesonderte Änderungen für einzelne Buslinien waren im Zusammenhang mit der B31-Sperrung zunächst nicht veröffentlicht.

Für Autofahrer bleibt die Lage dagegen bis Samstag angespannt. Die B31 ist eine der zentralen West-Ost-Verbindungen zwischen Freiburg, dem Hochschwarzwald und dem Raum Titisee-Neustadt. Solange die Arbeiten laufen, konzentriert sich ein erheblicher Teil des Durchgangsverkehrs auf deutlich kleinere Landes- und Kreisstraßen. Nach derzeitiger Planung soll die Strecke am Samstag, 10. Oktober, um 18 Uhr wieder freigegeben werden. Eine amtlich angekündigte Änderung dieses Zeitplans lag am Dienstagvormittag nicht vor.

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