Mögliche Raubkatze bei Oberding gesichtet: Polizei sucht aus der Luft

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Im Landkreis Erding läuft am Mittwoch eine größere Suche nach einer möglicherweise frei laufenden Raubkatze. Der Verdacht auf einen Puma nahe dem Flughafen München geht auf eine Sichtung im Notzinger Moos bei Oberding zurück. Das Landratsamt Erding hat die Bevölkerung vorsorglich gewarnt. Die Polizei setzt bei der Suche einen Hubschrauber und Drohnen ein. Ob es sich bei dem Tier tatsächlich um einen Puma handelt, war am Mittwochnachmittag, 7. Oktober, noch nicht bestätigt.

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Nach Angaben des Landratsamts könnte es sich nach einer ersten fachlichen Einschätzung um einen Puma handeln. Grundlage dafür ist Bildmaterial, das der Behörde nach einer Beobachtung in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zur Verfügung gestellt wurde. Das Veterinäramt wurde in die Beurteilung einbezogen. Die Aufnahme des Tieres war zunächst nicht öffentlich zugänglich.

Puma nahe dem Flughafen München ist bislang nicht bestätigt

Eine Privatperson hatte das Tier nach Angaben des Landratsamts in der Nacht auf Mittwoch im Bereich des Notzinger Mooses gesehen und entsprechendes Material an die Kreisbehörde übermittelt. Bei der anschließenden fachlichen Prüfung entstand der Verdacht, dass auf den Aufnahmen ein Puma zu sehen sein könnte. Eine abschließende Bestimmung der Tierart lag zunächst jedoch nicht vor.

Damit ist auch die Bezeichnung als Puma weiterhin mit Vorsicht zu verwenden. Bestätigt ist die Beobachtung eines auffälligen Tieres und die daraus folgende Reaktion der Behörden. Das Landratsamt spricht ausdrücklich lediglich von einer ersten fachlichen Einschätzung. Das Notzinger Moos liegt im Gemeindegebiet von Oberding und damit nur wenige Kilometer vom Flughafen München entfernt. Die Sichtung erfolgte allerdings nicht auf dem Flughafengelände selbst.

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Polizei durchsucht das Notzinger Moos aus der Luft

Die Polizei weitete ihre Maßnahmen im Laufe des Mittwochnachmittags deutlich aus. Ein Hubschrauber und Drohnen wurden eingesetzt, um das Gelände aus der Luft abzusuchen. Zusätzlich waren Streifenwagen im betroffenen Gebiet unterwegs. Gegen 16 Uhr liefen die Suchmaßnahmen weiterhin. Das gesuchte Tier war zu diesem Zeitpunkt von den Einsatzkräften noch nicht entdeckt worden.

Auch der Vorsitzende der Kreisjägerschaft riet dazu, nicht eigenständig nach dem Tier zu suchen. Nach seiner Einschätzung anhand der verfügbaren Aufnahmen könnte es sich um keine heimische Großkatze handeln. Zugleich warnte er vor unnötiger Panik. Für eine abschließende Bestimmung reicht diese Einschätzung jedoch nicht aus. Mehrere Jäger im Landkreis verfügen nach seinen Angaben über Wärmebilddrohnen, waren zunächst aber nicht von den Behörden zur Unterstützung angefordert worden.

Landratsamt warnt Eltern und Hundebesitzer

Das Landratsamt Erding hat für das betroffene Gebiet konkrete Vorsichtsmaßnahmen veröffentlicht. Menschen sollen sich dem Tier im Fall einer Sichtung nicht nähern und umgehend die Polizei verständigen. Hunde sollen bei Spaziergängen angeleint werden. Eltern werden außerdem aufgefordert, kleine Kinder vorerst nicht unbeaufsichtigt im Freien spielen zu lassen.

Hinweise und Sichtungen nimmt die Polizeiinspektion Erding unter der Telefonnummer 08122 968 0 entgegen. Die Warnung ist vorsorglich zu verstehen. Das Landratsamt erklärte zugleich, keine unnötige Panik auslösen zu wollen, sondern die Menschen im betroffenen Gebiet zu erhöhter Aufmerksamkeit anzuhalten.

Herkunft der möglichen Raubkatze ist ungeklärt

Woher das Tier stammen könnte, war zunächst völlig offen. Nach Angaben des Landratsamts gab es am Mittwoch keine Erkenntnisse über einen Zirkus in der Region, der mit dem Tier in Verbindung stehen könnte. Anderslautende Vermutungen über eine konkrete Herkunft waren damit zunächst nicht belegt.

Auch die vorliegenden Aufnahmen lieferten bislang keine öffentlich überprüfbare Antwort. Das Material war nach Angaben der Kreisbehörde zunächst nicht zur Veröffentlichung vorgesehen. Damit ließ sich von außen weder die Größe des Tieres noch dessen Fellzeichnung oder Körperbau zuverlässig beurteilen. Entscheidend bleibt deshalb die weitere Suche und eine mögliche eindeutige Identifizierung des Tieres.

Ein Puma in Bayern wäre äußerst ungewöhnlich

Pumas, wissenschaftlich Puma concolor, gehören natürlicherweise zur Tierwelt des amerikanischen Kontinents. Ihr Verbreitungsgebiet reicht über weite Teile Nord-, Mittel- und Südamerikas. In Deutschland gibt es keine natürliche frei lebende Population dieser Katzenart. Eine bestätigte Puma-Sichtung in Oberbayern wäre deshalb ein außergewöhnlicher Vorgang.

Pumas werden auch als Cougars oder Mountain Lions bezeichnet und können sehr unterschiedliche Landschaften besiedeln. Ihre natürliche Verbreitung umfasst unter anderem Wälder, Gebirge, Graslandschaften und andere Lebensräume auf dem amerikanischen Kontinent. Die Tatsache, dass ein Puma biologisch grundsätzlich mit unterschiedlichen Landschaftstypen zurechtkommt, sagt allerdings nichts darüber aus, welches Tier tatsächlich im Notzinger Moos aufgenommen wurde.

Am Mittwochnachmittag konzentrierten sich die Behörden deshalb weiter auf die Suche im Raum Oberding. Bestätigt war zu diesem Zeitpunkt weder die Tierart noch die Herkunft der möglichen Raubkatze. Die Warnhinweise des Landratsamts blieben bestehen, während Polizei und weitere Stellen versuchten, das Tier zu finden und eindeutig zu bestimmen.

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